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Microsoft Copilot: KI-Assistent wird zum allgegenwärtigen Arbeitspartner

13.02.2026 - 16:09:12

Microsoft integriert seinen KI-Assistenten Copilot mit neuen Funktionen wie Ein-Klick-Zusammenfassungen und Sprachsteuerung tief in seine Software, um die Produktivität zu steigern.

Microsoft treibt die Integration seiner KI Copilot in die gesamte Software-Palette massiv voran. Neue Funktionen sollen das Tool zum unverzichtbaren Teil des täglichen Arbeitsablaufs machen – eine strategische Offensive im Wettrennen um die produktivste Büro-KI.

Die im Februar angekündigten Updates zielen darauf ab, Routineaufgaben zu beschleunigen und kreative Prozesse zu verbessern. Kernstück ist eine neue Ein-Klick-Zusammenfassung für lange E-Mail-Ketten in Outlook. Für Berufstätige mit überquellenden Postfächern ein potenzieller großer Zeitgewinn. Parallel rüstet Microsoft die Bildgenerierung von Copilot mit dem neuen GPT-Image-1.5-Modell auf. Es soll höhere Qualität bei kürzerer Generierungszeit liefern. Die Botschaft ist klar: Copilot soll kein Spielzeug mehr sein, sondern ein kontextbewusster Assistent, der Bedürfnisse in den gewohnten Anwendungen vorausahnt.

Nahtlose Einbettung in den Arbeitsalltag

Die Strategie: Copilot soll wie selbstverständlich und überall verfügbar sein. Die Outlook-Zusammenfassung ist dafür ein Musterbeispiel. Komplexe Informationen werden direkt in der App auf den Punkt gebracht.

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Ab Ende Februar 2026 wird zudem die „Hey Copilot“-Sprachaktivierung für die Windows-App allgemein verfügbar sein. Nutzer starten das Gespräch mit der KI dann ohne manuelle Eingabe. Bis Ende März soll auch die Copilot-Chat-Erfahrung in Outlook für Nutzer ohne kostenpflichtige Microsoft-365-Copilot-Lizenz verbessert werden. Zudem können Nutzer nun .eml- und .msg-E-Mail-Dateien in Chats hochladen, um sie als Kontext zu nutzen – ein großer Schritt für die Arbeit mit bestehenden Inhalten.

Kreativität und plattformübergreifende Intelligenz

Die Integration von GPT-Image-1.5 soll Copilots kreative Fähigkeiten auf das Niveau führender, kostenloser KI-Bildgeneratoren heben. Nutzer erstellen anspruchsvolleres Bildmaterial direkt im Microsoft-Ökosystem.

Die Intelligenz des Assistenten wächst auch über einzelne Apps hinaus. Eine kommende Aktualisierung für Copilot im Microsoft Edge-Browser wird kontextuelle Fragen zu Inhalten über mehrere geöffnete Tabs hinweg beantworten. Bisher war nur die aktive Seite zugänglich. Diese „Multi-Tab“-Logik ermöglicht komplexere Recherchen und Zusammenfassungen.

Die Expansion betrifft auch andere Betriebssysteme: Die Copilot-App für macOS erhielt kürzlich Updates für intelligentere Benachrichtigungen, Content-Export und die „Vorlesen“-Funktion. iOS-Nutzer bekommen ein neues Home-Screen-Widget für schnellen Zugriff auf häufige Aktionen.

Breiterer Zugang durch „Agent-Modus“

Ein Schlüssel zur Verbreitung ist, erweiterte Funktionen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Microsoft rollt aktuell den „Agent-Modus“ in Word, Excel und PowerPoint für Nutzer ohne Premium-Lizenz aus. Die KI kann so mehrstufige Aufgaben erledigen – etwa ansprechende Dokumente erstellen oder Daten analysieren, angestoßen durch einfache Chat-Anfragen. Der Rollout soll bis Ende März 2026 abgeschlossen sein.

Dieser gestaffelte Ansatz erlaubt es Microsoft, Feedback zu sammeln und den Wert seiner KI-Tools einer breiten Masse zu demonstrieren – was potenziell zu Upgrades auf die Vollversion führen könnte. Das Unternehmen entwickelt auch spezialisierte Agenten, wie einen „Umfragen-Agenten“ in Microsoft Forms, der bei Aufgaben wie dem Entwurf von Einladungen oder der Ergebnisanalyse hilft.

Kritik am KI-Übereifer

Der aggressive Vorstoß stößt nicht nur auf Begeisterung. Einige Nutzer kritisieren die allgegenwärtige KI-Integration. Sogar der Spottname „Microslop“ macht die Runde – ein Ausdruck für eine wahrgenommene Vernachlässigung der Softwarequalität zugunsten neuer KI-Features. Die Herausforderung für Microsoft ist es, Innovation und Stabilität in Balance zu bringen. Die KI-Funktionen müssen sich als echte Wertsteigerung erweisen, nicht als überflüssige Komplikation.

Ausblick: Spezialagenten und tiefere Verzahnung

Die Entwicklung von Copilot wird 2026 weiter rapid voranschreiten. Noch im Februar und März rollen interaktive UI-Widgets wie Buttons und Auswahlmenüs im Copilot-Chat aus, was die Interaktion dynamischer macht.

Die Entwicklung spezialisierter Agenten bleibt ein Kernfokus. Für März 2026 geplant ist die Möglichkeit, in Copilot-Chats nach SharePoint-Listen zu suchen, um Anfragen mit Unternehmensdaten zu untermauern. Die Einführung des Umfragen-Agenten weist in eine Zukunft, in der Copilot als Sammlung maßgeschneiderter Assistenten für konkrete Berufsaufgaben agiert. Reift diese Vision, wandelt sich Copilot vom hilfsbereiten Assistenten zum proaktiven Produktivitätsmotor, der komplexe Workflows über die gesamte Microsoft-365-Suite hinweg managen kann.

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