Microsoft dementiert Gerüchte über Massenentlassungen
15.01.2026 - 08:13:12Microsoft weist Spekulationen über bis zu 22.000 geplante Jobstreichungen als frei erfunden zurück. Der Konzern reagiert damit auf eine Welle von Gerüchten, die in der ohnehin verunsicherten Tech-Branche für Unruhe sorgten.
Spekulationen lösen globale Besorgnis aus
Die Gerüchte waren konkret: Microsoft plane in diesem Monat einen massiven Personalabbau von fünf bis zehn Prozent seiner Belegschaft. Betroffen sein sollten angeblich mittleres Management und Schlüsselbereiche wie die Azure-Cloud, die Xbox-Sparte und globale Vertriebsteams. Die Zahlen kursierten zuerst auf der Investmentplattform TipRanks und verbreiteten sich dann rasant in sozialen Netzwerken. Besonders brisant: Die angeblichen Entlassungen von 11.000 bis 22.000 Mitarbeitern sollten bereits in der dritten Januarwoche beginnen.
Doch was ist dran an diesen alarmierenden Meldungen? Laut Microsoft gar nichts. Das Unternehmen geht in die Offensive gegen die Falschinformationen.
Klare Worte vom Kommunikationschef
Frank Shaw, Microsofts Chief Communications Officer, stellte sich persönlich der Gerüchteküche entgegen. Auf der Plattform X bezeichnete er die kursierenden Zahlen als „zu 100 Prozent erfunden, spekulativ und falsch“. Gegenüber skeptischen Nutzern bekräftigte er die Dementi nochmals – eine ungewöhnlich direkte Reaktion des Konzerns, der damit ein klares Signal setzen wollte.
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Interessant: Microsoft verzichtete auf eine offizielle Pressemitteilung. Stattdessen vertraute das Unternehmen auf die persönliche Kommunikation seines Top-Managers, um die Spekulationen zu ersticken. Eine Strategie, die in der schnelllebigen Social-Media-Ära durchaus Sinn ergibt.
Warum die Gerüchte so glaubwürdig schienen
Die Spekulationen trafen auf fruchtbaren Boden. Microsoft selbst hatte 2025 etwa 15.000 Stellen gestrichen, darunter allein im Juli rund 9.000 – damals traf es auch Gaming-Studios und Projekte. Diese Vorgeschichte machte neue Jobkürzungen plausibel.
Hinzu kommt das allgemeine Klima: Die gesamte Tech-Branche befindet sich im Umbruch. 2025 wurden weltweit über 1,2 Millionen Stellenabbau angekündigt, und auch 2026 begann mit Entlassungswellen bei anderen Großkonzernen wie Meta. Januar gilt zudem traditionell als Monat für Restrukturierungen. Kein Wunder also, dass die Gerüchte so schnell Fahrt aufnahmen.
Starke Finanzen trotz KI-Investitionen
Die wirtschaftliche Realität bei Microsoft sieht allerdings anders aus. Der Konzern überschritt 2025 eine Marktbewertung von vier Billionen Dollar und investiert weiter massiv in Wachstumsbereiche. Allen voran treibt Microsoft seine Künstliche Intelligenz-Strategie mit Milliardensummen voran.
Einige Analysten hatten spekuliert, dass die hohen Kosten für KI-Infrastruktur durch Personalabbau kompensiert werden müssten. Doch diese Rechnung geht nicht auf: Microsofts Finanzkraft ist enorm, und der Arbeitsmarkt für Tech-Spezialisten bleibt angespannt. Viele Unternehmen zögern, wertvolle Mitarbeiter gehen zu lassen – die Suche nach Ersatz ist teuer und langwierig.
Was kommt stattdessen?
Statt Massenentlassungen kündigt Microsoft andere Veränderungen an. Ab Ende Februar 2026 gilt eine verschärfte Präsenzpflicht: Mitarbeiter in der Nähe von Firmenstandorten müssen mindestens drei Tage pro Woche vor Ort arbeiten.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die kommenden Finanzberichte und die strategische Ausrichtung. Microsofts Fokus liegt eindeutig auf Cloud-Computing und KI – hier sieht der Konzern seine Zukunft. Die Personalplanung wird diesen Prioritäten folgen müssen.
Für die deutsche Tech-Szene bleibt die Entwicklung relevant. Als globaler Player beeinflusst Microsoft auch den hiesigen Arbeitsmarkt und setzt Trends, die Unternehmen wie SAP oder die Telekom beobachten. Die klare Dementierung der Entlassungsgerüchte gibt zwar vorläufig Entwarnung, doch die grundsätzliche Verunsicherung in der Branche dürfte bleiben.
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