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Microsoft Lens: Scanner-App verschwindet aus den Stores

02.02.2026 - 01:40:12

Microsoft stellt seine eigenständige Scanner-App Lens ein und verlagert die Funktionen in die OneDrive-App. Nutzer müssen bis zum 9. März umsteigen.

Die beliebte Scanner-App Microsoft Lens wird eingestellt. Nutzer haben nur noch bis zum 9. Februar Zeit, die Anwendung herunterzuladen. Microsoft verlagert die Funktionen in seine Cloud-Dienste.

Ein beliebtes Werkzeug geht in Rente

Ab dem 9. Februar 2026 ist Schluss: Microsoft entfernt seine eigenständige Scanner-App Microsoft Lens aus dem Apple App Store und Google Play Store. Der Download ist dann nicht mehr möglich. Für Millionen Nutzer, die das Tool zum Digitalisieren von Dokumenten, Quittungen oder Whiteboards schätzten, bedeutet das eine erzwungene Umstellung. Die Kernfunktionalität bleibt für bereits installierte Apps noch bis zum 9. März erhalten. Danach können nur noch gespeicherte Scans angesehen werden.

Der Schritt ist kein plötzlicher Abbruch, sondern der letzte Akt eines geplanten Auslaufens. Microsoft hatte den Zeitplan bereits Mitte Januar bekannt gegeben. Die Strategie dahinter ist klar: Das Unternehmen will seine Nutzer in die integrierte Microsoft-365-Ökosystem lenken und Einzellösungen reduzieren.

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Umstieg auf OneDrive: Cloud-first statt lokal

Als offizielle Alternative nennt Microsoft die Scan-Funktion in der OneDrive-Mobile-App. Diese ist bereits heute in der App unter einem „+“-Symbol zu finden. Der größte Unterschied für Nutzer: Während Lens Scans lokal auf dem Gerät speichern konnte, lädt die OneDrive-Lösung Dateien direkt in die Cloud hoch. Das erfordert eine Internetverbindung und Speicherplatz im Cloud-Abonnement.

Was bedeutet das konkret für bestehende Nutzer?
* Wer seine alte Scan-Historie in der Lens-App behalten möchte, darf die App nach dem 9. Februar nicht deinstallieren.
* Kritische gescannte Dokumente sollten vor dem 9. März in die Cloud oder auf einen lokalen Ordner gesichert werden.
* Für neue Scans muss der Workflow auf die OneDrive-App umgestellt werden.

Strategie: Weg von der Einzel-App, hin zum Ökosystem

Die Einstellung von Microsoft Lens, das 2014 als Office Lens startete, folgt einem branchenweiten Trend. Tech-Konzerne konsolidieren ihre Angebote und bauen „Super-Apps“ oder umfassende Plattformen. Der Vorteil für Microsoft: Die Entwicklung und Wartung wird vereinfacht, Sicherheitsupdates sind zentraler möglich und die Bindung an das eigene Ökosystem – idealerweise mit einem 365-Abo – wird gestärkt.

Die beliebte, schlanke Einzellösung muss also der Integration weichen. Lens selbst war äußerst erfolgreich und verzeichnete allein im Google Play Store über 50 Millionen Downloads. Die Integration in OneDrive bietet aber auch Vorteile: automatische Cloud-Sicherung und direkte Weiterverarbeitung in Apps wie Word oder PowerPoint.

Die Zukunft des Scannens liegt in der KI

Langfristig bereitet Microsoft mit dieser Konsolidierung den Weg für KI-gesteuerte Innovationen. Indem die Scan-Funktionen in zentrale Dienste wie OneDrive und Microsoft 365 Copilot integriert werden, können Entwicklungsressourcen gebündelt werden. Das könnte fortschrittlichere Funktionen beschleunigen, wie eine verbesserte Texterkennung (OCR), automatische Dokumentenanalyse oder intelligente Ablagesysteme.

Die Botschaft an die Nutzer ist eindeutig: Die Zukunft von Microsofts Dokumenten-Scanning liegt in den vernetzten Cloud-Diensten. Wer weiterhin scannen will, kommt an OneDrive nicht vorbei.

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