Microsoft Exchange: Automatisches Archivieren löst Speicherprobleme
04.01.2026 - 00:32:12Microsoft führt für Exchange Online eine automatische Speicherverwaltung ein und startet ein zentrales Service-Dashboard. Die Updates zielen darauf ab, IT-Wartungsaufgaben zu reduzieren und die Systemstabilität zu erhöhen.
Microsoft führt für Exchange Online eine automatische Archivierung ein, um Speichergrenzen zu entschärfen. Die weltweite Rollout-Welle begann am 2. Januar 2026 und zielt vor allem auf überlastete Shared Mailboxes ab. Gleichzeitig startet ein neues, zentrales Service-Dashboard. Für IT-Teams bedeutet das weniger manuelle Wartung – und mehr Zeit für strategische Projekte.
Automatisches Archivieren verhindert Mailbox-Ausfälle
Das Herzstück des Updates ist die Funktion „Auto-Archiving for Exchange Online“. Sie greift automatisch ein, sobald eine Mailbox 95 Prozent ihres Speicherkontingents verbraucht. Das System verschiebt dann die ältesten E-Mails in ein Archivpostfach. Kritische Nachrichten, die mit einem „Never Move to Archive“-Tag markiert sind, bleiben davon unberührt.
Besonders relevant ist das für Shared Mailboxes, die in Abteilungen wie Support oder Vertrieb genutzt werden. Diese erreichen oft ihre Standardgrenzen von 50 oder 100 Gigabyte. Die Folge: E-Mail-Fluss bricht plötzlich ab, Outlook-Clients werden langsam. Bislang mussten IT-Teams manuell eingreifen – ein zeitraubender Prozess, der jetzt entfällt.
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Neues Dashboard vereinfacht die Systemüberwachung
Parallel startet ein konsolidiertes Service Health Dashboard im Microsoft Purview Portal. Es bündelt Statusmeldungen von Microsoft 365, Azure Cloud Services und Purview-Lösungen in einer einzigen Ansicht. Für Administratoren bedeutet das das Ende des mühsamen Portal-Hoppings, um Störungen zu korrelieren.
Die Echtzeit-Übersicht hilft IT-Teams, schneller zwischen server-seitigen Wartungsarbeiten und lokalen Konfigurationsproblemen zu unterscheiden. Ein großer Schritt gegen die weit verbreitete „Maintenance Fatigue“ in Systemabteilungen.
Exchange Server SE: Sicherheits-Updates stehen 2026 an
Während die Cloud-Updates im Fokus stehen, gibt es auch Neuigkeiten für lokale Installationen. Nach der Einführung der Exchange Server Subscription Edition (SE) im Vorjahr steht für das erste Halbjahr 2026 das Cumulative Update 1 (CU1) an.
Der Schwerpunkt liegt auf härteren Sicherheitsprotokollen. Geplant sind die Implementierung von Kerberos für die Server-zu-Server-Kommunikation und die Ablösung älterer Remote-Management-Protokolle durch moderne PowerShell-Standards. Diese Schritte folgen dem Trend zur „Zero Trust“-Architektur, die auch internen Datenverkehr streng authentifiziert.
Copilot wird smarter – auch offline
Auch Endanwender profitieren von den Neuerungen. Der Microsoft 365 Copilot erhält die Fähigkeit, E-Mail-Anhänge direkt in seiner Oberfläche aufzulisten und zu analysieren. Für mobile Nutzer kommt die Funktion „Voice Notes“ in die Copilot-App. Sie ermöglicht es, Offline-Gespräche als Sprachnotizen aufzunehmen. Sobald wieder eine Verbindung besteht, werden diese in durchsuchbaren, strukturierten Text umgewandelt.
Weniger Wartung, mehr Strategie
Die automatische Quoten-Verwaltung markiert einen Trend zu selbstheilender Cloud-Infrastruktur. Indem Microsoft die manuelle Überwachung von Speichergrenzen überflüssig macht, können IT-Abteilungen Ressourcen umschichten: weg von Routineaufgaben, hin zu strategischen Initiativen.
Beobachter sehen darin eine direkte Antwort auf ein Dauerthema mittlerer und großer Unternehmen. Shared-Mailbox-Limits waren dort oft ein Störfaktor. Die Updates zeigen zudem, wie Microsoft die Lücke zwischen alten On-Premises-Anforderungen und modernen Cloud-Fähigkeiten weiter schließen will.
Ausblick: Rollout läuft, CU1 kommt
Die automatische Archivierung wird im Januar schrittweise für alle globalen Mandanten freigeschaltet. Administratoren sollten jetzt ihre Aufbewahrungsrichtlinien prüfen, um sie an die neuen automatisierten Workflows anzupassen. Der nächste große Meilenstein steht mit dem Exchange Server SE CU1 später im Jahr an. Er dürfte eine Upgrade-Welle bei Unternehmen auslösen, die hybride Umgebungen betreiben.
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