Microsoft Aktie: Umbau im Fokus
22.02.2026 - 03:57:09 | boerse-global.deMicrosoft erlebt gerade eine Woche, in der gleich mehrere strategische Baustellen zusammenlaufen. In der Gaming-Sparte gibt es einen Chefwechsel an der Spitze ? und parallel wird die wirtschaftliche Verzahnung mit OpenAI verlgert. Genau diese Mischung aus Umbau und hohen Zukunftsinvestitionen liefert die Erklärung, warum der Titel trotz solider Zahlen zuletzt unter Druck blieb.
Am 20. Februar hat Microsoft Asha Sharma zur neuen Executive Vice President und CEO von Microsoft Gaming ernannt. Sie folgt auf Phil Spencer, der nach 38 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand geht ? davon 12 Jahre als Chef der Gaming-Division.
CEO Satya Nadella würdigte Spencer öffentlich: Unter seiner Führung sei das Gaming-Geschäft stark gewachsen, zudem habe er zentrale Zukäufe wie Activision Blizzard, ZeniMax und Minecraft mitverantwortet. Spencer selbst hatte Nadella laut interner Mitteilung bereits im Herbst informiert und bleibt noch bis zum Sommer als Berater an Bord, um den Übergang zu begleiten.
Mit Sharma formiert sich das Führungsteam neu. Der langjährige Manager Matt Booty steigt zum Executive Vice President und Chief Content Officer auf und berichtet an Sharma. Zusammen verantworten sie rund 40 Studios über Xbox, Bethesda, Activision Blizzard und King hinweg. Auffällig ist aber auch ein Abgang: Sarah Bond, die laut Spencer eine wichtige Rolle bei Xbox-Strategie und Game Pass spielte, verlässt das Unternehmen.
OpenAI-Deal länger ? und breiter
Einen Tag zuvor wurde ein zweiter, nicht minder wichtiger Baustein bekannt: Microsoft verlängert die Umsatzbeteiligung an OpenAI. Nach dem aktualisierten Vertrag erhält Microsoft bis 2032 weiterhin 20% der gesamten OpenAI-Umsätze ? zwei Jahre länger als ursprünglich geplant.
Gleichzeitig lockert der Deal bestimmte Exklusivitätsklauseln. OpenAI bekommt damit mehr Spielraum, auch andere Rechenanbieter zu nutzen. Im Gegenzug verpflichtet sich OpenAI zu umfangreichen, langfristigen Ausgaben für Azure. Das ist für Microsoft relevant, weil die OpenAI-Verbindung inzwischen tief im Cloud-Auftragsbestand steckt: Laut Bericht entfallen rund 45% der verbleibenden Leistungsverpflichtungen (insgesamt 625 Mrd. US-Dollar) auf OpenAI-bezogene Zusagen, wie das Unternehmen bei den Q2-Zahlen am 28. Januar offengelegt hatte.
Warum die Aktie trotzdem schwächelt
Fundamental lieferte Microsoft im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 zwar ein starkes Bild: 81,3 Mrd. US-Dollar Umsatz (+17% zum Vorjahr) und ein Non-GAAP-Ergebnis je Aktie von 4,14 US-Dollar (+24%). Besonders die Cloud stach heraus: Erstmals über 51 Mrd. US-Dollar Quartalsumsatz, ein Plus von 26%.
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Trotzdem reagierte der Markt nach dem Bericht mit einem deutlichen Tagesminus. Der Auslöser war weniger das operative Geschäft als die Investitionswelle: Die kapitalintensiven Ausgaben inklusive Finanzierungsleasing beliefen sich auf 37,5 Mrd. US-Dollar im Quartal, deutlich mehr als im Vorjahr und über den Erwartungen. Anleger wollten zugleich schnellere Beschleunigung im Cloud-Wachstum sehen ? und genau dieser Spagat prägt die aktuelle Debatte.
Microsoft selbst setzt klar auf Skalierung: Für das laufende Geschäftsjahr sind laut Bericht 120 Mrd. US-Dollar für KI-Infrastruktur geplant. Nadella verwies zudem darauf, dass in nur drei Monaten rund ein Gigawatt neue Rechenzentrumskapazität hinzugekommen sei. Ein großer Teil der Ausgaben floss in kurzlebige Hardware wie GPUs und CPUs ? also in Technik, die schnell veraltet, aber kurzfristig Leistung bringt.
Am Freitag schloss die Aktie bei 337,10 Euro. Auf 30 Tage summiert sich das Minus damit auf -11,30% ? ein sichtbares Zeichen, dass der Markt die Investitionsphase aktuell kritisch einpreist.
Ausblick bis Ende April
Die nächsten Wochen dürften von zwei Themen dominiert werden: Erstens, wie reibungslos der Führungswechsel im Gaming-Bereich gelingt, inklusive der Neuordnung nach dem Abgang von Sarah Bond. Zweitens, ob Microsoft den Markt davon überzeugt, dass die hohen KI-Ausgaben zügig in zusätzliche Cloud- und KI-Umsätze übersetzen. Konkreter Fixpunkt ist der nächste Quartalsbericht am 29. April 2026 ? dort wird sich zeigen, ob Wachstum und Investitionsniveau wieder besser zusammenfinden.
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