Microsoft bündelt Sicherheit in E3-Lizenzen – Preise steigen
03.01.2026 - 04:23:12Microsoft integriert Defender for Office 365 in E3-Pakete und erhöht ab Juli 2026 die Preise um bis zu 10%. Die Neuerungen setzen Drittanbieter unter Druck und definieren den IT-Sicherheitsstandard neu.
Microsoft stellt seine Sicherheitslizenzen auf den Kopf und macht damit die Compliance-Landschaft 2026 deutlich komplexer. Nachdem zum Jahreswechsel bereits Top-Kunden von KI-Upgrades profitierten, steht nun der Mittelbau vor einer tiefgreifenden Änderung: Microsoft Defender for Office 365 Plan 1 wird fester Bestandteil der weit verbreiteten E3-Pakete. Diese Aufwertung hat jedoch ihren Preis – ab Juli 2026 werden die Lizenzen deutlich teurer.
Security Copilot für E5, Defender für E3
Die erste Welle der Neuerungen ist bereits in Kraft. Seit dem 1. Januar 2026 enthält das Premium-Paket Microsoft 365 E5 den KI-Assistenten Security Copilot. Damit erhalten Sicherheitsteams automatische Bedrohungsanalysen und Handlungsempfehlungen ohne zusätzliche Kosten.
Die weitaus größere Reichweite hat jedoch die geplante Aufwertung der Mittelklasse-Lizenzen. Microsoft 365 E3 und Office 365 E3 sollen noch im ersten Halbjahr 2026 um die erweiterte Bedrohungsschutz-Suite Defender for Office 365 Plan 1 ergänzt werden. Bislang war diese nur als teures Add-on oder im E5-Paket verfügbar. Die schrittweise Einführung gipfelt in einer Preisanpassung zum 1. Juli 2026. IT-Verantwortliche haben damit ein halbes Jahr Zeit, ihre bestehenden Sicherheitsverträge mit Drittanbietern zu überprüfen.
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Mehr Sicherheit als neuer Standard
Die Integration von Defender Plan 1 schließt eine kritische Lücke im Schutzstandard für Unternehmen. Bisher mussten sich E3-Nutzer auf den Basisschutz Exchange Online Protection (EOP) verlassen. Künftig erhalten sie zentrale „Zero Trust“-Funktionen, die für die Einhaltung von Vorschriften wie der DSGVO oder NIS2 immer wichtiger werden:
- Safe Links: Echtzeit-Check von URLs in E-Mails und Dokumenten, um Phishing-Angriffe zu verhindern.
- Safe Attachments: Verdächtige Dateianhänge werden in einer sicheren Sandbox geöffnet, bevor sie den Posteingang erreichen.
- Anti-Phishing-Intelligenz: Erkennt gezielte Betrugsversuche wie CEO-Fraud, die einfache Filter umgehen.
Der Schutz soll auch für interne Tools wie Microsoft Teams, SharePoint und OneDrive gelten. Damit reagiert Microsoft auf die wachsende Angriffsfläche durch Kollaborationsplattformen.
Markt in Bewegung: Drittanbieter unter Druck
Die Bündelung von Advanced Threat Protection in der Mittelklasse-Lizenz ist eine strategische Weichenstellung. „Basis“-Sicherheit genügt regulatorisch oft nicht mehr. Indem Microsoft den Mindestschutz anhebt, setzt es Millionen von Unternehmensnutzern automatisch einem höheren Standard aus.
Das stellt spezialisierte Anbieter von E-Mail-Sicherheitslösungen vor massive Probleme. Viele Unternehmen nutzen bisher zusätzliche „Overlay“-Produkte neben ihren Microsoft-Lizenzen. Diese könnten mit den neuen Defender-Funktionen überflüssig werden – eine Konsolidierungswelle am Markt zeichnet sich ab. Selbst in günstigeren Paketen wie Office 365 E1 soll es künftig einen erweiterten URL-Schutz geben.
Die Rechnung kommt im Juli
Die verbesserten Sicherheitsfeatures sind nicht umsonst. Microsoft hat für den 1. Juli 2026 globale Preiserhöhungen angekündigt, die mit der vollständigen Einführung der neuen Funktionen zusammenfallen.
- Microsoft 365 E3 wird voraussichtlich um 8-10% teurer.
- Office 365 E3 erhält eine ähnliche Anpassung.
- Auch für Microsoft 365 E5 steigt der Preis, was mit der Integration von Security Copilot begründet wird.
Unternehmen sollten jetzt ihre Vertragslaufzeiten prüfen. Kunden mit einem Enterprise Agreement (EA), das vor Juli 2026 ausläuft, können die neuen Features möglicherweise zum alten Preis sichern, wenn sie rechtzeitig verlängern. Wer danach verlängert, muss mit den höheren Kosten rechnen. Diese lassen sich aber teilweise durch Einsparungen bei Drittanbieter-Lösungen kompensieren.
Fahrplan bis zur Preiserhöhung
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die schrittweise Aktivierung der E3-Features im ersten Halbjahr 2026.
Wichtige Meilensteine:
* Erstes Quartal 2026: Neue Verwaltungskontrollen für die Defender-Funktionen im Admin Center werden bereitgestellt.
* Zweites Quartal 2026: Erwartete Hinweise für Kunden mit doppelten Sicherheitsdiensten von Drittanbietern.
* 1. Juli 2026: Die neuen Preise gelten für alle kommerziellen, behördlichen und Non-Profit-Kunden bei Vertragsverlängerung.
Die Botschaft für Compliance-Verantwortliche ist klar: Der Standard für IT-Sicherheit wird neu definiert. Erweiterter Bedrohungsschutz ist ab Mitte 2026 keine optionale Zusatzleistung mehr, sondern fester Bestandteil eines modernen digitalen Arbeitsplatzes.
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