Microsoft SharePoint: KI-Agenten revolutionieren Büroalltag
17.01.2026 - 13:21:12Microsoft stattet SharePoint mit neuer KI-Intelligenz aus – und macht damit Datenverwaltung und Dokumentenerstellung zum Kinderspiel. Zwei neue Agenten sollen den Büroalltag in Unternehmen grundlegend verändern.
Die Tech-Riese hat diese Woche zwei wegweisende Features für seine Microsoft-365-Plattform angekündigt: den SharePoint List Agent und Structured Document Generation with Forms. Beide Tools, angetrieben von der neuesten Generation der Microsoft-Copilot-KI, zielen darauf ab, manuelle Dateneingabe zu eliminieren und Schatten-IT zu reduzieren. Aus natürlicher Sprache und unstrukturierten Daten werden im Handumdrehen verwaltete, funktionale Geschäftsanwendungen.
Die zwischen dem 12. und 15. Januar gemachten Ankündigungen markieren einen strategischen Wandel: weg von einfacher Inhaltsgenerierung, hin zu komplexer Strukturautomatisierung. Nutzer können nun konforme Workflows in Sekunden aufbauen.
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Der List Agent: Datenbanken per Sprachbefehl
Ab Ende Januar 2026 rollt Microsoft den SharePoint List Agent aus. Diese neue Funktion ermöglicht es Nutzern, voll funktionsfähige SharePoint-Listen allein mit natürlicher Sprache zu erstellen. Laut Roadmap-Updates dieser Woche soll die Einstiegshürde für Datenbankmanagement gesenkt werden.
Ein Nutzer beschreibt einfach seine Anforderungen – etwa „Erstelle einen Projekt-Tracker mit Spalten für Priorität, Verantwortlichen und Fälligkeitsdatum“ – und erhält sofort eine einsatzbereite Liste. Doch der Agent kann mehr: Er interpretiert auch strukturierte Inhalte, die von Copilot generiert wurden. Bestehende Datenstrukturen aus Chats oder Tabellen anderer Copilot-fähiger Apps wandelt er direkt in eine SharePoint-Liste um.
Die Funktion zielt gezielt auf das Problem des „Ad-hoc“-Datenmanagements ab. Indem Microsoft die Erstellung verwalteter Listen einfacher macht als das Öffnen einer neuen Tabellenkalkulation, will der Konzern die Abhängigkeit von unkontrollierten Dateien reduzieren, die oft den Organisationsspeicher verstopfen. Verfügbar sein wird das Feature für alle Nutzer mit einer Microsoft-365-Copilot-Lizenz; der Rollout soll bis Ende Februar abgeschlossen sein.
Dokumente automatisch aus Formularen
In einer separaten, aber verwandten Entwicklung kündigte Microsoft am 15. Januar Structured Document Generation with Forms an. Dieses Feature, dessen Auslieferung Anfang Februar 2026 beginnen soll, adressiert die langjährige Herausforderung der Template-Governance.
Das neue Tool erlaubt es Prozessverantwortlichen, Microsoft-Forms direkt mit genehmigten SharePoint-Vorlagen zu verknüpfen – etwa für Verträge, HR-Vereinbarungen oder Projektvorschläge. Statt ein Word-Dokument manuell zu bearbeiten und Risiken für Formatierungsfehler oder veraltete Klauseln einzugehen, füllen Mitarbeiter einfach ein Formular aus. Die KI mappt die Antworten dann auf die Vorlage und erzeugt automatisch ein standardisiertes, konformes Dokument.
Laut den offiziellen Release Notes (Roadmap ID 545896) soll diese Fähigkeit dokumentenintensive Workflows rationalisieren. Indem die Vorlagenstruktur gesperrt und die Eingabe nur über das Formular erlaubt wird, können Organisationen sicherstellen, dass kritische Dokumente rechtliche und Markenkonsistenz wahren.
Angetrieben von KI der nächsten Generation
Grundlage dieser Updates ist eine umfassende Verbesserung der Copilot-Engine. Updates vom 13. Januar deuten darauf hin, dass deklarative Agenten innerhalb von Microsoft 365 Copilot nun GPT-5-Modelle nutzen. Dieses Upgrade ermöglicht angeblich fortschrittlicheres Reasoning und verbesserte Mehrschritt-Verarbeitung.
Dieser technische Sprung ist entscheidend für die neuen SharePoint-Funktionen. Die Fähigkeit des List Agent, korrekt Spaltentypen (z.B. Währung vs. Zahl, Auswahl vs. Text) aus einer vagen Eingabeaufforderung abzuleiten, hängt stark von diesem fortgeschrittenen Kontextverständnis ab. Ähnlich nutzt der derzeit in Entwicklung befindliche „FAQ-Webpart“ diese Fähigkeiten, um Inhaltsverantwortlichen Aktualisierungen vorzuschlagen, indem er Betrachterfragen analysiert und veraltete Informationen in Echtzeit identifiziert.
Governance und Branchenimpact
Die Einführung dieser Tools hat Diskussionen über Daten-Governance und die Rolle der IT ausgelöst. Durch die Automatisierung der Erstellung von Listen und Dokumenten demokratisiert Microsoft effektiv „App-Building“-Fähigkeiten, die bisher Power-Usern oder Entwicklern vorbehalten waren.
Analysten weisen darauf hin, dass dies zwar Mitarbeiter befähigt, aber auch neue Governance-Strategien erforderlich macht. Microsoft hat darauf mit robusten Admin-Kontrollen reagiert. Das Copilot Control System wurde aktualisiert und bietet nun ein zentrales Inventar aller SharePoint-Agenten. Administratoren können so Agenten einsehen, verwalten und löschen, die nicht mehr konform oder notwendig sind.
Die Maßnahme wird zudem als direkter Gegenangriff auf die Verbreitung von „Schatten-IT“ gesehen – nicht genehmigte Tools und Tabellenkalkulationen, die Mitarbeiter nutzen, um ihre Arbeit zu erledigen. Indem Microsoft diese Fähigkeiten direkt in die vertraute SharePoint-Umgebung integriert, können Organisationen Daten innerhalb ihres Sicherheitsperimeters halten und dennoch die Flexibilität bieten, die Nutzer fordern.
Ausblick: Von der statischen Ablage zur aktiven Plattform
Der Rollout für den SharePoint List Agent soll bis Ende Februar 2026 abgeschlossen sein, das Structured Document Generation Feature folgt einem ähnlichen Zeitplan.
Weiter in die Zukunft blickend deutet die Roadmap auf fortgesetzte Investitionen in „agentische“ Workflows hin. Eine „SharePoint Agent Analytics“-Funktion für Microsoft Viva ist für März 2026 geplant. Sie wird es Organisationen ermöglichen, die ROI dieser Agenten zu messen, indem Nutzung und Adoptionsraten verfolgt werden.
Wenn diese Tools zum Standard werden, dürfte sich der Fokus für IT-Abteilungen verlagern: vom Erstellen von Lösungen hin zum Steuern der KI-Agenten, die sie erstellen. Mit der Integration von GPT-5 und der Automatisierung struktureller Aufgaben entwickelt sich SharePoint von einem statischen Repository zu einer aktiven, intelligenten Plattform, die sich selbst um die Bedürfnisse des Nutzers herum organisiert.
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