Microsoft Copilot Vision: KI-Assistent sieht jetzt auf Smartphone-Bildschirme
25.01.2026 - 12:30:12Microsoft stattet seinen KI-Assistenten Copilot mit scharfen Augen für die mobile Welt aus. Die Januar-Updates 2026 bringen die leistungsfähigen „Vision“-Funktionen nun vollständig auf iOS und Android. Der Assistent kann nicht nur über die Kamera schauen, sondern auch den Bildschirminhalt in Echtzeit analysieren – und wird so zum digitalen Partner für jede Situation.
Der Kern der Neuerung ist die Migration einer Desktop-Funktion: Copilot Vision kann nun auch auf Smartphones aktiv den Bildschirm des Nutzers „sehen“. Nachdem die Bildschirmlese-Funktion Ende 2024 zunächst für den Microsoft Edge-Browser auf dem PC eingeführt wurde, ist sie seit Mitte Januar 2026 in der mobilen Copilot-App verfügbar. Nutzer können dem Assistenten explizit erlauben, ihren Bildschirm zu analysieren.
Die Anwendungsfälle sind vielfältig. Wer auf dem Smartphone einen komplexen Reiseplan oder eine technische Anleitung liest, kann Copilot bitten, die sichtbaren Informationen zusammenzufassen, nächste Schritte vorzuschlagen oder Text sofort zu übersetzen – ohne mühsames Kopieren und Einfügen. Microsoft betont den kollaborativen Ansatz und die Privatsphäre: Die Erlaubnis ist jederzeit erforderlich, und erfasste Bildschirminhalte werden nach der Sitzung nicht gespeichert.
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Diese Strategie unterstreicht Microsofts Ziel, die eigenständige Copilot-App zum zentralen KI‑Hub zu machen. Passend dazu hat der Konzern am 15. Januar 2026 die Copilot‑Erweiterung für WhatsApp und andere Messenger eingestellt. Der Grund: Die neuen, visuellen Funktionen ließen sich in Drittplattformen technisch nicht umsetzen.
Update in stürmischen Zeiten: Sicherheit und Stabilität im Fokus
Das Rollout der futuristischen Features fand in einer turbulenten Woche statt. Am 23. Januar 2026 legte eine schwere Störung der Microsoft‑Dienste zeitweise Copilot, Microsoft 365 und Outlook in Nordamerika und anderen Regionen lahm. Das Unternehmen führte den Ausfall auf unerwartet hohe Last während Wartungsarbeiten zurück. Der Vorfall zeigt die Abhängigkeit von der Cloud – die Grundlage für jede Echtzeit‑KI‑Hilfe.
Gleichzeitig reagierte Microsoft schnell auf Sicherheitslücken. Im Januar‑Update für den „Patch Tuesday“ schloss das Unternehmen eine kritische Schwachstelle namens „Reprompt“. Sicherheitsforscher hatten diese Lücke entdeckt, über die Angreifer eine Copilot‑Sitzung per manipuliertem Link hätten übernehmen können. Der Patch vom 14. Januar soll die neuen mobilen Fähigkeiten auf ein sicheres Fundament stellen.
Cybersicherheitsexperten begrüßen die schnelle Reaktion, warnen aber: Je mehr „Sinne“ eine KI habe – wie nun das Sehvermögen –, desto größer werde auch die Angriffsfläche für potenzielle Exploits. Microsoft verweist auf bestehende Datenschutzstandards für Business‑Kunden und Sicherheitsmonitoring für Consumer‑Versionen.
Barrierefreiheit und der Weg zum aktiven „Agenten“
Die Januar‑Updates deuten auch eine engere Verzahnung mit Barrierefreiheits‑Tools an. In einem Windows‑11‑Preview‑Build demonstrierte Microsoft, wie der Bildschirmvorleser „Narrator“ mit Copilot zusammenarbeitet, um detaillierte KI‑generierte Bildbeschreibungen zu liefern. Analysten erwarten, dass diese Funktionen bald auch auf Mobilgeräte überspringen – ein großer Gewinn für Nutzer mit Sehbehinderungen.
Insgesamt treibt Microsoft die Entwicklung vom reaktiven Chatbot zum proaktiven Assistenten voran. Indem Copilot den Kontext der digitalen Umgebung versteht – ob Webseite oder Kamerabild –, positioniert sich Microsoft im Wettlauf mit anderen multimodalen KI‑Agenten wie Google Gemini oder OpenAI.
Was kommt 2026? Aktion statt nur Analyse
Für das laufende Jahr kündigt sich ein Fokus auf „agentische“ Fähigkeiten an. Jetzt, wo die „Vision“-Technologie auf Mobilgeräten etabliert ist, könnte die nächste Phase folgen: Die KI handelt basierend auf dem, was sie sieht. Denkbar sind das automatische Ausfüllen von Formularen oder das Navigieren durch komplexe Bezahlvorgänge.
Doch der jüngste Ausfall bleibt eine Mahnung: Die Zuverlässigkeit dieser cloud‑basierten, immer‑online Assistenten ist eine kritische Hürde für den Einsatz in wichtigen Aufgaben. Nutzer können die aktualisierte Copilot‑App bereits über die Stores beziehen. Microsofts Ziel ist klar: Echtzeit‑Web‑Assistenz soll zum Standard‑Erlebnis auf dem Smartphone werden.
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