Microsoft Aktie: Günstig wie seit 2018 nicht
08.04.2026 - 01:14:38 | boerse-global.deMicrosoft hat im ersten Quartal 2026 rund 24 Prozent an Wert verloren — die schwächste Performance unter den „Magnificent Seven" und der stärkste Quartalsrückgang seit der Finanzkrise 2008. Goldman Sachs hält dennoch an einem Kursziel von 600 Dollar fest und sieht damit ein Aufwärtspotenzial von knapp 61 Prozent gegenüber dem Stand von vergangener Woche.
Was hinter dem Kursrückgang steckt
Zwei Faktoren belasten die Aktie besonders. Erstens: Die Investitionskosten explodieren. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnen Analysten mit Kapitalausgaben von rund 146 Milliarden Dollar — ein Anstieg von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Frage, wann diese KI-Infrastrukturinvestitionen in spürbares Umsatzwachstum umschlagen, bleibt für viele Investoren unbeantwortet.
Zweitens trifft Microsoft der branchenweite Ausverkauf von SaaS-Aktien. Anleger fürchten, dass KI-Startups wie Anthropic und OpenAI mit autonomen Agenten klassische Softwareprodukte verdrängen könnten. Hinzu kommt, dass Azure-Wachstum zuletzt erstmals seit Jahren nachließ und nur drei Prozent der kommerziellen Office-Kunden Copilot-Lizenzen erworben haben.
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Bewertung auf Mehrjahrestief
Goldman-Analystin Gabriela Borges hält die Skepsis für übertrieben. Sie argumentiert, die Verlangsamung bei Microsoft 365 habe sich bereits abgeschwächt, die Copilot-Kennzahlen verbesserten sich, und die Einführung der KI-gestützten Enterprise-Lizenzstufe werde innerhalb der nächsten neun Monate messbare Effekte zeigen. Das Risiko einer KI-Kannibalisierung sei im Kurs „bereits mehr als eingepreist".
Die Fundamentaldaten stützen diese Einschätzung zumindest teilweise. Im jüngsten Quartal stieg der Umsatz um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar, Azure legte 39 Prozent zu, und der GAAP-Gewinn verdoppelte sich nahezu. Trotzdem notiert die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19,4 auf Basis der Gewinnerwartungen — ein Abschlag von 34 Prozent gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis für das Geschäftsjahr 2027 liegt bei 7,3 — so niedrig wie zuletzt 2018.
Breite Unterstützung von der Wall Street
Goldman Sachs steht mit seiner Einschätzung nicht allein. Von 57 bei S&P Global erfassten Analysten stuften 54 die Aktie im März als „Kauf" oder „starken Kauf" ein. Das Konsens-Kursziel impliziert ebenfalls ein Aufwärtspotenzial von über 60 Prozent.
Den nächsten konkreten Prüfstein liefern die Quartalszahlen am 28. April. Anleger werden vor allem auf das Azure-Wachstum und erste Signale zur Copilot-Monetarisierung achten — genau die Kennzahlen, die den Kursrückgang ausgelöst haben.
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