Microsoft Copilot: KI-Agenten erobern Teams und MacOS
18.02.2026 - 19:52:12 | boerse-global.deMicrosofts KI-Assistent Copilot wird zum aktiven Mitarbeiter. Neue Updates automatisieren Workflows in Teams und bringen tiefere Integration für Mac-Nutzer – ein strategischer Schritt in Richtung autonomer „agentischer“ KI.
KI-Workflows automatisieren Teams-Routinen
Die bedeutendste Neuerung dieser Woche ist die allgemeine Verfügbarkeit von KI-Workflows in Microsoft Teams. Damit wandelt sich Copilot vom reaktiven Chatbot zum proaktiven Workflow-Manager. Nutzer können nun bis zu zehn zeitgesteuerte Abfragen einrichten, die automatisch laufen.
Ein Teamleiter kann so jeden Freitagmorgen automatisch Projekt-Updates aus einem Kanal zusammenfassen lassen. Ein Vertriebsmanager lässt sich wöchentlich die Schlüsselkennzahlen aus Berichten extrahieren. Eine Bibliothek mit Vorlagen beschleunigt die Einrichtung gängiger Szenarien wie Statusberichte oder E-Mail-Entwürfe.
Die Funktion ist über die Workflows-App in Teams zugänglich und steht allen kommerziellen Nutzern mit einer Microsoft-365-Copilot-Lizenz zur Verfügung. Für Administratoren gilt: Die App muss bei Bedarf erst explizit freigeschaltet werden.
Parität für Mac-Nutzer: Copilot im Finder
Microsoft stärkt sein Angebot für die Apple-Community. Seit dem 16. Februar ist Copilot direkt in den Finder für OneDrive-Dateien auf macOS integriert. Nutzer können per Rechtsklick auf Dateien den Assistenten aufrufen, um Dokumente zusammenfassen, Fragen zum Inhalt beantworten oder Dateien vergleichen zu lassen – ohne die jeweilige Anwendung zu öffnen.
Ein weiterer Schritt zur Vereinfachung: Der Microsoft-365-Apps-Installer für Mac enthält nun einen „Shim“ für die Copilot-App. Diese technische Änderung erleichtert IT-Administratoren die Bereitstellung in Unternehmen erheblich.
Technische Feinjustierung und Lizenz-Anpassungen
Im Hintergrund hat Microsoft wichtige Updates für Stabilität und Sicherheit umgesetzt. Ein inkrementeller Berechtigungs-Abgleich sorgt nun dafür, dass Zugriffsrechte auf SharePoint-Dokumente schneller in den Copilot-Suchergebnissen berücksichtigt werden. Bisherige Verzögerungen werden so minimiert.
Für größere Unternehmenskunden gibt es gute Nachrichten: Microsoft hat die Lizenz-Obergrenze für Cloud Solution Provider (CSP) bei den Paketen E3, E5 und Copilot deutlich angehoben. Dies beseitigt ein Hindernis für den breiten Einsatz in mittleren und großen Unternehmen.
Der Trend zur „agentischen“ KI
Die Updates spiegeln einen Branchentrend wider: Die generative KI entwickelt sich vom passiven Helfer zum aktiven Agenten. Indem Copilot in Teams nun geplante Aufgaben übernehmen kann, arbeitet er ohne direkten menschlichen Anstoß. Marktbeobachter sehen darin den bestimmenden Trend für 2026 – nach den Jahren der Einführung (2024) und der grundlegenden Inhaltsgenerierung (2025) steht nun die operative Effizienz im Fokus.
KI-Training wird zum Standard
Neue Funktionen garantieren noch keine Nutzung. Daher wächst auch das Ökosystem um Copilot herum. Der Schulungsanbieter New Horizons integriert seit dem 16. Februar Copilot-Module in alle seine Standard-Microsoft-Office-Kurse. Die Botschaft ist klar: KI-Kompetenz wird nicht mehr als separates Skill, sondern als integraler Bestandteil der allgemeinen Software-Anwendungskenntnisse gesehen.
IT-Abteilungen sollten ihre Governance-Richtlinien überprüfen, besonders im Hinblick auf die neuen automatisierten Workflow-Fähigkeiten, um die Compliance bei der Datenverarbeitung sicherzustellen.
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Ausblick: KI lernt Arbeitsmuster
Der Weg ist vorgezeichnet: Microsoft arbeitet laut Roadmap an „Work IQ“, einer Intelligenzschicht, die individuelle Arbeitsmuster verstehen und proaktiv Automatisierungen vorschlagen soll. Die unmittelbaren Auswirkungen der aktuellen Updates spüren nun vor allem Power-User in Teams und macOS-basierte Organisationen. IT-Abteilungen sollten ihre Governance-Richtlinien überprüfen, besonders im Hinblick auf die neuen automatisierten Workflow-Fähigkeiten, um die Compliance bei der Datenverarbeitung sicherzustellen.
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