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Microsoft Aktie: Kartellalarm in Japan

25.02.2026 - 19:16:18 | boerse-global.de

Die japanische Wettbewerbsbehörde untersucht Microsoft Azure auf Kartellverstöße, während Gründer Bill Gates Affären und Kontakte zu Jeffrey Epstein einräumt. Die Aktie steht unter Druck.

Microsoft Aktie: Kartellalarm in Japan - Foto: über boerse-global.de
Microsoft Aktie: Kartellalarm in Japan - Foto: über boerse-global.de

Die Aktie von Microsoft steht unter Druck. Während Bill Gates persönliche Verfehlungen eingesteht und seine Beziehung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein erstmals öffentlich einordnet, nehmen japanische Wettbewerbshüter die Cloud-Sparte Azure ins Visier. Für Anleger kommen die Nachrichten zur Unzeit – denn das Cloud-Geschäft gilt als Wachstumstreiber Nummer eins.

Japan prüft wettbewerbswidriges Verhalten

Die japanische Fair Trade Commission untersucht Microsofts lokale Einheit wegen möglicher Verstöße gegen das Kartellrecht. Im Fokus: die Cloud-Plattform Azure. Nach Informationen aus dem Umfeld der Behörde geht es um den Vorwurf, Microsoft habe Kunden daran gehindert, konkurrierende Cloud-Dienste zu nutzen. Konkret soll der Konzern verhindert haben, dass eigene oder fremde Software auf anderen Plattformen als Azure läuft.

Die Untersuchung trifft einen neuralgischen Punkt. Azure ist neben dem Office-Geschäft und der KI-Offensive das zentrale Standbein des Konzerns. Jede regulatorische Einschränkung würde die Marktposition im Milliardenmarkt Cloud-Computing schwächen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerb durch Amazon Web Services und Google Cloud ohnehin intensiv ist.

Gates räumt Affären und Epstein-Fehler ein

Parallel sorgt Bill Gates für Schlagzeilen. Bei einer internen Mitarbeiterversammlung der Gates Foundation am Dienstag gestand der Microsoft-Mitgründer Affären mit zwei russischen Frauen ein. Diese hätten jedoch keinen Bezug zu Opfern des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gehabt, betonte der 70-Jährige laut Wall Street Journal. Epstein habe von den Affären erfahren und das Wissen möglicherweise zur Erpressung genutzt.

Gates räumte zudem erneut ein, dass seine Kontakte zu Epstein ein Fehler gewesen seien. Er habe den verurteilten Täter ab 2011 mehrfach getroffen – Jahre nach dessen Verurteilung wegen Anwerbung einer Minderjährigen zur Prostitution. Die Treffen hätten in Deutschland, Frankreich, New York und Washington stattgefunden, allerdings nie über Nacht und nie auf Epsteins Insel. Seine damalige Ehefrau Melinda French Gates sei den Kontakten stets skeptisch gegenübergestanden. Das letzte persönliche Treffen mit Epstein fand 2014 statt.

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Souveränität als Antwort auf Datenschutz-Sorgen

Immerhin auf der technischen Seite versucht Microsoft, Vertrauen zurückzugewinnen. Bei einem Kundenkongress in München sicherte Konzernchef Satya Nadella europäischen Kunden "souveräne Kontrolle" über ihre Daten zu. Nutzer sollen in Microsoft-Rechenzentren gespeicherte Anwendungen und Daten komplett gegen Zugriff von außen sichern können – durch Verschlüsselung und auf Wunsch in separaten europäischen Rechenzentren.

Auch die KI-Entwicklung soll künftig auf lokalen Systemen möglich sein. Der bislang nur in der Cloud zugängliche Dienst "Foundry" werde nun auch lokal verfügbar sein, so Nadella. Die Zusicherungen zielen auf wachsende Sorgen in Europa ab, dass Daten in US-Rechenzentren nicht sicher vor Zugriff amerikanischer Behörden seien.

Für die Microsoft-Aktie bleibt die Gemengelage herausfordernd. Die Kartelluntersuchung in Japan könnte zum Präzedenzfall werden. Im vorbörslichen NASDAQ-Handel legte der Titel am Mittwoch dennoch um 0,65 Prozent auf 391,51 Dollar zu.

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