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Microsoft Excel: KI-Tools jetzt auch ohne Abo erhältlich

02.01.2026 - 19:01:12

Microsoft integriert KI-Tools wie Smart Compose und Agent Mode in die Einmalkauf-Version von Excel. Die Strategie zielt auf breitere Nutzung, während immense Investitionen in KI-Infrastruktur nötig sind.

Microsoft öffnet seine KI-geladenen Excel-Funktionen für Einmalkäufer – während das Unternehmen Milliarden in künstliche Intelligenz pumpt. Der Schritt markiert eine strategische Wende im Kampf um die Datenanalyse der Zukunft.

KI für alle: Abo-Schranke fällt

Bislang waren die mächtigsten KI-Hilfen in Excel den teuren Microsoft-365-Abonnenten vorbehalten. Das ändert sich nun grundlegend. Seit dieser Woche sind Funktionen wie „Smart Compose“ und automatische Trend-Erkennung auch in der Office-2024-Home-&-Business-Lizenz enthalten. Diese „Kauf-einmal“-Version ist derzeit zu Rekordtiefstpreisen erhältlich.

Für Kleinunternehmen und Freiberufler ist das eine kleine Revolution. Sie können nun komplexe Datensätze automatisch analysieren, passende Diagrammvorschläge erhalten und Anomalien aufspüren lassen – ganz ohne monatliche Gebühren. Microsoft scheint damit gezielt jene Nutzergruppe anzusprechen, die sich bisher gegen das Abo-Modell sträubte. Ein klarer Schachzug im Wettlauf mit Konkurrenten wie Google Sheets.

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„Agent Mode“: Excel wird zum aktiven Partner

Das Herzstück der neuen Möglichkeiten ist der „Agent Mode“. Dieses Feature verwandelt Excel von einem rechenstarken Werkzeug in einen proaktiven Daten-Analysten. Nutzer können mit einfachen Sprachbefehlen komplexe Tabellen, Pivot-Reports und Auswertungen generieren lassen.

Besonders spannend: Die Nutzer haben Wahlfreiheit. Laut Berichten können sie im Agent Mode zwischen verschiedenen KI-Modellen wählen – etwa von OpenAI oder Anthropic. So lässt sich je nach Aufgabe das passende Werkzeug auswählen, ob für präzise Finanzprognosen oder kreative Datenvisualisierungen. Die Funktion „Automatische Pivot-Tabellen-Aktualisierung“ sorgt zudem dafür, dass alle Erkenntnisse stets auf dem neuesten Stand sind.

Der immense Preis der Intelligenz

Doch dieser KI-Vorsprung hat seinen Preis – und der ist astronomisch. Microsofts KI-Chef Mustafa Suleyman lieferte am 1. Januar 2026 eine ernüchternde Kostenprognose. Der Wettlauf um die leistungsfähigsten KI-Modelle und „Superintelligenz“ werde in den nächsten fünf bis zehn Jahren Hunderte Milliarden Dollar an Investitionen verschlingen.

Suleyman verglich Microsofts Operationen mit einem „modernen Bauunternehmen“, das Gigawatt an Rechenleistung errichtet, um die KI-Last zu tragen. Diese finanzielle Realität erklärt die Doppelstrategie des Konzerns: Während das teure „Copilot Business“-Abo für Unternehmen (derzeit 18 Euro pro Nutzer) die Gewinnmarge sichert, soll die Einmalkauf-Option die flächendeckende Verbreitung vorantreiben. Das Ziel ist klar: Microsoft will seine intelligente „Work IQ“-Schicht unverzichtbar machen, bevor die Konkurrenz aufschließen kann.

Konsolidierung: Fokus auf die eigenen Apps

Der Ausbau geht einher mit einer Straffung des Angebots. Ab dem 15. Januar 2026 wird Copilot nicht mehr auf WhatsApp verfügbar sein. Nutzer müssen dann auf die dedizierten Microsoft-Apps wie Excel oder die eigenständige Copilot-App zurückgreifen.

Diese Konsolidierung deutet auf einen Fokus auf sichere, unternehmensgeeignete Umgebungen hin – weg von lockeren Chat-Interfaces. Für 2026 sind weitere Verfeinerungen angekündigt, etwa am Avatar-Interface „Mico“ und eine tiefere Integration von Python in Excel. Die Definition von „Tabellenkalkulations-Kenntnissen“ wird sich damit wohl grundlegend verschieben: weg von der Beherrschung komplexer Formeln, hin zur Kunst, der KI die richtigen Fragen zu stellen.

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