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Microsoft: Goldman Sachs prophezeit KI-Boom mit 37 Prozent Kursplus

18.01.2026 - 00:44:12

Goldman Sachs sieht in Microsofts KI-Agenten den nächsten großen Wachstumsmotor und setzt ein bullisches Kursziel. Die vertikale Integration des Tech-Konzerns soll zu sich selbst verstärkenden Produktzyklen führen.

Goldman Sachs setzt mit einem Kursziel von 655 US-Dollar ein starkes Zeichen für Microsoft. Die Investmentbank sieht in den KI-Agenten des Tech-Riesen den nächsten großen Wachstumstreiber.

Der Analyse zufolge hat der Markt den langfristigen Wert von Microsofts massiven KI-Investitionen noch nicht vollständig erfasst. Während hohe Ausgaben für Rechenzentren von manchen als Belastung gesehen werden, positioniere sich Microsoft strategisch als zentraler Akteur im Zeitalter der KI-Automatisierung. Diese Rolle als Orchestrator erinnere an den historischen Erfolg des Konzerns bei technologischen Übergängen – vom PC in die Cloud.

„Sich selbst verstärkende“ KI-Produktzyklen

Der Kern der optimistischen Prognose ist die einzigartige Integration. Microsoft decke den gesamten KI-Stack ab: von der Cloud-Infrastruktur über eigene Chips bis zur Anwendungssoftware. Diese vertikale Integration, die historisch für bessere Wirtschaftlichkeit sorgte, werde im KI-Zeitalter zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

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Das Konzept der „sich selbst verstärkenden KI-Produktzyklen“ beschreibt einen Wachstumsmotor: Die Nutzung von KI-Tools in Microsoft 365 treibe automatisch die Nachfrage nach Azure-Cloud-Diensten für Verarbeitung und Datenmanagement an. Diese Synergie schaffe eine mächtige Wachstumsdynamik, die nur wenige Konkurrenten nachahmen könnten. Die Strategie maximiere die Gewinnmöglichkeiten und begrenze gleichzeitig das Risiko, das in einer einzelnen Technologie liegt.

KI-Agenten als neuer Wachstumstreiber

Der primäre Optimismus-Treiber ist das Feld der „agentischen KI“. Im Gegensatz zu heutigen Assistenten, die auf direkte Befehle reagieren, sollen KI-Agenten komplexe, mehrstufige Aufgaben über verschiedene Anwendungen hinweg automatisieren. Microsoft habe hier mit seinen Copilot- und Agent-Orchestrierungs-Fähigkeiten eine Führungsposition.

Der Konzern bettet diese Vision bereits in sein Ökosystem ein. Mit Plattformen wie Agent 365 und Foundry erhalten Unternehmen Werkzeuge, um eigene, maßgeschneiderte KI-Agenten mit strengen Governance- und Sicherheitskontrollen zu entwickeln. Kürzliche Ankündigungen zielten bereits auf die Automatisierung komplexer Prozesse in Einzelhandel und Bildung ab. Diese agentischen Workflows sollen Microsofts gesamtes Geschäft durchdringen und den Integrationsvorteil zementieren.

Von der Strategie zu konkreten Zahlen

Goldman Sachs übersetzt die strategische Position in konkrete Finanzprojektionen. Die Einnahmen aus Azure AI könnten demnach bis zum Geschäftsjahr 2030 mit einer jährlichen Rate von 66 Prozent wachsen. In einem Best-Case-Szenario könnte der Gewinn je Aktie (EPS) bis 2030 auf über 35 US-Dollar steigen. Das entspräche einem jährlichen EPS-Wachstum von über 20 Prozent – deutlich mehr als bei anderen Tech-Giganten erwartet wird.

Diese Expansion ist teuer: Die Kapitalausgaben von Microsoft werden für 2026 auf rund 148 Milliarden US-Dollar prognostiziert, eine Vervierfachung seit 2022. Die Bank sieht diese Ausgaben nicht als Belastung, sondern als notwendige Grundlage, um einen großen Teil des erweiterten Marktes zu erobern. KI könnte den gesamten adressierbaren Softwaremarkt bis 2037 um schätzungsweise 30 Prozent vergrößern.

Hohe Erwartungen vor Quartalszahlen

Das Kursziel von 655 US-Dollar gehört zu den bullischsten an der Wall Street und liegt vor denen von Morgan Stanley (650 US-Dollar) oder Wedbush (625 US-Dollar). Es setzt hohe Erwartungen vor die nächsten Quartalszahlen am 28. Januar 2026. Anleger werden genau prüfen, ob die KI-Strategie bereits finanzielle Früchte trägt.

Die Branche beobachtet, wie Microsoft KI von einem Hilfsmittel zu einem echten Arbeitspartner weiterentwickeln will. Die Vision: KI-Agenten tief in Betriebssysteme und Anwendungen einzubetten für eine proaktivere Arbeitsumgebung. Neue Herausforderungen für Sicherheit und Kontrolle adressiert Microsoft laut Bericht mit „abgeschotteten Arbeitsbereichen“ für die Agenten.

Sollten sich die Projektionen bewahrheiten, architectiert Microsoft nicht nur den KI-Boom mit, sondern gestaltet seine nächste mehrjährige Wachstumsphase. Die erfolgreiche Einführung von KI-Agenten in Unternehmen könnte erheblichen Wert freisetzen – und den Glauben an ein 37-prozentiges Kursplus rechtfertigen.

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