Microsoft Edge: Kritische Sicherheitslücken erfordern sofortiges Update
24.02.2026 - 01:11:05 | boerse-global.deMicrosoft drängt alle Nutzer seines Edge-Browsers zu einem sofortigen Update. Grund sind mehrere hochriskante Sicherheitslücken, darunter eine bereits aktiv ausgenutzte Schwachstelle. Wer nicht aktualisiert, riskiert die Übernahme seines Systems durch Angreifer.
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Akute Gefahr durch bereits bekannte Lücke
Die Dringlichkeit ist hoch: Sicherheitsforscher warnen eindringlich vor der aktiv ausgenutzten Schwachstelle CVE-2026-2441. Dieses sogenannte „Use-after-free“-Problem in der CSS-Komponente des Browsers wurde zwar bereits mit Updates am 14. und 17. Februar geschlossen. Doch Berichte vom 20. Februar bestätigen, dass Cyberkriminelle diese Lücke weiterhin erfolgreich angreifen.
Die Konsequenz? Ein Besuch auf einer präparierten Webseite kann ausreichen, um Schadcode im Browser auszuführen. Für nicht gepatchte Systeme besteht damit eine unmittelbare und konkrete Gefahr. „Das ist kein theoretisches Risiko mehr, hier wird bereits zugeschlagen“, so die einhellige Meinung von Experten.
Neues Update schließt weitere kritische Lücken
Parallel dazu hat Microsoft am 20. Februar ein weiteres wichtiges Sicherheitsupdate für die Stable Channel-Version 145.0.3800.70 ausgespielt. Es behebt mehrere schwerwiegende Fehler, die aus dem zugrundeliegenden Chromium-Projekt stammen – der Open-Source-Engine, die auch Google Chrome antreibt.
Zu den geschlossenen Lücken gehören:
* Ein Heap-Pufferüberlauf in PDFium (CVE-2026-2648): Speziell manipulierte PDF-Dateien könnten hier Schadcode einschleusen.
* Ein Integer-Überlauf in der V8-JavaScript-Engine (CVE-2026-2649): Dieser könnte über eine bösartige HTML-Seite zur Beschädigung des Speichers führen.
Die Angriffsmuster sind typisch: Nutzer werden auf manipulierte Webseiten gelockt, wo die Lücken automatisch ausgenutzt werden. Ein erfolgreicher Angriff endet oft mit der vollständigen Kontrolle über das betroffene System.
Abhängigkeit von Chromium als doppelte Herausforderung
Die Sicherheit von Microsoft Edge ist untrennbar mit der des Chromium-Projekts verbunden. Microsoft übernimmt Sicherheitspatches aus der Open-Source-Engine und integriert sie in den eigenen Browser. Diese Effizienz hat jedoch einen Preis: Es entsteht ein zeitliches Fenster zwischen der Verfügbarkeit eines Patches bei Chromium und seiner Umsetzung in Edge – ein Fenster, das Angreifer gezielt nutzen.
Für Administratoren bedeutet das: Sie müssen nicht nur die Microsoft-Sicherheitsbulletins im Blick behalten, sondern auch die Entwicklungen im Chromium-Projekt. Microsoft listet die übernommenen Chromium-Schwachstellen zwar in seinem eigenen Security Update Guide, doch die Geschwindigkeit der Implementierung ist kritisch.
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So schützen Sie sich sofort
Die Handlungsanweisung für alle Nutzer – ob privat oder im Unternehmen – ist eindeutig:
- Sofort updaten: Überprüfen Sie Ihre Edge-Version unter
edge://settings/help. Die Version muss 145.0.3800.70 oder höher sein. Der Browser lädt das Update meist automatisch, benötigt aber einen Neustart. - Automatische Updates aktivieren: Diese Einstellung sollte in jedem Fall eingeschaltet sein, um keinen kritischen Patch mehr zu verpassen.
- Vorsicht walten lassen: Meiden Sie unseriöse Webseiten und klicken Sie nicht auf unbekannte Links – die häufigsten Einfallstore für solche Angriffe.
Für Unternehmen ist die zügige, flächendeckende Ausrollung des Updates jetzt eine Top-Priorität. Die aktive Ausnutzung von CVE-2026-2441 zeigt: Jeder Tag Verzögerung kann teuer werden. Browser-Sicherheit bleibt eine geteilte Verantwortung zwischen Hersteller und Nutzer. Microsoft liefert die Patches – anwenden muss sie der User.
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