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Microsoft Publisher: Aus nach über 30 Jahren

21.02.2026 - 23:09:11 | boerse-global.de

Microsoft stellt den Support für sein Desktop-Publishing-Programm Publisher im Herbst 2026 ein. Nutzer müssen bestehende Projekte konvertieren und auf Alternativen umsteigen.

Microsoft stellt den Support für sein Desktop-Publishing-Programm Publisher im Herbst 2026 ein. Für Millionen Nutzer endet damit eine Ära.

Das Unternehmen kündigte an, dass Microsoft Publisher ab Oktober 2026 nicht mehr in Microsoft 365 enthalten sein und auch keinen Support mehr erhalten wird. Für viele kleine Unternehmen, Vereine und Privatanwender war die Software seit 1991 der einfache Einstieg, um Flyer, Broschüren oder Newsletter zu gestalten. Ab dem Stichtag werden keine Sicherheitsupdates mehr folgen, und die speziellen .pub-Dateien lassen sich nicht mehr öffnen.

Nutzer mit Abonnements sehen bereits Warnhinweise in der Anwendung. Microsoft rät dringend, bestehende Projekte in Formate wie PDF zu konvertieren. Wer eine einmalige Lizenz besitzt, kann Publisher zwar weiter nutzen – aber auf eigenes Risiko und ohne Schutz vor Sicherheitslücken.

Vom Desktop-Programm zur Cloud-Ära

Das Aus für Publisher spiegelt einen grundlegenden Branchentrend wider: Weg von isolierten Desktop-Anwendungen, hin zu integrierten, cloud-basierten Kreativ-Plattformen. Publisher war für seine Einfachheit bekannt, konnte aber nie mit professioneller Software wie Adobe InDesign mithalten.

Als Nachfolger empfiehlt Microsoft nun seine eigenen Tools: Microsoft Word und PowerPoint für einfache Dokumente sowie den KI-gestützten Microsoft Designer für anspruchsvollere Grafiken. Letzterer nutzt künstliche Intelligenz, um schnell Designs für soziale Medien oder Webseiten zu generieren – ganz im Trend der heutigen, schnellen Content-Erstellung.

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Die besten Alternativen für Publisher-Nutzer

Welche Software kann die Lücke füllen? Die Auswahl ist groß und reicht von kostenlosen Online-Tools bis zur Profi-Software.

  • Canva gilt als nahtloser Ersatz. Die benutzerfreundliche, browserbasierte Plattform mit ihrer riesigen Vorlagen-Bibliothek ist ideal für Einsteiger und kleine Teams. Drittanbieter bieten sogar Tools an, um .pub-Dateien in bearbeitbare Canva-Designs umzuwandeln.
  • Adobe Express (ehemals Adobe Spark) bietet eine kostenlose Version mit hochwertigen Vorlagen und ist eine gute Wahl für anspruchsvolle Laien und Freiberufler.
  • Profis setzen weiterhin auf den Branchenstandard Adobe InDesign oder das günstigere Affinity Publisher (Einmalkauf statt Abo).
  • Eine kostenlose, leistungsstarke Open-Source-Alternative ist Scribus, das ähnlich wie Publisher mit Textrahmen arbeitet, aber eine höhere Lernkurve hat.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Das Ende von Publisher markiert den endgültigen Abschied von einer bestimmten Ära des Desktop-Publishing. Die Zukunft gehört kollaborativen, KI-gestützten Workflows in der Cloud. Für langjährige Nutzer ist der Wechsel zwar eine Herausforderung, doch die modernen Alternativen bieten oft mehr Funktionen und Flexibilität.

Die wichtigste Aufgabe für Nutzer jetzt: Rechtzeitig Projekte archivieren und .pub-Dateien konvertieren, bevor der Oktober 2026 naht und wichtige Inhalte unzugänglich werden.

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