Microsoft, Notfall-Patches

Microsoft: Notfall-Patches nach fehlerhaften Sicherheitsupdates

22.01.2026 - 23:24:12

Ein umfangreicher Microsoft-Patch führte zu kritischen Fehlern wie Abstürzen und ausgefallenen Remote-Zugängen. Der Konzern reagierte mit Notfall-Updates, um die Stabilität wiederherzustellen.

Ein umfangreiches Sicherheitsupdate von Microsoft sorgte für massive Probleme: Systeme ließen sich nicht mehr herunterfahren, und Remote-Zugriffe brachen zusammen. Der Konzern musste mit Notfall-Patches reagieren.

Die geplanten Sicherheitsupdates vom 13. Januar, die über 100 Schwachstellen schließen sollten, führten bei zahlreichen Nutzern zu kritischen Betriebsstörungen. Betroffen waren sowohl private Windows-11-PCs als auch Unternehmensnetzwerke. Microsoft veröffentlichte daraufhin außerplanmäßige Korrekturen, um die Stabilität wiederherzustellen.

Kritische Sicherheitslücken und ein aktiver Zero-Day-Angriff

Das ursprüngliche „Patch Tuesday“-Update war dringend notwendig. Es behebt 114 Sicherheitslücken, darunter acht als „kritisch“ eingestufte. Besonders brisant: Die Schließung einer Zero-Day-Schwachstelle (CVE-2026-20805), die bereits aktiv ausgenutzt wurde. Diese Lücke im Windows-Desktop-Fenster-Manager hätte Angreifern den Zugriff auf sensible Systemspeicher-Daten ermöglicht.

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„Solche Updates sind ein Drahtseilakt zwischen Sicherheit und Stabilität“, kommentiert ein IT-Sicherheitsexperte. „Die Dringlichkeit, aktive Zero-Day-Angriffe zu stoppen, ist enorm. Doch die Komplexität der Systeme macht fehlerfreie Patches zur Herausforderung.“

Die folgenschweren Nebenwirkungen: Herunterfahren und Remote-Desktop unmöglich

Kurz nach der Installation meldeten Nutzer schwerwiegende Probleme. Ein Bug verhinderte auf einigen Windows-11-23H2-Systemen das korrekte Herunterfahren oder den Ruhemodus – die Geräte starteten stattdessen neu.

Für Unternehmen war ein anderes Problem katastrophal: Die Authentifizierung für Remote-Desktop-Verbindungen brach komplett zusammen. Dienste wie Azure Virtual Desktop und Windows 365 waren nicht mehr erreichbar, was die Arbeit in vielen Firmen lahmlegte. Zudem gab es Berichte über einfrierende Outlook-Clients und Probleme mit Tastatur und Maus.

Microsofts Reaktion: Außerplanmäßige Notfall-Updates

Als Reaktion auf die Flut von Meldungen veröffentlichte Microsoft um den 17. Januar mehrere Out-of-Band (OOB) Updates. Diese Notfall-Patches zielen nicht auf neue Sicherheitsbedrohungen, sondern korrigieren ausschließlich die von den Januar-Updates verursachten Funktionsfehler.

Die wichtigsten Korrekturen sind:
* KB5077797 für Windows 11 23H2 behebt das Herunterfahr-Problem.
* KB5077744 für Windows 11 24H2 und 25H2 repariert die Remote-Desktop-Authentifizierung.
* Entsprechende Updates für Windows 10 und Windows Server stehen ebenfalls bereit.

Für betroffene Unternehmen stellte Microsoft zudem ein „Known Issue Rollback“ (KIR) bereit, das die fehlerhafte Funktion vorübergehend deaktiviert, bis der Patch installiert ist.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Die Situation stellt IT-Administratoren und Privatanwender vor ein Dilemma: Die Sicherheitsupdates sind essenziell, die Folgefehler aber betriebskritisch. Experten raten zu einer zweistufigen Vorgehensweise.

Zuerst müssen die Sicherheitsupdates vom 13. Januar installiert werden, um sich vor den bekannten, aktiv genutzten Angriffen zu schützen. Im Anschluss sollten umgehend die korrigierenden OOB-Patches nachinstalliert werden, um die Systemstabilität wiederherzustellen. Für Unternehmen mit umfangreicher Remote-Desktop-Nutzung hat diese Priorität höchste Dringlichkeit.

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