Microsoft SharePoint Online: Kritischer Bug legt Unternehmensprozesse lahm
17.01.2026 - 18:02:12Ein kritischer Fehler in SharePoint Online hat diese Woche Planungs- und Compliance-Prozesse in Unternehmen gestoppt. Microsoft verteilt nun ein dringendes Update, um die zentrale Datumsauswahl wiederherzustellen. Der Vorfall zeigt die Risiken der Cloud-Abhängigkeit für die digitale Governance.
Turbulente Woche für IT-Abteilungen
Während Microsoft am regulären Patch-Dienstag (13. Januar) Sicherheitsupdates für lokale SharePoint-Server veröffentlichte, entpuppte sich in der Cloud-Version ein funktionaler Fehler als massives Problem. Ein fehlerhaftes Update der Benutzeroberfläche ließ das Kalender-Menü zur Datumsauswahl in Listen unsichtbar werden. Was zunächst wie eine kleine Störung wirkte, legte schnell zentrale Unternehmensabläufe lahm und gefährdete Compliance-Vorgaben.
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Gestoppte Workflows, gefährdete Compliance
Ab Montag, dem 12. Januar, konnten Mitarbeiter in der modernen Listen-Ansicht keine Termine mehr per Klick setzen. Diese sogenannte Regression traf ins Herz digitalisierter Prozesse: Kommunikationsabteilungen konnten geplante Beiträge nicht mehr zeitgesteuert veröffentlichen, Projektmanagement-Tools stockten bei der Fälligkeitszuweisung. Besonders kritisch: Automatisierte Workflows, etwa über Power Automate, scheiterten, wenn sie eine manuelle Datumseingabe erwarteten.
Für die IT-Compliance bedeutete dies ein ernstes Risiko. Die lückenlose Dokumentation, Fristeneinhaltung und Verlässlichkeit von Freigabeprozessen – alles zentrale Säulen der Governance – waren plötzlich infrage gestellt. Können Unternehmen ihren regulatorischen Pflichten noch nachkommen, wenn ihre technischen Werkzeuge versagen?
Microsofts Reaktion und Cloud-Dilemma
Microsoft lokalisierte die Ursache in einem kürzlichen Frontend-Update. Seit Samstag, dem 17. Januar, rollt eine serverseitige Korrektur aus, die bei vielen Kunden bereits die volle Funktionalität wiederhergestellt hat – oft ohne manuelles Eingreifen der Nutzer.
Als Übergangslösung hatten sich Workarounds etabliert: Die Bearbeitung über die Rasteransicht, den Detailbereich oder ein Inkognito-Fenster im Browser. Der Vorfall beleuchtet das doppelte Dilemma der IT-Verantwortlichen: Sie müssen einerseits lokale Systeme absichern – wie die kritischen Remote-Code-Execution-Lücken (CVE-2026-20963/20951) vom Patchday zeigen. Andererseits sind sie bei Cloud-Diensten wie SharePoint Online komplett von den Update-Zyklen des Anbieters abhängig.
Analyse: Compliance in hybriden IT-Landschaften
Die turbulente Woche für Microsoft-365-Administratoren unterstreicht die Komplexität moderner, hybrider IT-Landschaften. Experten betonen: Heutige IT-Compliance geht weit über Sicherheitspatches hinaus. Sie erfordert ein umfassendes Risikomanagement für die Verfügbarkeit und Integrität von Cloud-Diensten. Der Ausfall einer scheinbar simplen Funktion wie der Datumsauswahl kann kaskadenartige Effekte auf nachgelagerte Systeme haben – ein operatives Risiko, das in Bewertungen berücksichtigt werden muss.
Ausblick: Lektionen für Unternehmen
Unternehmen sollten nun prüfen, ob alle betroffenen SharePoint-Prozesse wieder reibungslos funktionieren. Ein detaillierter Post-Incident-Report von Microsoft wird in den kommenden Tagen erwartet und sollte weitere Einblicke liefern.
Langfristig bietet der Vorfall Anlass, die Abhängigkeit von einzelnen Cloud-Anbietern kritisch zu hinterfragen und Notfallpläne für Service-Unterbrechungen zu schärfen. Die Ereignisse dieser Woche machen deutlich: Die Aufrechterhaltung der digitalen Governance erfordert ständige Wachsamkeit – sowohl gegenüber externen Cyber-Bedrohungen als auch gegenüber internen Risiken durch fehlerhafte Updates in der Cloud.
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