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Microsoft PowerPoint: Vom Folien-Design zur Strategie-Maschine

07.01.2026 - 14:31:12

Microsofts neue 'Explain'-Funktion und Work IQ verändern PowerPoint grundlegend: Präsentationen werden zu interaktiven Strategieplattformen, die Entscheidungen beschleunigen.

Die Ära des „Death by PowerPoint“ geht zu Ende – nicht weil Folien verschwinden, sondern weil der Fokus sich radikal verschiebt: weg vom perfekten Design, hin zum strategischen Verständnis. Mit einer Serie von Updates, die diese Woche starteten, verändert Microsoft grundlegend, wie Fachkräfte mit Präsentationssoftware arbeiten. Die Einführung der „Explain“-Funktion, angetrieben vom neuen GPT-5.2-Modell, markiert einen Wendepunkt. Die Botschaft an Führungskräfte ist klar: Der Wert einer Präsentation liegt nicht mehr in den Folien selbst, sondern in der strategischen Intelligenz, die sie vermittelt.

„Explain“: Demokratisierung strategischer Einsichten

Seit Dienstag berichten Analysten über eine bahnbrechende Neuerung in PowerPoint: das „Explain“-Feature. Anders als bisherige KI-Tools, die Texte generieren oder Folien formatieren, soll „Explain“ komplexe visuelle Informationen in Echtzeit entschlüsseln.

Laufenden Demonstrationen zufolge können Nutzer damit direkt aus ihrer Präsentation heraus Fragen zu dichten Datencharts, Architekturdiagrammen oder mehrschichtigen Strategieplänen stellen. Dies schafft einen bidirektionalen Informationsfluss: Präsentatoren prüfen ihre eigenen Folien auf Verständlichkeit, während das Publikum (mit Dateizugriff) Wissenslücken schließen kann, ohne den Meeting-Fluss zu unterbrechen.

Die Entwicklung adressiert eine alte Ineffizienz: die kognitive Last, die für die Interpretation anspruchsvoller Folien nötig ist. Indem der „Decoding“-Prozess an die KI ausgelagert wird, können Meetings schneller zu Entscheidungsfindung und strategischer Debatte übergehen. Die Rolle des Präsentators verschiebt sich vom „Folienvorleser“ zum „Strategie-Moderator“.

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GPT-5.2 und „Work IQ“: Kontext wird zum neuen Content

Diese neuen Fähigkeiten speist die Integration von GPT-5.2 in Microsoft Copilot. Das Upgrade zielt weniger auf rohe Generierungsleistung, sondern vielmehr auf kontextuelle Nuancen ab.

Hand in Hand damit führt Microsoft das Konzept „Work IQ“ ein. Es erlaubt Copilot, die umfassende Chat-Historie und Arbeitsmuster eines Nutzers zu nutzen, um seine Ausgabe maßzuschneidern. Im Kontext von PowerPoint bedeutet das: Die KI fasst nicht nur eine Präsentation zusammen, sondern kontextualisiert sie basierend auf früheren Projekten, dem Kommunikationsstil und der Rolle im Unternehmen.

Eine strategische Präsentationsvorbereitung beinhaltet nun das „Pre-Flighting“ gegen Work IQ. Ein Präsentator kann Copilot fragen, wie ein bestimmter Stakeholder – basierend auf früheren Interaktionen – auf eine vorgeschlagene Strategiefolie reagieren könnte. Diese prädiktive Fähigkeit ermöglicht ein Vorbereitungsniveau, das zuvor ohne aufwändige menschliche Proben unmöglich war.

Das Agenten-Ökosystem: Von der Folie zur Aktion

Die dritte Säule der strategischen Wende ist die Erweiterung des „Agent“-Ökosystems in Microsoft 365. Besonders relevant für die strategische Umsetzung ist der „People Agent“.

Statt ein statisches Artefakt zu sein, das mit Meeting-Ende verblasst, kann eine Präsentation mit dem People Agenten zum dynamischen Startpunkt werden. Schlägt eine Folie eine neue Marketing-Initiative vor, kann der Agent angeblich die Organisation scannen, um die richtigen Ansprechpartner für die Aufgabe zu empfehlen. So wird aus einer PowerPoint-Folie eine dynamische Launch-Plattform für Projekte.

Diese Integration schließt die oft kritisierte „Umsetzungslücke“ zwischen Strategiepräsentation und tatsächlicher Ausführung. Sie unterstreicht den Trend, dass moderne Produktivität von der Vernetzung von Assets lebt, nicht von der Erstellung isolierter Dokumente.

Hintergrund: Copilot-Rebranding und Support-Ende

Diese zukunftsweisenden Updates kommen in eine breitere Diskussion um Microsofts Branding-Strategie. Am 6. Januar jährte sich die Umbenennung in „Microsoft 365 Copilot“. Wandelte der Name anfangs Verwirrung, unterstreicht seine Beibehaltung nun den Kurs: KI als primäre Schnittstelle. Der Wechsel von „Office“ (eine Tool-Sammlung) zu „Copilot“ (eine Assistenten-Sammlung) spiegelt den Shift vom „Folien-Erstellen“ zum „Strategie-Vermitteln“.

Zugleich treibt ein anderer Faktor die Adoption voran: das nahende Ende des Supports für ältere Software-Versionen. Office 2021 und Windows 11 24H2 gehen 2026 in die finale Support-Phase. Dieser „Sunset“ zwingt zögerliche Unternehmen zur Migration in die cloud-basierte, KI-integrierte Suite – und modernisiert so zwangsläufig Präsentationsstrategien weltweit.

Ausblick: Das Ende statischer Präsentationen

Die Grenze zwischen „Dokument“ und „Präsentation“ wird weiter verschwimmen. Mit Tools wie „Explain“ und Work IQ wird eine PowerPoint-Datei weniger zur visuellen Hilfe, sondern mehr zu einer strukturierten Datenbank strategischer Absichten.

Branchenbeobachter prognostizieren, dass noch im ersten Quartal 2026 „Agenten-gesteuerte“ Präsentationen zum Standard werden könnten. Dabei partizipieren KI-Agenten aktiv an Meetings, um Daten bereitzustellen, Folien-Fragen zu beantworten und Follow-up-Aufgaben in Echtzeit zuzuweisen. Die jüngst auf 40.000 Wörter erhöhten Limits der „Narrative Builder“-Funktion deuten an: Die Zukunft von PowerPoint liegt nicht in Kürze, sondern in der Fähigkeit, massive Informationsmengen in kohärente, umsetzbare Strategien zu synthetisieren.

Für Fach- und Führungskräfte ist die Marschroute klar: Die Beherrschung von PowerPoint bedeutet nicht länger, Animationen oder Übergänge zu meistern. Es geht darum, das KI-Ökosystem rund um das Deck zu beherrschen – und sicherzustellen, dass jede Folie zum Kanal für klare, umsetzbare und datengestützte Strategie wird.

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