Microsoft: Q3-Zahlen am 29. April nach Börsenschluss
29.04.2026 - 17:08:54 | boerse-global.deStarke Quartalszahlen reichen bei Microsoft schon lange nicht mehr aus. Das hat der Januar bewiesen — und heute Abend könnte sich das Muster wiederholen.
Nach Börsenschluss am 29. April 2026 veröffentlicht Microsoft seine Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 4,06 Dollar bei einem Umsatz von 81,3 Milliarden Dollar. Das wäre ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahresquartal mit 3,46 Dollar EPS und 70,1 Milliarden Dollar Umsatz. Das Unternehmen selbst hat eine Umsatzspanne von 80,65 bis 81,75 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.
Die Lektion aus Q2: Ein Beat schützt nicht vor Kursverlusten
Im Januar meldete Microsoft besser als erwartete Zahlen — und die Aktie brach am Folgetag trotzdem um fast zehn Prozent ein. Der Grund: Azure-Wachstum von 39 Prozent, einen Prozentpunkt weniger als im Vorquartal. Für Investoren war das genug, um zu verkaufen.
Seither hat die Aktie mehr als 20 Prozent verloren und hinkt den anderen Schwergewichten im Technologiesektor hinterher. Aktuell notiert das Papier bei rund 366 Euro — knapp 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen Sommer und noch deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts.
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Azure: Der einzige Datenpunkt, der zählt
Das Management hat für Q3 ein Azure-Wachstum von 37 bis 38 Prozent in konstanten Währungen in Aussicht gestellt. Das ist der dritte sequenzielle Rückgang in Folge: 40 Prozent, dann 39, jetzt 37 bis 38. Ob dieser Trend strukturell ist oder durch knappe GPU-Kapazitäten erklärt werden kann, ist die entscheidende Frage des Abends.
Das Management selbst hatte auf dem Q2-Call argumentiert, Azure hätte ohne Lieferengpässe bei Grafikprozessoren über 40 Prozent wachsen können. Bank-of-America-Analyst Tal Liani stützt diese Lesart: Er sieht das Wachstum weiterhin durch Kapazitätsengpässe gebremst, nicht durch mangelnde Nachfrage. Evercore-Analyst Kirk Materne formuliert es pragmatischer — für ihn wäre ein Wachstum am oberen Ende der Guidance, also rund 38 Prozent, schlicht "gut genug".
Capex frisst Free Cashflow
Microsoft investiert in diesem Geschäftsjahr mehr als 100 Milliarden Dollar in Infrastruktur, ein erheblicher Teil davon in GPUs und KI-Hardware. Diese Ausgaben drücken die Free-Cashflow-Marge von rund 25 Prozent im Vorjahr auf geschätzte 21,5 Prozent in FY2026.
Das Paradox: Auf der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zeigt Microsoft operative Hebelwirkung — das operative Ergebnis wächst schneller als der Umsatz. Im Cashflow-Statement sieht die Welt anders aus.
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Copilot und der Druck der Erwartungen
Microsofts KI-Assistent Copilot kommt auf 15 Millionen zahlende Nutzer — gemessen an der kommerziellen Microsoft-365-Basis von rund 450 Millionen Nutzern ein überschaubarer Anteil. Bei einem Preis von 30 Dollar pro Nutzer und Monat ist das Potenzial enorm, die bisherige Durchdringung aber gering. Neue Angaben zur Nutzungsentwicklung dürften entsprechend aufmerksam verfolgt werden.
Erschwerend kommt hinzu: Amazon, Google und Meta berichten am selben Nachmittag. Investoren werden Azure-, AWS- und Google-Cloud-Wachstum in Echtzeit vergleichen — ein Umfeld, in dem jede Abweichung sofort eingeordnet wird. Von 49 Analystenempfehlungen stehen 41 auf "Strong Buy", der Optionsmarkt preist eine Kursbewegung von sieben Prozent in beide Richtungen ein. Die Erwartungslatte liegt hoch.
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