Microsoft, Aufgaben-Quartett

Microsoft bereinigt sein Aufgaben-Quartett und setzt auf KI-Agenten

07.02.2026 - 10:31:12

Microsoft schaltet Funktionen wie die Whiteboard-Integration ab und stärkt Planner als zentrale Projektmanagement-Plattform, während KI-Agenten wie der Project Manager Agent die Koordination übernehmen.

Microsoft schaltet im Februar 2026 beliebte Integrationsfunktionen in seiner Produktivitätssuite ab. Statt neuer Apps setzt der Konzern auf eine aggressive Bereinigung und vertieft die Rolle von KI-Agenten. Für die Tools Planner, To Do, Lists und Project beginnt damit eine neue Ära der Automatisierung.

Planner wird zur unangefochtenen Kommandozentrale

Die spürbarste Änderung betrifft die Teamkommunikation im neuen Planner. Microsoft ersetzt veraltete Aufgaben-Kommentare durch eine dynamische „Task Chat“-Funktion. Diese ermöglicht Rich-Text und direkte Erwähnungen, die nahtlos in den Teams-Chat fließen.

Dies ist der finale Schritt, um Planner von einem simplen Kanban-Board zur echten Projektmanagement-Zentrale auszubauen. Seit der Abschaltung der eigenständigen „Project for the Web“-Oberfläche im August 2025 ist Planner das alleinige Frontend für Aufgaben bis hin zu komplexen Gantt-Charts. Für Nutzer lautet die Antwort nun oft: Planner für alles mit einem Enddatum.

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Whiteboard-Integration fällt ersatzlos weg

Eine Entscheidung sorgt in der Community für Aufsehen: Microsoft stilllegt den Whiteboard-Reiter in Planner-Premium-Plänen. Bislang konnten Teams hier ein Whiteboard einbinden und Notizen automatisch in Aufgaben umwandeln.

Diese Funktion wird ersatzlos gestrichen. Bestehende Whiteboards bleiben nur über die eigenständige App erreichbar. Die direkte Workflow-Brücke innerhalb von Planner ist gekappt.

Experten sehen darin eine strategische Wende hin zu Microsoft Loop. Statt starrer Tabs in Planner setzt Microsoft nun auf flexible Loop-Komponenten in Chats und Dokumenten. Auch die tiefe Einbettung von Planner-Boards in Loop wird zurückgefahren – ein Zeichen, dass Performance über tiefe Integration gestellt wird.

Der „Project Manager Agent“ übernimmt die Koordination

Während visuelle Verknüpfungen schwinden, wächst die Intelligenz im Hintergrund. Der „Project Manager Agent“ erhält eine breitere Verfügbarkeit in Premium-Plänen. Dieser KI-Agent agiert als aktives Teammitglied und kann:
* Automatisch Pläne basierend auf Zielen erstellen.
* Statusberichte ohne manuelle Datensammlung generieren.
* Aufgabenfortschritte überwachen und bei Verzögerungen warnen.

Das verschiebt die Rollen im Aufgaben-Quartett: Microsoft To Do bleibt die persönliche Sammelstelle, während der Agent im Planner die Koordination übernimmt.

Lists spezialisiert sich auf reine Datenverwaltung

Microsoft Lists emanzipiert sich weiter vom Aufgaben-Manager zur flexiblen Datenbank. Neue Performance-Updates haben Ladezeiten für große Listen drastisch reduziert. Die Integration von Genehmigungsprozessen wurde erweitert.

Die klare Trennlinie lautet nun:
* Planner (mit To Do) für Arbeitsschritte und Termine.
* Lists für Informationen, Inventar und strukturierte Daten.

Lists besitzt keine native Integration in den „Project Manager Agent“, hat aber eigene Copilot-Funktionen zur Datenanalyse erhalten. Nutzer können per Sprachbefehl komplexe Filterabfragen stellen.

Hintergrund: Die Uhr tickt für Project Online

Diese Bereinigung bereitet das Ende von Project Online vor. Der Support für die Legacy-Plattform läuft am 30. September 2026 aus. Die Stärkung von Planner und das Kappen alter Schnittstellen sollen Enterprise-Kunden den Migrationsweg ebnen.

IT-Architekten müssen nun Workflows, die auf Whiteboard-Verknüpfungen oder alten Add-ins basieren, schnell auf die neue „Planner-plus-Copilot“-Architektur umstellen. Microsoft opfert lieb gewonnene Features für eine einheitliche, KI-optimierte Plattform.

Was kommt als Nächstes?

Für 2026 wird erwartet, dass Microsoft „Facilitator“-Agenten in Teams ausbaut. Diese sollen in Meetings nicht nur protokollieren, sondern gesprochene Vereinbarungen in Echtzeit als Aufgaben in Planner einspeisen – was manuelles Erfassen überflüssig machen könnte.

Auch die Integration von Planner in Viva Goals wird neu gedacht, nachdem alte Pfade im Februar abgeschaltet wurden. Die Zukunft des Aufgaben-Quartetts liegt in einem intelligenten Ökosystem, in dem oft nur der Copilot zählt – und nicht mehr die App im Hintergrund.

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