Microsoft, Excel

Microsoft Excel: KI-Agenten und Live-Daten revolutionieren die Tabellenkalkulation

20.02.2026 - 14:31:12 | boerse-global.de

Microsofts großes Februar-Update macht Excel mit einem autonomen KI-Agenten, neuen Live-Importformeln und verbesserter Python-Integration zur KI-gesteuerten Analyseplattform.

Microsoft festigt mit einem großen Februar-Update die Zukunft von Excel als KI-gesteuerte Analyseplattform. Die Einführung eines autonomen Agent Mode und neuer Live-Importfunktionen verändert die Datenarbeit grundlegend.

Stabilitäts-Update legt Grundstein für KI-Revolution

Am 17. Februar 2026 veröffentlichte Microsoft das Update Version 2601 (Build 19628.20214). Es dient vor allem der Stabilität und Performance – eine notwendige Basis für die KI-Neuerungen, die den Monat prägen. Analysten sehen darin eine logische Konsequenz: Excel integriert zunehmend rechenintensive Cloud-KI direkt in die Desktop-Oberfläche. Häufige Stabilitätspatches sind daher unvermeidbar.

Agent Mode: Vom Chatbot zum strategischen Partner

Die wichtigste Neuerung ist die allgemeine Verfügbarkeit des Agent Mode für Copilot in Excel. Statt nur Fragen zu beantworten, entwickelt die KI nun eigenständige Lösungsstrategien. Nutzer können ein übergeordnetes Ziel formulieren – etwa „Analysiere die Umsatzabweichung im dritten Quartal und hebe Ausreißer hervor“. Der Agent erstellt dann einen mehrstufigen Plan, führt ihn aus und ermöglicht eine schrittweise Überprüfung.

Experten bewerten dies als Paradigmenwechsel: Copilot wird vom „Chatbot“ zum „Orchestrator“. Zu den Kernfähigkeiten gehören:
* Autonome Planung: Der Agent zerlegt vage Anfragen in konkrete Excel-Aktionen.
* Modell-Wechsel: Bestimmte Enterprise-Kunden können je nach Analyse-Komplexität zwischen KI-Modellen wie OpenAIs GPT oder Anthropics Claude wählen.
* Web-Recherche: Der Agent kann Tabellendaten mit externen Webinformationen abgleichen, etwa um Währungen mit Live-Kursen umzurechnen.

Neue Formeln ersetzen veraltete Assistenten

Für den Import von Text- oder CSV-Daten läutet Microsoft das Ende der Ära des „Textimport-Assistenten“ ein. Zwei neue dynamische Matrixfunktionen treten an seine Stelle: IMPORTTEXT und IMPORTCSV.

Der Vorteil: Daten lassen sich nun per Formel direkt in die Tabelle ziehen, ohne umständliche Dialoge. Da es sich um dynamische Arrays handelt, füllen sich angrenzende Zellen automatisch. Ändert sich die Quelldatei, aktualisieren sich die Werte in Echtzeit.

Produktivitäts-Tipp: Kombiniert man diese Funktionen mit SORTBY oder FILTER, entstehen „Live“-Dashboards. Diese können Rohdaten einlesen, bereinigen und visualisieren – ganz ohne Power Query zu öffnen. Für Finanz- und Operations-Experten vereinfacht das Workflows, für die sie früher komplexe Makros benötigten.

Python in Excel: Reifere Architektur für Profis

Die Python-Integration wird mit den Februar-Updates erwachsener. Nach einem Leitfaden zu umfassenden Änderungen vom 11. Februar hat Microsoft die Interaktion zwischen Python-Code und nativen Excel-Funktionen verfeinert.

Die neuesten Versionen unterstützen verbesserte „Premium Compute“-Optionen. Schwere Python-Berechnungen laufen so schneller auf der Microsoft-Cloud-Infrastruktur. Eine neue Architektur sorgt zudem für bessere Zustandsisolierung. Komplexe Python-Skripte stören nun nicht mehr die Standard-Berechnungsketten von Excel. Das ist besonders für die Finanzmodellierung relevant, wo Python zunehmend für Monte-Carlo-Simulationen neben klassischen Formeln eingesetzt wird.

Strategie: Niedrigere Hürden für Datenanalyse

Die Entwicklungen zeigen eine klare Microsoft-Strategie: Die Hürden für anspruchsvolle Datenanalysen sollen sinken. Indem komplexe Tools wie Power Query (für einfache Aufgaben) und VBA (für Automatisierung) durch natürliche Sprachsteuerung und dynamische Formeln ersetzt werden, will Excel Nutzer halten, die sonst zu spezialisierten BI-Tools abwandern könnten.

Marktbeobachter deuten die neuen Import-Funktionen als direkte Antwort auf den „Low-Code/No-Code“-Trend. Sie ermöglichen auch technisch weniger versierten Nutzern, robuste Datenpipelines zu bauen. Das Stabilitäts-Update vom 17. Februar stellt sicher, dass diese ressourcenintensiven KI- und Cloud-Funktionen zuverlässig auf Standard-Hardware laufen.

Ausblick: Erweiterungen und Unternehmenssteuerung

Blickt man auf März 2026 voraus, rechnen Beobachter mit einer breiteren Verfügbarkeit der Features über den Current Channel hinaus. Der „Agent Mode“ soll um Fähigkeiten erweitert werden, möglicherweise mit tieferer Integration von Microsoft Loop für Echtzeit-Zusammenarbeit.

Nutzer sollten zudem Ankündigungen zur „Unified Tenant Configuration Management“ im Auge behalten. Diese in der Vorschau befindliche Funktion wird IT-Administratoren eine granularere Steuerung der neuen KI-Fähigkeiten in großen Organisationen ermöglichen. Während sich Excel vom Kalkulationswerkzeug zur KI-gestützten Datenplattform wandelt, wird die Beherrschung dieser neuen Funktionen zur Grundvoraussetzung für digitale Produktivität.

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