Microsoft, Teams

Microsoft Teams öffnet sich für alle E-Mail-Nutzer

04.01.2026 - 09:51:12

Microsoft Teams startet im Februar den globalen Rollout einer bahnbrechenden Funktion. Nutzer können dann direkt mit jeder beliebigen E-Mail-Adresse chatten – auch wenn der Empfänger kein Teams hat. Das Ende der geschlossenen Gesellschaft steht bevor.

Bisher war die Kommunikation in Teams oft eine geschlossene Veranstaltung. Externe Kontakte benötigten einen föderierten Zugang oder einen umständlich angelegten Gast-Account. Das ändert sich jetzt grundlegend.

Laut der Roadmap-ID 513271 und der Message-Center-Benachrichtigung MC1182004 erreicht die Funktion “Chat mit jedem, der eine E-Mail-Adresse hat” im Februar die allgemeine Verfügbarkeit. Nutzer geben einfach eine E-Mail-Adresse in das “Neuer Chat”-Feld ein. Der Empfänger erhält eine Einladungsmail mit einem Link zu einer browserbasierten Chat-Umgebung. Er braucht weder eine Lizenz noch die Client-Software.

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Branchenbeobachter sehen darin einen massiven Schritt zu mehr Interoperabilität. Der E-Mail-Verkehr für kurze Absprachen könnte drastisch sinken.

So funktioniert die Universal-Schnittstelle

Die elegante Lösung basiert auf der bewährten Entra B2B-Technologie, vereinfacht den Ablauf für den Nutzer aber radikal.

  • Start: Ein Teams-Nutzer initiiert einen Chat mit der E-Mail-Adresse eines externen Partners.
  • Einladung: Das System versendet automatisch eine Einladungs-E-Mail.
  • Zugang: Der Empfänger klickt auf den Link, authentisiert sich per Einmal-Code oder Microsoft-Konto und landet im Browser-Chat.

Der große Vorteil: Freiberufler, Kunden oder kleine Partnerunternehmen müssen sich nicht mehr mit der Hürde “Ich habe kein Teams” auseinandersetzen.

Alarmstufe für IT-Administratoren

Während Produktivitäts-Fans jubeln, schrillen in IT-Sicherheitsabteilungen die Alarmglocken. Microsoft plans, die Funktion standardmäßig für alle zu aktivieren (“Enabled by Default”).

Sicherheitsexperten warnen vor neuen Angriffsvektoren für Phishing und Social Engineering. Mitarbeiter könnten nun noch leichter externe Konversationen starten. Administratoren, die die Kontrolle behalten wollen, müssen aktiv werden.

Die Steuerung erfolgt über die TeamsMessagingPolicy. Unternehmen mit strengen Compliance-Vorgaben sollten die Einstellung UseB2BInvitesToAddExternalUsers prüfen. Wer den unkontrollierten Informationsabfluss fürchtet, kann die Funktion gezielt nur für bestimmte Nutzergruppen freischalten.

Der stille Krieg gegen die E-Mail

Diese Entwicklung ist kein Zufall. Die Grenzen zwischen Chat und E-Mail verschwimmen immer mehr. Wettbewerber wie Slack gehen mit “Slack Connect” ähnliche Wege.

Microsofts Trumpf ist die tiefe Integration in das Office-Ökosystem und die enorme Verbreitung von Teams. Analysten sehen darin eine Antwort auf die post-pandemischen Arbeitsgewohnheiten: Die Geduld für formelle E-Mails bei kurzen Fragen ist aufgebraucht. Diese Mikro-Kommunikation wandert nun aus dem Posteingang in den Chat – und holt den Empfänger genau dort ab, wo er ist: in seiner Mailbox.

Mit dem Start im Februar 2026 wird das Symbol für “Neuer Chat” mächtiger denn je. Bleibt die Frage: Werden Unternehmen die neue Offenheit aus Sicherheitsgründen blockieren? Fest steht, die Hürde für digitale Zusammenarbeit fällt.

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