Microsoft, KI-Agenten

Microsoft setzt mit KI-Agenten und Identitätsschutz neue Sicherheitsstandards

11.02.2026 - 02:33:12

Microsoft verstärkt seine Cybersicherheit mit KI-Automatisierung und verschärften Identitätskontrollen, um KI-gestützte Angriffe abzuwehren und den Fachkräftemangel auszugleichen.

Microsoft startet eine umfassende Sicherheitsoffensive mit KI-gesteuerter Automatisierung und verschärften Identitätskontrollen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die wachsende Bedrohung durch KI-gestützte Cyberangriffe zu bekämpfen und den Fachkräftemangel in Sicherheitsteams auszugleichen. Für deutsche Unternehmen, die zunehmend Ziele von Attacken sind, könnten diese integrierten Lösungen entscheidend werden.

Februar-Updates patchen 54 Lücken – darunter sechs Zero-Day-Exploits

Den Auftakt bildeten die kritischen „Patch Tuesday“-Updates vom Februar 2026. Microsoft schloss damit 54 Sicherheitslücken in Windows, Office, Azure und Exchange. Besonders brisant: Sechs der behobenen Schwachstellen waren bereits als Zero-Day-Exploits im Umlauf und wurden aktiv von Angreifern genutzt. Die Bandbreite reichte von Remote-Code-Ausführung bis zum Umgehen von Sicherheitsfunktionen. Diese umfangreiche Patche-Welle unterstreicht die Dringlichkeit regelmäßiger Updates.

Parallel kündigte der Konzern tiefgreifende Plattform-Verbesserungen an. Das Ziel ist ein geschlossenes Sicherheitsökosystem, das vom Endgerät bis in die Cloud reicht. „Die Verteidigung beginnt bei der Identität“, lautet dabei die zentrale Maxime.

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Identität wird zur neuen Sicherheitsgrenze

Im Rahmen seiner Zero-Trust-Strategie rüstet Microsoft seinen Identity-Dienst Entra ID massiv auf. Eine Neuerung trifft kompromittierte Mobilgeräte: Wird ein Jailbreak oder Root-Zugriff erkannt, löscht die Microsoft Authenticator App automatisch die gespeicherten Entra-Anmeldedaten. Das soll verhindern, dass gehackte Smartphones als Einfallstor in Firmennetze dienen.

Für Administratoren wird die Kontrolle vereinfacht. Der Befehl „MFA-Sitzungen widerrufen“ wird durch eine umfassendere „Sitzungen widerrufen“-Aktion ersetzt. Damit lassen sich alle aktiven Sitzungen eines Nutzers auf einen Schlag beenden – unabhängig von der verwendeten Authentifizierungsmethode. Ab März 2026 will Microsoft zudem den Weg zu passwortfreier Anmeldung ebnen. Entra ID aktiviert dann automatisch Passkey-Profile.

KI-Agenten übernehmen die Routine im Security Operations Center

Die zweite Säule der Offensive ist „Agentic Automation“. Dabei übernehmen KI-Assistenten repetitive Aufgaben in der Sicherheitsüberwachung. Herzstück ist der Microsoft Security Copilot, der direkt in die Sicherheitsprodukte integriert ist. Ein Phishing-Triage-Agent kann beispielsweise verdächtige E-Mails eigenständig analysieren und kategorisieren. Das entlastet die SOC-Mitarbeiter und beschleunigt die Reaktion.

Ein Durchbruch für die Kontrollierbarkeit solcher KI-Helfer gelang im Februar: Microsoft Defender unterstützt nun in einer öffentlichen Vorschau Entra Agent IDs. Diese vergeben eine eindeutige, verwaltbare Identität für jeden KI-Agenten. Sicherheitsteams können die nicht-menschlichen Akteure so überwachen und steuern wie normale Benutzerkonten. Das verhindert unkontrolliertes Wachstum („Agent Sprawl“) und sichert die Automatisierung selbst.

Windows wird transparenter, die Bedrohungslage komplexer

Auch das Betriebssystem erhält grundlegende Verbesserungen. Seit dem 10. Februar liefert Windows bei Zugriffsversuchen auf sensible Ressourcen wie Kamera, Mikrofon oder Dateien klarere und häufigere Hinweise für Nutzer. Schadsoftware soll so schwerer unbemerkt operieren können.

Der konzertierte Vorstoß ist eine direkte Antwort auf zwei Trends: die Nutzung von KI durch Angreifer und den globalen Mangel an Cybersicherheitsexperten. Microsoft setzt auf Automatisierung, um mit der Geschwindigkeit maschinengenerierter Bedrohungen Schritt halten zu können. Die Integration aller Tools – von Entra über Defender bis zum SIEM-System Sentinel – soll Datensilos aufbrechen und kontextbezogene Abwehr ermöglichen.

Ausblick: Die Sicherheit der Zukunft ist autonom und identitätszentriert

Die Richtung ist vorgegeben. Microsoft wird die KI-Integration in den kommenden Monaten weiter vertiefen. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Abwehr von Angriffen, sondern zunehmend auf der Absicherung der eigenen KI-Pipeline. Die Verwaltung nicht-menschlicher Identitäten wird zur Kernaufgabe, ähnlich wie heute die Benutzerverwaltung. Für Unternehmen bedeutet das: Die Sicherheitsarchitektur der Zukunft setzt auf intelligente Automatisierung – gesichert durch eine unüberwindbare Identitätsgrenze.

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