Microsoft Planner ersetzt Kommentare durch Teams-Chat
04.01.2026 - 00:21:12Microsoft stellt die Zusammenarbeit in seiner Task-Management-Plattform auf den Kopf. Ab Mitte Januar 2026 wird die klassische Kommentarfunktion durch einen integrierten „Task Chat“ auf Basis von Microsoft Teams abgelöst. Das bestätigen aktuelle Roadmap-Updates des Konzerns.
Der Kern des Updates ist radikal: Microsoft pensioniert das veraltete, auf Exchange basierende Kommentarsystem. Stattdessen führt es den „Task Chat“ ein. Konkret bedeutet das: Diskussionen zu Aufgaben werden nicht länger als E-Mail-Threads im Gruppen-Postfach gespeichert. Sie laufen künftig direkt über Microsoft Teams.
Hintergrund ist jahrelanges Nutzer-Feedback. Die alte Kommentarfunktion bot kaum Formatierungsoptionen und nur eingeschränkte Benachrichtigungen. Der Wechsel soll die Zusammenarbeit im gesamten Microsoft-365-Ökosystem nahtloser machen. Für Nutzer des kostenlosen „Basic“-Plans verschwindet das Kommentarfeld komplett.
Unternehmen stehen vor dem Problem, dass historische Kommentare künftig in Outlook-Archiven liegen – und bei Audits nicht direkt auf der Task‑Karte verfügbar sind. Wenn Outlook nicht korrekt eingerichtet ist, drohen Zugriffsprobleme und verlorener Kontext. Der kostenlose Outlook‑Spezialkurs erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Outlook richtig aufsetzen, Archive zugänglich machen und Synchronisation mit Mobilgeräten sicherstellen, damit wichtige Kommentare jederzeit verfügbar bleiben. Outlook in Rekordzeit einrichten – kostenlosen Guide herunterladen
Mehr Funktionen, aber mobile Lücke
Der neue Chat bringt endlich moderne Kollaborations-Tools in den Planner. Nutzer können Texte fett oder kursiv formatieren und Listen einfügen. Direkte @Erwähnungen lösen zudem Benachrichtigungen im Teams-Aktivitätsfeed aus – nicht nur per E-Mail.
Doch der Übergang hat Tücken. Eine entscheidende Einschränkung betrifft die mobile Nutzung: In der ersten Phase werden die neuen Chat-Nachrichten nicht in den Planner-Apps für iOS und Android sichtbar sein. Mobile Nutzer sehen weiter das alte Interface, können aber unter Umständen nicht am neuen Teams-Chat teilnehmen.
Zudem wandern alte Kommentare nicht in den neuen Chat. Microsoft stellt stattdessen einen Link bereit, der die Archiv-Kommentare in Outlook öffnet. Der historische Kontext bleibt so erhalten, ist aber nicht mehr direkt auf der Task-Karte sichtbar.
Großreinemachen im Funktionsumfang
Die Chat-Einführung ist Teil einer größeren Bereinigung. Parallel werden weitere Integrationen eingestellt. Die „Whiteboard“-Registerkarte für Premium-Pläne fällt weg. Gleiches gilt für den iCalendar-Feed, über den sich Aufgaben bisher in externe Kalender einbinden ließen.
Analysten deuten dies als strategische Konsolidierung. Microsoft bündelt seine Projektmanagement-Tools und lenkt Nutzer gezielt zum „New Planner“. Diese Oberfläche vereint Microsoft Project, To Do und den klassischen Planner in einer Schnittstelle.
Was der Wechsel für Administratoren bedeutet
Die Architektur-Änderung ist tiefgreifend. Bisher hing Planner für Kommentare von Exchange Online ab – ein Stolperstein für Firmen mit komplexen Mailbox-Richtlinien. Durch die Verlagerung der Gespräche in den Teams-Speicher reduziert Microsoft diese Abhängigkeit.
IT-Administratoren sollten sich vorbereiten. Die „Task Chat“-Funktion wird voraussichtlich standardmäßig aktiviert. Die unterschiedlichen Erfahrungen auf Desktop und Mobilgeräten während der Übergangsphase erfordern klare interne Kommunikation.
Unternehmen, die alte Kommentare für Audits oder Prozessdokumentation nutzen, müssen den Zugriff auf die Outlook-Archive sicherstellen. Die Modernisierung verspricht zwar flüssigere Chats, der Bruch mit der historischen Kontinuität ist jedoch deutlich.
Teams wird zum zentralen Hub
Die Verschmelzung von Planner und Teams war seit langem absehbar. Dieses Update zementiert Teams als Drehscheibe für aufgabenbezogene Kommunikation. Nach Abschluss des Rollouts im Februar 2026 dürften weitere Integrationen folgen.
Denkbar sind etwa KI-gestützte Zusammenfassungen der Task-Chats durch Microsoft Copilot. Die KI ist in den letzten Monaten bereits aggressiv in die 365-Suite integriert worden.
Bis dahin erleben Nutzer ab diesem Monat eine hybride Welt: Der historische Kontext schlummert in Outlook, die aktive Zusammenarbeit läuft künftig über Teams.
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