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Microsoft Copilot: KI-Assistent erobert Unternehmen und Windows

14.02.2026 - 04:09:11

Microsoft verankert seinen KI-Assistenten Copilot mit Großaufträgen in Asien-Pazifik und tiefer Integration in Windows 11, um seine Marktführerschaft auszubauen.

Microsofts KI-Assistent Copilot dringt mit Macht in Büros und Betriebssysteme vor. Diese Woche markiert einen Wendepunkt durch Großaufträge in Asien-Pazifik und eine tiefere Verankerung in Windows 11.

Die Strategie des Tech-Riesen ist zweigleisig: Während Konzerne wie die australische Westpac-Bank Copilot flächendeckend einführen, wird die KI gleichzeitig unausweichlicher Teil von Windows und Office. Damit will Microsoft seinen Vorsprung im Wettlauf um generative KI ausbauen.

Australische Konzerne setzen auf flächendeckende KI-Einführung

Im Finanzsektor geht die Westpac Banking Corporation voran. Die australische Großbank rollt Microsoft 365 Copilot für ihre gesamte globale Belegschaft von 35.000 Mitarbeitenden aus. Ein Pilotprojekt mit 15.000 Personen hatte zuvor messbare Effizienzsteigerungen gebracht. Zur Unterstützung führt die Bank umfassende KI-Schulungen durch und nutzt Copilot Studio, um maßgeschneiderte KI-Agenten für HR und IT zu entwickeln.

Kurz darauf zog der Einzelhandelsriese Wesfarmers nach. Das Konglomerat mit Marken wie Bunnings und Kmart wird seine Copilot-Nutzung mehr als verdoppeln. Die KI soll Lieferketten optimieren, Arbeitsabläufe automatisieren und Mitarbeitenden schnelleren Informationszugriff ermöglichen – alles mit dem Ziel, die Produktivität zu steigern und Kundenerlebnisse zu verbessern.

Windows 11: KI wird zur unvermeidlichen Systemkomponente

Parallel zur Unternehmensoffensive vertieft Microsoft die Integration in seine Kernprodukte. In Windows 11 ist Copilot nun direkt im Datei-Explorer verfügbar. Nutzer können per Rechtsklick auf Ordner KI-Tools zur Zusammenfassung und Bearbeitung aufrufen. Diese tiefe Verankerung soll die KI zur Alltagsgewohnheit machen, stößt aber auch auf Kritik. Einige Nutzer monieren Performance-Einbußen und fehlende Deaktivierungsoptionen.

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In Microsoft 365 agiert Copilot zunehmend als kontextsensitiver Schreibpartner. In Word unterstützt die KI beim Verfassen, Umschreiben und Zusammenfassen von Texten. Laut einer Roadmap vom 11. Februar kommt zudem eine Ein-Knopf-„Zusammenfassen“-Funktion für Outlook-E-Mails. Ein neues Bildgenerierungsmodell soll qualitativ hochwertigere Bilder schneller erstellen.

Roadmap zeigt Weg zu intelligenterer Zusammenarbeit

Die öffentliche Entwicklungsplanung vom 12. Februar verrät, wohin die Reise geht. Künftig soll Copilot Chat SharePoint-Listen als Wissensgrundlage nutzen können, um präzisere Antworten zu liefern.

Für überforderte E-Mail-Nutzer wird die KI wichtige Nachrichten von Führungskräften oder mit Aufgaben hervorheben. Bei Meetings soll Copilot künftig nicht nur Gesprochenes, sondern auch geteilte Bildschirminhalte zusammenfassen. Im Edge-Browser wird die KI Fragen zu Inhalten mehrerer offener Tabs beantworten können – nicht nur zum aktiven Tab.

Analyse: Zwei Fronten im Kampf um KI-Vorherrschaft

Die Entwicklungen der letzten 72 Stunden zeigen Microsofts entschlossene Doppelstrategie. Die Großaufträge von Westpac und Wesfarmers beweisen den geschäftlichen Nutzen von Copilot und schaffen Referenzen, die Konkurrenten wie Google schwer nachahmen können. Gleichzeitig sichert sich Microsoft wiederkehrende Einnahmen.

Die tiefe Windows-Integration zielt darauf ab, KI-Assistenz zur digitalen Normalität zu machen. Indem Copilot in Grundfunktionen wie den Datei-Explorer eingebettet wird, soll die KI für Millionen Nutzer unverzichtbar werden. Dieser teilweise aufgedrängte Ansatz erzeugt zwar Widerstand, spiegelt aber Microsofts Überzeugung wider: Ubiquität ist der Schlüssel zur Marktführerschaft in der KI-Ära.

Ausblick: Von reaktiven Assistenten zu proaktiven Agenten

Die angekündigten Funktionen deuten auf eine Entwicklung hin: Copilot wird kontextbewusster und eigenständiger. Die Branche spricht bereits von „agentischer KI“ – Assistenten, die mehrstufige Workflows steuern und proaktiv handeln.

Investitionen in maßgeschneiderte Agenten via Copilot Studio, wie bei Westpac, zeigen die Richtung. Unternehmen könnten künftig ganze Flotten spezialisierter KI-Assistenten für Finanzen, Betrieb oder Kundenservice einsetzen. Copilot würde sich so vom reaktiven Prompt-Beantworter zum proaktiven Mitarbeiter entwickeln, der Bedürfnisse vorhersagt und Prozesse im gesamten Microsoft-Ökosystem automatisiert.

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