Microsoft Copilot und OpenAI: KI-Sicherheit startet turbulent ins Jahr 2026
02.01.2026 - 03:32:12Eine kritische Lücke in Microsoft Copilot Studio und OpenAIs Warnung vor eigenständig Schwachstellen findender KI markieren einen Wendepunkt für die Sicherheit autonomer Agenten.
Zwei kritische Sicherheitswarnungen erschüttern das Vertrauen in KI-Assistenten. Während Microsoft eine gefährliche Lücke in Copilot Studio schließt, warnt OpenAI vor KI-Modellen, die eigenständig Schwachstellen finden.
Kritische Lücke in Microsofts Copilot Studio entdeckt
Sicherheitsforscher deckten eine Designschwachstelle in Microsofts „Connected Agents“-Feature auf. Die Funktion sollte eigentlich KI-Agenten innerhalb einer Organisation vernetzen. Die Lücke ermöglicht es Angreifern jedoch, sich als vertrauenswürdige interne Agenten auszugeben.
Das Kernproblem ist ein einfacher Umschalter in der Architektur. Er teilt Fähigkeiten zwischen Agenten – öffnet aber unbeabsichtigt eine Hintertür. Ein eingeschleuster „schurkischer Agent“ kann so mit legitimen Support-Bots kommunizieren.
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Das Missbrauchspotenzial ist enorm:
* Phishing-Kampagnen, die von scheinbar internen Quellen stammen
* Verbreitung von Fehlinformationen
* Schwierige Nachverfolgung durch unzureichende Protokollierung
Für Unternehmen bedeutet dies sofortigen Handlungsbedarf. Sie müssen die Berechtigungen ihrer Copilot-Instanzen prüfen, bis ein Patch verfügbar ist.
OpenAI warnt vor „selbst-entdeckenden“ KI‑Modellen
Fast zeitgleich reagiert OpenAI mit einer bemerkenswerten Personalie. Das Unternehmen sucht dringend einen neuen „Head of Preparedness“ – dotiert mit über 550.000 Dollar Jahresgehalt.
CEO Sam Altman begründete die Eile öffentlich. Die neuesten KI-Modelle beginnen demnach, „kritische Schwachstellen“ in Computersystemen eigenständig zu entdecken. Ein Wendepunkt: Nicht mehr nur Menschen finden Lücken, sondern auch KI-Agenten – die sie potenziell ausnutzen könnten.
Die neue Rolle konzentriert sich auf Risiken in Cybersicherheit und Biosicherheit. Branchenbeobachter werten dies als Eingeständnis: Die Sicherheitsvorkehrungen halten mit den rasant wachsenden Fähigkeiten der KI nicht Schritt.
Physische Welt rückt in den Fokus
Die Sicherheitsdebatte erreicht auch die reale Welt. Fujitsu stellte kurz vor Weihnachten „Kozuchi Physical AI 1.0“ vor. Die Technologie soll die Kommunikation zwischen digitalen Agenten und physischen Robotern absichern.
Der Hintergrund: Autonome Agenten steuern zunehmend Roboter in Lagerhallen oder Fabriken. Die Absicherung dieser Befehle wird damit überlebenswichtig. Es ist der erste Schritt zu einer umfassenden „Multi-Agent Security“.
Das Ende der naiven KI-Euphorie
Die Vorfälle beenden die Flitterwochen der generativen KI. Statt reiner Produktivitätsgewinne rücken nun die Schattenseiten der „Agentic AI“ in den Fokus.
Die Integration von Agenten in Kernprozesse hat die Angriffsfläche für Unternehmen massiv vergrößert. Die Bedrohung geht heute über simple „Prompt Injection“ hinaus. Jetzt droht „Agent Hijacking“ – die Übernahme digitaler Mitarbeiter mit weitreichenden Datenbank-Zugriffen.
Experten verweisen auf die aktualisierten OWASP Top 10 für LLM-Anwendungen. Die neue Risikokategorie „Excessive Agency“ (Übermäßige Handlungsfreiheit) hat sich durch den Microsoft-Fall schlagartig bewahrheitet.
Was bedeutet das für 2026?
Ein Trend zeichnet sich klar ab: Identity Security for Non-Humans. Die Verwaltung von Identitäten wird sich von Menschen auf digitale Agenten verlagern.
- Neue Tools: Der Markt wird eine Welle von „AI Security Posture Management“-Lösungen (AI-SPM) erleben, die speziell Agenten-Kommunikation überwachen.
- Mehr Regulierung: Die Vorfälle erhöhen den Druck auf Behörden, spezifische Sicherheitsstandards für autonome Agenten zu schaffen.
Der Schutz digitaler Teammitglieder ist keine Nischenaufgabe mehr. Sie ist zur Chefsache geworden.
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