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Microsoft Lens: Scanner-App wird in OneDrive integriert

09.02.2026 - 05:23:12

Microsoft stellt seine beliebte Scanner-App Lens ein und integriert alle Funktionen in die OneDrive-App. Die Umstellung erfolgt schrittweise bis März 2026.

Microsoft schaltet seinen beliebten mobilen Scanner Microsoft Lens ab und bündelt alle Funktionen in der OneDrive-App. Die Strategie: Weg von Einzel-Apps, hin zum integrierten Ökosystem.

Die Umstellung läuft bereits. Bis März 2026 wird die eigenständige Lens-App vollständig eingestellt. Nutzer müssen dann auf den Scanner in OneDrive umsteigen. Der Prozess erfolgt schrittweise, um Anwender nicht zu überrumpeln.

Aus für den Download: Der Zeitplan

Seit dem 9. Januar 2026 läuft der offizielle Abschiedsprozess für die App, die allein auf Android über 50 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Die wichtigsten Daten im Überblick:

Ab 9. Februar 2026 ist Microsoft Lens nicht mehr im Apple App Store oder Google Play Store verfügbar. Neue Installationen sind dann nicht mehr möglich. Nutzer mit bereits installierter App haben eine letzte Gnadenfrist.

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Die Funktion zum Erstellen neuer Scans in der Lens-App wird am 9. März 2026 endgültig deaktiviert. Danach ist die App nutzlos.

Bestehende Scans bleiben laut Microsoft zugänglich – vorausgesetzt, die App ist noch installiert und der Nutzer mit dem zuletzt verwendeten Microsoft-Konto angemeldet. Allerdings gibt es dann keinen Support mehr. Das Unternehmen rät dringend dazu, wichtige Dokumente zu exportieren oder in einen Cloud-Speicher wie OneDrive zu sichern.

OneDrive wird zum neuen Scanner-Hub

Als Ersatz dient die integrierte Scan-Funktion in der mobilen OneDrive-App für iOS und Android. Sie soll ein vergleichbares Erlebnis bieten.

Nutzer tippen in OneDrive auf das Plus- oder Kamera-Symbol und wählen „Scannen“. Die Funktion übernimmt beliebte Features von Lens: Automatische Randerkennung, Perspektivenkorrektur und Bildoptimierung für lesbare Ergebnisse. Mehrseitige Dokumente lassen sich zu einer einzigen PDF zusammenfassen und direkt in einen Cloud-Ordner speichern.

Strategiewechsel: Warum Microsoft Lens sterben muss

Die Einstellung ist Teil einer größeren Strategie. Microsoft will sein Angebot bündeln und die Nutzererfahrung im Microsoft-365-Ökosystem vereinheitlichen. Statt vieler Einzel-Apps gibt es einen zentralen Hub.

Diese Integration fördert einen Cloud-first-Ansatz. Scans landen standardmäßig direkt in der Cloud – anders als bei Lens, das auch lokale Speicherung erlaubte. Die Maßnahme festigt die Rolle von OneDrive als Drehscheibe für Dokumente. Zukünftige Verbesserungen und KI-Funktionen für Dokumente werden wohl direkt in diese Plattform einfließen.

Analyse: Der Trend zum gebündelten Werkzeugkasten

Das Aus für die einst als Office Lens gestartete App zeigt einen klaren Tech-Trend: Spezialtools verschwinden in großen Plattformen. Lens war über Jahre ein schnelles, effektives Werkzeug, um Whiteboards, Visitenkarten oder gedruckten Text zu digitalisieren. Seine Beliebtheit beweist den Erfolg einfacher, fokussierter Apps.

Die Integration in OneDrive verändert den Workflow. Die Technologie ist ähnlich, aber die Nutzererfahrung ist nun Teil einer großen Dateiverwaltungs-App. Das könnte Nutzer verprellen, die die schlanke, dedizierte Lösung schätzten. Die verpflichtende Cloud-Speicherung könnte zudem Datenschutz-Bedenken wecken oder offline arbeitende Nutzer benachteiligen.

Mit der Entscheidung unterstreicht Microsoft seinen Kurs: Die Bindung an die eigenen Cloud-Dienste hat Priorität – selbst wenn dafür ein beliebtes Spezialtool geopfert wird.

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