Microsoft blockiert OpenAIs Atlas-Browser in Windows 11
03.01.2026 - 09:23:12Microsoft schränkt den Start von OpenAIs neuem KI-Browser “Atlas” in Windows 11 gezielt ein. Der Schritt droht die Partnerschaft der Tech-Riesen zu belasten und könnte EU-Kartellbehörden auf den Plan rufen.
BERLIN/REDMOND – Der Kampf um den Browser der Zukunft ist eröffnet. Microsoft setzt in Windows 11 und seinem Edge-Browser offenbar technische Hürden ein, um die Nutzung von OpenAIs neuem “Atlas”-Browser zu erschweren. Das berichten Fachmedien nach der Analyse aktueller Entwicklerversionen. Der Konzern soll spezielle “Abfang”-Mechanismen aktiviert haben, die den nahtlosen Systemstart des KI-Browsers unterbinden.
Code belegt gezielte Blockade
Ausschlaggebend sind zwei spezifische Code-Flags in Testversionen von Microsoft Edge, die am 1. Januar 2026 entdeckt wurden. Die Bezeichnungen msEdgeAtlasDownloadIntercept und msEdgeAtlasDownloadBingReferrerHideIntercept lassen wenig Raum für Interpretation: Sie deuten auf eine gezielte Strategie hin, Downloads und Starts des Atlas-Browsers zu erkennen und zu unterbrechen.
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Der Zeitpunkt ist brisant. OpenAI hatte Atlas im Oktober 2025 für macOS vorgestellt, die Windows-Version soll Anfang 2026 folgen. Obwohl Microsoft enger Cloud-Partner von OpenAI ist und milliardenschwere Anteile hält, stellt Atlas eine direkte Bedrohung dar. Denn dieser “agentische” Browser agiert nicht passiv – er ist ein ständig aktiver KI-Assistent, der selbstständig im Web navigiert und tief in das Betriebssystem eingreifen muss.
Systemstart als neuralgischer Punkt
Genau hier setzt Microsofts Gegenwehr an. Damit Atlas seinen kontextbewussten “Memory”-Modus und Hintergrundaufgaben erfüllen kann, benötigt er Startberechtigungen beim Systemboot. Doch genau diese Privilegien scheint Windows 11 nun einzuschränken.
Analysten zufolge geht Microsoft über einfache Standardbrowser-Abfragen hinaus. Die Taktik umfasst vermutlich:
* Gezielte Warnungen bei der Suche nach Atlas über Bing oder Download-Versuchen via Edge, die auf angebliche Sicherheits- oder Optimierungsprobleme hinweisen.
* Automatische Deaktivierung von Atlas im Windows-Startmanager unter Verweis auf Leistung oder Akkulaufzeit.
* Umleitung von Links aus Microsoft-Programmen wie Outlook zurück in Edge – selbst wenn Atlas als Standardbrowser festgelegt ist.
Sicherheitsargument oder Wettbewerbsverzerrung?
Microsoft begründet solche Eingriffe typischerweise mit Sicherheitserwägungen. In der Tat bergen autonome KI-Agenten, die Transaktionen ausführen können, Risiken für “Prompt-Injection”-Angriffe. Die Einschränkung von Drittanbieter-KI-Browsern könne die Angriffsfläche verringern.
Doch Sicherheitsexperten sehen auch handfeste Geschäftsinteressen. “Die spezifische Nennung von ‘Atlas’ im Code legt nahe, dass es hier vor allem um kommerzielle Abschottung geht”, heißt es in einer Analyse des Unternehmens Deployflow. Durch die Kontrolle des Browser-Starts sichere Microsoft die Vorrangstellung seines eigenen KI-Assistenten Copilot.
Atlas’ Fähigkeit, Bildschirminhalte zu “lesen” und im Nutzerauftrag zu handeln, konkurriert direkt mit Microsofts “Recall”-Funktion und Copilot. Läuft Atlas beim Start, erfasst er die Nutzerabsicht, bevor Microsofts Dienste überhaupt ins Spiel kommen.
Drohende regulatorische Konsequenzen
Die Entwicklung markiert eine Zäsur in der Partnerschaft. Mit Atlas versucht OpenAI, sich vom reinen KI-Modellanbieter zum Anbieter direkter Nutzererfahrungen zu entwickeln – und greift damit Microsoft im eigenen Ökosystem an.
Für deutsche und europäische Unternehmen könnte dies praktische Probleme bringen. Firmen, die auf OpenAIs Enterprise-Ökosystem setzen, könnten bei der Atlas-Einführung auf technische Hürden stoßen.
Die größte Herausforderung für Microsoft dürfte jedoch in Brüssel lauern. Die EU-Digital Markets Act (DMA) verbietet “Gatekeepern” wie Microsoft ausdrücklich, eigene Dienste zu bevorzugen oder Interoperabilität zu beschränken. Die gezielte Blockade eines KI-Browsers beim Systemstart könnte als Verstoß gegen Nutzerwahlfreiheit gewertet werden und eine neue Untersuchung auslösen.
OpenAI hat zu den entdeckten Code-Flags bislang nicht öffentlich Stellung bezogen. Die stabile Version von Edge soll die “Intercept”-Mechanismen in den kommenden Wochen erhalten – just zum geplanten Windows-Release von Atlas im ersten Quartal 2026.
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