Microsoft, Copilot

Microsoft Copilot wird zur KI-Schicht in Business-Apps

24.02.2026 - 02:50:10 | boerse-global.de

Microsoft integriert seinen KI-Assistenten Copilot direkt in Power Apps, Teams und Outlook, um Arbeitsabläufe zu automatisieren und datengesteuerte Analysen zu ermöglichen.

Microsoft treibt die KI-Integration in seine Unternehmenssoftware massiv voran. Der Schlüssel: Der Assistent soll nicht mehr nur chatten, sondern direkt in Arbeitsabläufe eingreifen.

Redmond – Der Tech-Riese Microsoft vollzieht eine strategische Wende bei seiner Künstlichen Intelligenz. Aus dem separaten Chat-Assistenten Microsoft 365 Copilot wird eine durchgängige KI-Schicht, die tief in Geschäftsanwendungen verwoben ist. Das zeigt eine Welle von Updates, die das Unternehmen Mitte Februar vorgestellt hat. Kern der Neuheiten ist die direkte Integration von Copilot in modellgesteuerte Power Apps, die seit dem 17. Februar 2026 in einer öffentlichen Vorschau verfügbar ist. Weitere Verbesserungen sind für Teams, Outlook und den Edge-Browser geplant.

Anzeige

Während Microsoft die KI-Funktionen von Outlook massiv ausbaut, scheitern viele Anwender schon an der fehlerfreien Grundeinrichtung des Mail-Clients. Dieser kostenlose Guide hilft Ihnen, Outlook schnell und korrekt aufzusetzen, damit Sie bereit für die neuen Features sind. Outlook in Rekordzeit einrichten – ohne Rätselraten

KI-Assistent analysiert Daten direkt in der Arbeitsumgebung

Bislang mussten Nutzer für KI-Einsichten oft zwischen Anwendungen wechseln. Das ändert sich nun. Die neue Copilot-Chat-Funktion in Power Apps erlaubt es, Fragen direkt an die Daten der eigenen Geschäfts-App zu stellen. Der Kontextwechsel entfällt. „Wie hoch war der durchschnittliche Deal-Wert im letzten Quartal?“ – Solche Fragen beantwortet die KI nun mit Analysen aus Dokumenten, Kommunikation und anderen Geschäftsdaten.

Besonders relevant für Unternehmen: IT-Administratoren behalten die Kontrolle. Power-Plattform-Admins können die Funktion für ihre Umgebung einrichten, während einzelne App-Entwickler sie pro Anwendung aktivieren oder deaktivieren können. Zudem stehen spezialisierte First-Party-Agenten wie „Researcher“ und „Analyst“ bereit, um Daten direkt in der App zu analysieren.

Teams und Outlook werden deutlich schlauer

Ab März 2026 wird auch die Zusammenarbeit intelligenter. In Microsoft Teams sollen die automatischen Meeting-Zusammenfassungen künftig auch Inhalte erfassen, die nur auf dem Bildschirm geteilt wurden. Das schafft umfassendere Protokolle, die auch visuell präsentierte, aber nicht ausgesprochene Details festhalten.

Für Outlook erweitert Copilot seinen Radius. Statt nur einzelne E-Mails zu analysieren, kann der Assistent künftig den gesamten Posteingang und Kalender eines Nutzers im Zusammenhang betrachten. Eine neue Funktion wird zudem wichtige und handlungsrelevante Nachrichten hervorheben – etwa E-Mails von Vorgesetzten oder mit konkreten Aufgaben. Das Ziel: Weniger Zeit für administrative Aufgaben, mehr Fokus auf wesentliche Arbeit.

Anzeige

Die wachsende Komplexität von Outlook führt oft zu Problemen bei der Datenspeicherung und Kontoverknüpfung. Erfahren Sie in diesem Gratis-Ratgeber, wie Sie Ihre Daten sicher speichern und typische Einrichtungsfehler von Beginn an vermeiden. Outlook-Spezialkurs: Jetzt kostenlos absichern und optimieren

Nahtlose KI-Erfahrung über App-Grenzen hinweg

Microsoft arbeitet zudem daran, die Interaktion von Copilot mit Nutzerdaten zu verbessern. Eine kommende Aktualisierung wird es erlauben, Anfragen im Chat gezielt auf SharePoint-Listen zu stützen. Nutzer können diese über ein Kontext-Menü auswählen, um präzisere Antworten zu erhalten.

Auch der Edge-Browser wird intelligenter. Copilot soll dort kürzlich den Kontext aus mehreren offenen Tabs verstehen können – ein Ausbau der bisherigen Beschränkung auf eine einzelne Seite. Zudem helfen neue „Zusammenfassen“- und „Erklären“-Aktionen im PDF-Reader, komplexe Dokumente schneller zu erfassen. Diese Schritte zielen auf ein nahtloseres Nutzererlebnis im gesamten Microsoft-365-Ökosystem.

Strategie: Tiefe Integration statt generischer Chat

Hinter den Updates steckt eine klare Strategie. Microsoft veut zwei zentrale Hürden für den KI-Einsatz in Unternehmen aus dem Weg räumen: generisch wirkende KI-Antworten und Unsicherheiten beim Data Governance. Indem Copilot direkt in Apps wie Power Apps eingebettet wird und mit spezifischen Unternehmensdaten arbeiten kann, steigen Qualität und Relevanz der Assistenz.

Parallel stärkt Microsoft die Kontrollmöglichkeiten für IT-Abteilungen. Verwaltungsfunktionen wie das Copilot-Dashboard zur Nutzungsverfolgung geben Organisationen die nötige Übersicht, um KI verantwortungsvoll zu skalieren. Diese Doppelstrategie aus verbesserter Produktivität für Endnutzer und robuster Governance für IT ist entscheidend, um Vertrauen und Investitionen in KI-Technologien zu rechtfertigen.

Der Weg für Copilot führt zu autonomeren, agentenähnlichen Erfahrungen. Die KI soll künftig nicht nur einmal antworten, sondern Arbeitsschritte über mehrere Stufen hinweg verfeinerne. Zudem werden KI-Fähigkeiten wie „Skill Inferencing“ für mehr Nutzer mit Microsoft-365-E3- und E5-Lizenzen verfügbar – ein Feature, das bisher Copilot- und Viva-Abonnenten vorbehalten war.

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis.

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis.

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach.
100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.