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Microsoft schließt OneDrive- und SharePoint-Einzelpläne

14.02.2026 - 05:09:12

Microsoft stellt die Einzelabos für OneDrive for Business und SharePoint Online schrittweise ein und verpflichtet Unternehmen zum Umstieg auf umfassendere Microsoft-365-Bundles.

Microsoft verabschiedet sich von reinen Cloud-Speicher-Abos und zwingt Unternehmen in sein Ökosystem. Die Einzelpläne für OneDrive for Business und SharePoint Online werden schrittweise eingestellt – ein strategischer Schachzug, der Kunden in die teureren Microsoft 365-Pakete drängt.

Auslaufmodell Einzellösung: Die Zeit läuft ab

Der Tech-Riese begründet die Entscheidung mit sinkender Nachfrage, hohen Betriebskosten und „unbeabsichtigter Nutzung“ der Pläne als reine Billig-Speicherlösung. Die Ausmusterung folgt einem klaren Zeitplan:
* Verkaufsstopp: Ab dem 1. Juni 2026 können neue Kunden die Einzelpläne nicht mehr erwerben.
* Verlängerungsstopp: Bestandskunden können ihre Abos nach Januar 2027 nicht mehr verlängern. Laufende Verträge werden bis zum Ende erfüllt.
* Dienstende: Spätestens im Dezember 2029 werden alle Einzelpläne vollständig abgeschaltet.

Für Unternehmen, die noch die Pläne 1 oder 2 nutzen, wird es damit eng. Sie müssen ihre Strategie überdenken und in die umfassenderen Microsoft-365-Suiten wechseln.

Der neue Vergleich: Welches Bundle passt?

Statt zwischen einfachen Speicher-Tarifen zu wählen, müssen sich Firmen nun für ein komplettes Paket entscheiden. Microsoft positioniert seine Bundles als einzigen Weg zu OneDrive und SharePoint.

Die Wahl fällt künftig zwischen:
* Microsoft 365 Business Basic: Enthält OneDrive, SharePoint, Teams und Web-Apps.
* Microsoft 365 Business Standard: Bietet zusätzlich die Desktop-Versionen der Office-Apps.
* Microsoft 365 E3/E5: Enterprise-Pläne mit erweiterten Sicherheits- und Analyse-Tools.

Die Konsequenz ist klar: Statt weniger Euro für reine Speicherkapazität zu zahlen, investieren Unternehmen nun in ein umfassendes Ökosystem – und binden sich damit enger an Microsoft.

Strategie hinter der Konsolidierung: Mehr Umsatz, weniger Auswege

Diese Entscheidung ist kein Zufall, sondern Teil einer klaren Strategie. Microsoft konsolidiert seine Kundschaft in der profitableren und „klebrigeren“ Microsoft-365-Plattform. Indem einfache Einstiegsoptionen wegfallen, steigt die Nutzung des gesamten Service-Portfolios. Das schafft ein integriertes Nutzererlebnis, aus dem ein Wechsel schwerer fällt.

Die Integration geht noch weiter: Kürzlich stellte Microsoft KI-gestützte „Agents“ in OneDrive vor, die Dokumente zusammenfassen und kontextualisieren können. Doch um diese Agents zu nutzen, ist eine Microsoft 365 Copilot-Lizenz nötig – ein weiterer starker Anreiz für ein Upgrade. Zukünftige KI-Innovationen werden so direkt an die Premium-Pakete geknüpft.

Was betroffene Unternehmen jetzt tun müssen

Die Uhr tickt. Obwohl das endgültige Dienstende erst 2029 ist, rückt die Verlängerungssperre im Januar 2027 schnell näher. IT-Verantwortliche sollten jetzt handeln:

  1. Bestand analysieren: Identifizieren Sie alle Nutzer und Abteilungen, die noch die Einzelpläne verwenden. Microsoft will bis Ende Februar 2026 Tools bereitstellen, um betroffene Kunden leichter zu finden.
  2. Bedarf bewerten: Braucht das Unternehmen wirklich nur einfachen Speicher? Oder können die zusätzlichen Kollaborations-Tools in Microsoft 365 einen Mehrwert bieten?
  3. Migration planen: Für reine Speicherbedarfe kündigt Microsoft neue Optionen an, darunter SharePoint-Speicher-Add-ons und ein „Pay-As-You-Go“-Modell für die erste Hälfte 2026. Für die meisten anderen bleibt nur der Umstieg auf ein passendes Microsoft-365-Paket.
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Die Botschaft ist eindeutig: Die Zukunft der Cloud liegt für Microsoft nicht in isolierten Diensten, sondern in intelligenten, vernetzten Arbeitsumgebungen – für die Firmen deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.

@ boerse-global.de

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