Microsoft, Teams

Microsoft Teams: Neues Update soll die Performance revolutionieren

19.01.2026 - 09:32:12

Microsoft startet eine technische Generalüberholung von Teams, um die App deutlich schneller zu machen und erweitert sie um KI-Assistenten wie SharePoint-Agenten und Echtzeit-Übersetzung.

Microsoft startet einen umfassenden Umbau von Teams, um die App endlich schneller und stabiler zu machen. Gleichzeitig drängen neue KI-Funktionen in den Alltag der Nutzer.

Der Schritt ist eine direkte Antwort auf jahrelange Nutzerkritik. Die App galt vielen als ressourcenhungrig und langsam, besonders in großen Videokonferenzen. Mit einer grundlegenden Architekturänderung will Microsoft dieses Problem nun an der Wurzel packen. Parallel dazu kommen KI-Agenten und Echtzeit-Übersetzung in die Plattform.

Der große Performance-Schub: Teams wird entflochten

Das Herzstück des Updates ist eine technische Neustrukturierung. Bisher lief Microsoft Teams als ein einziger, großer Prozess. Chat, Dateien und vor allem anspruchsvolle Video- und Audioübertragungen konkurrierten um die gleichen Systemressourcen. Das führte häufig zu Rucklern und Verzögerungen.

Das ändert sich jetzt grundlegend. Seit Mitte Januar 2026 führt Microsoft einen separaten Prozess namens ms-teams_modulehost.exe ein. Dieser ist ausschließlich für die rechenintensive „Calling Stack“ zuständig – also für alles, was mit Audio, Video und Bildschirmfreigabe zu tun hat. Die Hauptanwendung (ms-teams.exe) wird dadurch entlastet und bleibt auch während laufender Meetings für Chat und Navigation reaktionsschnell.

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Für IT-Administratoren bedeutet die Umstellung Handlungsbedarf: Sie müssen die neue ausführbare Datei in ihren Endpoint-Security-Lösungen freischalten, um Dienstunterbrechungen zu vermeiden. Der Rollout läuft bereits weltweit und soll bis Ende des Monats abgeschlossen sein. Für den Nutzer bleibt die Oberfläche gleich, im Hintergrund soll alles spürbar flüssiger laufen.

KI-Agenten und Übersetzung: Copilot wird allgegenwärtig

Neben der Performance steht die weitere KI-Integration im Fokus. Eine zentrale Neuerung sind SharePoint-Agenten, die direkt in Teams-Chats aufgerufen werden können. Diese spezialisierten KI-Assistenten sind mit den firmeninternen Dokumenten aus SharePoint verbunden. Mitarbeiter können so in Echtzeit Informationen aus Handbüchern, Verträgen oder Protokollen abfragen, ohne den Chat verlassen zu müssen.

Ebenfalls neu ist der Interpreter Agent. Diese Funktion nutzt Echtzeit-KI, um während Meetings simultan zu übersetzen. Teilnehmer können in ihrer Muttersprache sprechen, während andere die Übersetzung sofort hören oder lesen. Microsoft zielt damit klar auf die Bedürfnisse globaler Unternehmen und inklusiverer hybrid-Arbeitswelten.

Ein praktisches Feature für Nutzer mit mehreren Mandanten ist das neue Panel „Aktivität in anderen Konten und Organisationen“. Es fasst Benachrichtigungen aus verschiedenen Partner- und Kundenorganisationen in einem einzigen Feed zusammen. Das ständige Hin- und Herwechseln zwischen Mandanten entfällt.

Mehr Kontrolle für IT und erweiterte Sicherheit

Mit der zunehmenden KI-Durchdringung gibt Microsoft den IT-Abteilungen auch schärfere Werkzeuge an die Hand. Seit dem 12. Januar 2026 können Administratoren über eine neue Richtlinie, RemoveMicrosoftCopilotApp, die Copilot-App von verwalteten Geräten entfernen. Dies adressiert Bedenken einiger Unternehmen bezüglich Datengovernance und möglicher Ablenkung.

Im Sicherheitsbereich wurden die Schutzmaßnahmen gegen Identitätsdiebstahl verschärft. Das System warnt nun beim ersten Kontakt vor externen Nutzern, die interne Domains imitieren könnten – eine proaktive Maßnahme gegen ausgeklügelte Phishing-Angriffe. Zudem wurde die externe Zusammenarbeit vereinfacht: Sichere Chats mit externen Kontakten können jetzt direkt über deren E-Mail-Adresse gestartet werden, ohne umständliche Gastkonten.

Analyse: Microsoft festigt seine Führungsposition

Die Doppelstrategie aus Performance-Optimierung und KI-Innovation zeigt Microsofts Kurs für 2026. Während der Konzern mit „Copilot everywhere“ den Mehrwert seiner Abonnements steigert, erkennt er mit dem Performance-Update auch an: Eine funktionale App muss die Grundvoraussetzung sein. Die Entkopplung der Prozesse bereitet Teams zudem auf künftige, noch rechenintensivere KI-Aufgaben vor, die möglicherweise direkt auf Geräteprozessoren (NPUs) laufen könnten.

Die Einführung der SharePoint-Agenten wird als direkter Schlag gegen Konkurrenten wie Slack und Salesforce gewertet. Microsoft will Teams unangefochten zum „Betriebssystem für die Arbeit“ machen, wo Daten, Kommunikation und Automatisierung verschmelzen.

Was kommt als Nächstes?

Der Ausblick für das erste Quartal 2026 verspricht weitere KI-Verbesserungen. Bis März soll Copilot die Fähigkeit erhalten, ungelesene Chat-Verläufe automatisch zusammenzufassen. Auch eine tiefergehende Integration von „Copilot Voice“ für sprachgesteuerte Befehle zeichnet sich ab.

Die unmittelbare Priorität liegt jedoch auf dem reibungslosen Rollout der neuen Architektur. Der Erfolg dieser technischen Generalüberholung in den kommenden Wochen wird die Nutzerstimmung für das gesamte Jahr prägen. Unternehmen sollten ihre Netzwerkleistung und das Feedback ihrer Mitarbeiter in dieser Phase genau im Blick behalten.

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