Microsoft, Cloud-Speicher

Microsoft beendet unbegrenzten Cloud-Speicher für Unis

16.01.2026 - 21:39:12

Die Ära des grenzenlosen Cloud-Speichers an Hochschulen ist vorbei. Microsofts neue Speicherpolitik für Microsoft 365 Education zwingt Universitäten weltweit zur radikalen Datenbereinigung – mit spürbaren Folgen für Millionen Studierende und Mitarbeiter.

Kern der Veränderung ist der Wechsel von individuellen Terabyte-Kontingenten zu einem begrenzten zentralen Speicherpool. Jede Bildungseinrichtung erhält pauschal 100 Terabyte (TB) kostenlosen Speicher, der sich alle Nutzer teilen müssen. Aufstocken lässt sich dieser Pool nur durch kostenpflichtige Lizenzen: Eine Microsoft 365 A3-Lizenz bringt 50 Gigabyte (GB), eine A5-Lizenz 100 GB zusätzlich. Mehr Speicher muss in 10-TB-Paketen hinzugekauft werden.

Für Nutzer des kostenlosen A1-Plans bedeutet das eine drastische Kürzung: Statt oft einem TB oder mehr stehen ihnen nun maximal 100 GB zur Verfügung – direkt aus dem knappen Hochschul-Pool. „Das zwingt zu einem kompletten Umdenken im digitalen Semesteralltag“, kommentiert ein IT-Leiter einer deutschen Universität.

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Deutsche Hochschulen setzen strenge Quoten

Die Reaktion der Universitäten folgt einem klaren Muster: strikte Limits und feste Fristen. Die University of Pittsburgh führt bis Sommer 2027 eine 250-GB-Grenze für Mitarbeiter ein und archiviert ab Juni 2026 E-Mails älter als 18 Monate. An der University of Manitoba müssen bis 28. Februar 2026 alle Accounts neue Limits einhalten – 25 GB für OneDrive und 50 GB für Mail bei Studierenden.

Auch deutsche Hochschulen bereiten ähnliche Maßnahmen vor. Viele kontaktieren bereits Nutzer mit übervollen Accounts und setzen Deadlines. Wer sein digitales Fußvolumen nicht reduziert, riskiert, dass sein Account schreibgeschützt wird. Neue E-Mails senden oder Dateien speichern wäre dann nicht mehr möglich.

Sicherheit und Nachhaltigkeit als Triebfedern

Warum dieser radikale Kurswechsel? Microsoft nennt zwei Hauptgründe: Cybersicherheit und ökologische Nachhaltigkeit. Der Bildungssektor ist besonders häufig Ziel von Cyberangriffen. Unkontrolliert wachsende Datenberge mit veralteten Dateien erhöhen das Risiko erheblich.

Gleichzeitig verursacht ungenutzter Speicher in Rechenzentren einen enormen ökologischen Fußabdruck. „Ein Großteil der gespeicherten Daten wird nie wieder angefasst, verbraucht aber permanent Energie“, erklärt eine Nachhaltigkeitsexpertin. Die neue Policy soll Anreize schaffen, überflüssige Daten endgültig löschen.

Was Nutzer jetzt tun müssen

Die Botschaft an alle Hochschulmitglieder ist eindeutig: Eigeninitiative zeigen. Dazu gehört:
* Regelmäßige Überprüfung des Speicherverbrauchs in OneDrive und Outlook
* Konsequentes Löschen alter Dateien und E-Mails
* Auslagern großer, nicht dringend benötigter Daten auf alternative Speicher
* Aufmerksames Lesen aller Mitteilungen der IT-Abteilung zu Fristen und Tools

Die Umstellung ist in vollem Gange. Für Hochschulen markiert sie einen Wendepunkt hin zu kontrollierter Daten-Governance. Für den Einzelnen wird der sorgsame Umgang mit digitalem Speicher zur neuen Pflichtübung im Studien- und Arbeitsalltag.

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