Microsoft Aktie: Gewinnschock ausgeblieben
22.02.2026 - 13:12:28 | boerse-global.deDer Softwareriese stand Anfang 2026 unter Druck – die Aktie verlor bis Mitte Februar über 17 Prozent. Doch im Gegensatz zu vielen Branchenkollegen scheint das Unternehmen aus Redmond die KI-Krise glimpflicher zu überstehen als befürchtet.
KI-Skepsis trifft die gesamte Tech-Branche
Die Software-Industrie durchlebt derzeit eine Phase der Verunsicherung. Der iShares Expanded Tech-Software ETF (IGV) brach von seinem Höchststand deutlich ein – das Kurs-Umsatz-Verhältnis fiel von über 16 auf nur noch 3,9. Analysten von Stifel ziehen Parallelen zur E-Commerce-Disruption der späten 1990er Jahre: Damals verlor Microsoft nach seinem Dezember-1999-Peak von etwa 60 Dollar kontinuierlich an Wert und erreichte erst im April 2014 wieder die 40-Dollar-Marke – trotz starken Umsatzwachstums von 22 auf 83 Milliarden Dollar.
Der Kern der aktuellen Nervosität: Investoren fragen sich, ob etablierte Softwarekonzerne ihre KI-Funktionen monetarisieren können oder gezwungen sein werden, agentenbasierte KI kostenlos in bestehende Verträge zu integrieren. Zudem dürften LLM-Anbieter derzeit einige Kundennutzungen subventionieren – mit negativen Bruttomargen für die Anbieter. Sobald diese Subventionen enden und Hyperscaler ihre Infrastruktur kostendeckend bepreisen, könnte der Margendruck erheblich werden.
Gates-Stiftung reduziert Position
Der Gates Foundation Trust trennte sich im vierten Quartal 2025 von 1,5 Millionen Microsoft-Aktien – ein Minus von 16,32 Prozent. Die verbliebenen 7,69 Millionen Papiere hatten zum Jahresende einen Wert von rund 3,72 Milliarden Dollar und machten 10,52 Prozent des Stiftungsdepots aus. Trotz der Reduktion bleibt Microsoft auf dem vierten Platz im Portfolio der von Bill Gates gegründeten Stiftung.
Die Bewegung erfolgte in einem schwierigen Marktumfeld für Tech-Aktien. Während einige Magnificent Seven wie Amazon (minus 11 Prozent) und Microsoft selbst deutlich nachgaben, zeigte sich eine Rotation in defensive Sektoren wie Energie, Industrie und Basiskonsumgüter.
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Nvidia als Stimmungsbarometer
Die Quartalszahlen von Nvidia am kommenden Mittwoch werden als entscheidender Test für die gesamte KI-Lieferkette gewertet. Analysten erwarten für das vierte Geschäftsquartal einen Umsatz von 65,9 Milliarden Dollar – ein Plus von 71 Prozent. Besonders wichtig: Die Prognose für das laufende Quartal und die Kommentare von CEO Jensen Huang zur Ausgabenbereitschaft der Hyperscaler.
Stifel-Analysten bleiben vorsichtig: Sie rechnen nicht mit einer V-förmigen Erholung vieler Softwarewerte in den kommenden Quartalen. Stattdessen favorisieren sie kurzfristig Infrastruktur- und Sicherheitsunternehmen. Bei SaaS-Anbietern sehen sie jene mit starker Datengravitation und tiefem Domänenwissen als Gewinner agentenbasierter Workflows.
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