Microsoft Aktie: Hohn reduziert 8-Milliarden-Position
16.05.2026 - 14:08:51 | boerse-global.deMicrosoft bekommt Druck von zwei Seiten. In Großbritannien prüft die Wettbewerbsbehörde die Marktmacht bei Bürosoftware. Parallel dazu streiten große Investoren darüber, ob Künstliche Intelligenz Microsoft stärker macht oder das Kerngeschäft angreift.
London nimmt Office ins Visier
Die britische Competition and Markets Authority eröffnete am 14. Mai eine formelle Untersuchung. Sie prüft, ob Microsoft im Geschäft mit Unternehmenssoftware einen „strategischen Marktstatus“ erhalten soll. Der Abschluss ist bis Februar 2027 geplant.
Im Kern geht es um die Bündelung von Windows, Word, Excel, Teams, Copilot und weiteren Produkten. Die Behörde will klären, ob diese Pakete Wettbewerber schwächen. Auch die Frage spielt eine Rolle, wie gut KI-Anbieter ihre Dienste in Microsofts Software einbinden können.
CMA-Chefin Sarah Cardell formulierte das Ziel nüchtern. Die Behörde wolle verstehen, wie sich diese Märkte entwickeln, welche Position Microsoft dort hat und ob gezielte Schritte nötig sind. Microsoft kündigte an, schnell und konstruktiv mit der Behörde zusammenzuarbeiten.
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Der Fall passt in ein größeres Muster. Microsoft steht auch in der EU und den USA unter kartellrechtlicher Beobachtung. Dort geht es um Unternehmenssoftware, Cloud-Dienste und KI-Partnerschaften.
Ackman kauft, Hohn verkauft
Am Markt sorgt ein anderer Kontrast für Aufmerksamkeit. Christopher Hohns TCI Fund reduzierte eine Microsoft-Position von rund 8 Milliarden Dollar fast vollständig. Der Anteil sank von 10 Prozent auf 1 Prozent.
Hohn begründete den Schritt mit Unsicherheit durch KI. Neue Werkzeuge könnten etablierte Arbeitsabläufe verändern. Besonders Office und Azure sieht er nicht mehr so unangreifbar wie früher.
Bill Ackman stellt sich auf die andere Seite. Pershing Square meldete zum Ende des ersten Quartals 2026 rund 5,65 Millionen Microsoft-Aktien im Wert von etwa 2,09 Milliarden Dollar. Ackman sieht die Produkte weiter als zentral für Firmenkunden.
Auch die hohen Investitionen schrecken ihn nicht ab. Die geplanten Ausgaben von 190 Milliarden Dollar im Jahr 2026 wertet er als Wachstumskapital. Den Einstieg beschreibt er mit einem Bewertungsniveau von 21-fachem erwarteten Gewinn.
Zahlen stark, Kurs verhalten
Die jüngsten Quartalsdaten liefern beiden Lagern Argumente. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 82,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 4,27 Dollar.
Die Börse reagierte trotzdem vorsichtig. Investoren fragen weniger nach dem aktuellen Tempo. Sie fragen nach der Rendite der KI-Ausgaben.
Microsoft Cloud kam auf 54,5 Milliarden Dollar und wuchs um 29 Prozent. Azure und andere Cloud-Dienste legten um 40 Prozent zu. Das bleibt stark, auch wenn Google Cloud zuletzt schneller wuchs.
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Das KI-Geschäft läuft inzwischen auf eine Jahresrate von mehr als 37 Milliarden Dollar. Im Jahresvergleich stieg es um 123 Prozent. Genau diese Dynamik erklärt, warum die Debatte so scharf geführt wird.
Am Freitag schloss die Aktie bei 362,95 Euro, ein Plus von 3,42 Prozent; seit Jahresanfang bleibt ein Minus von 10,07 Prozent. Damit hat sich der Kurs zuletzt erholt, bleibt aber klar unter früheren Höchstständen.
Nach Einschätzung von 38 Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 569,46 Dollar. Das entspräche einem Potenzial von 34,78 Prozent. Hargreaves-Lansdown-Analyst Matt Britzman hält die niedrige Bewertung für nicht gerechtfertigt.
Am 21. Mai liegt der Ex-Dividenden-Termin an; vorgesehen sind 0,91 Dollar je Aktie. Der größere Kurstreiber bleibt der Ausgang der KI-Wette: Microsoft muss zeigen, dass die hohen Ausgaben nicht nur Wachstum kaufen, sondern die Marktstellung verteidigen.
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