Microsoft Aktie: Ackman baut Kernposition auf
16.05.2026 - 04:18:42 | boerse-global.deEin prominenter Investor dreht bei Microsoft die Stimmung. Bill Ackmans Pershing Square hat eine Kernposition aufgebaut und trifft damit einen wunden Punkt: Die Aktie war zuletzt deutlich hinter großen Tech-Werten zurückgeblieben. Der neue Rückenwind kommt jedoch nicht ohne Gegenlast. In Großbritannien prüfen Wettbewerbshüter das Softwarepaket rund um Office, Teams und Copilot.
Ackman nutzt die Schwäche
Am Freitag schloss die Aktie bei 363,20 Euro und legte 3,49 Prozent zu. Auf Wochensicht steht ein Plus von 3,09 Prozent.
Der breitere Tech-Index gab am selben Tag dagegen um ein Prozent nach. Genau dieser Kontrast machte den Kurssprung auffällig.
Seit Jahresanfang liegt Microsoft dennoch 10,01 Prozent hinten. Der Abstand zum Hoch aus dem vergangenen Sommer bleibt groß. Die Aktie notiert über der 50-Tage-Linie, aber weiter unter dem langfristigen Durchschnitt.
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Pershing Square begründete den Einstieg mit einer „hochattraktiven Bewertung“ nach den Rücksetzern. Ackman verweist auf die Widerstandskraft von Microsoft 365 und das Potenzial von Azure. Das passt zur Marktrotation in große Tech-Werte, die bei schwächeren Kursen wieder Kapital anzieht. Der Markt bewertet Microsoft mit etwa dem 21-Fachen der erwarteten Gewinne niedriger als mehrere Mega-Cap-Vergleiche.
Kartellprüfung trifft das Paketmodell
Am Donnerstag, 14. Mai 2026, startete die britische Wettbewerbsbehörde CMA eine Kartelluntersuchung gegen Microsofts Geschäft mit Bürosoftware. Im Kern prüft die Behörde, ob Pakete aus Windows und Office Rivalen behindern. Auch Teams und Copilot zählen zu den Produkten im Paket.
Die Behörde untersucht technische Hürden und mögliche Zugangshürden für Wettbewerber im Software- und KI-Markt. Es ist der vierte Fall unter den neuen britischen Befugnissen. Für Microsoft trifft die Prüfung einen sensiblen Bereich: Das Unternehmen verdient viel Geld damit, Software eng zu verzahnen.
KI-Wachstum bleibt der Kern
Operativ liefert Microsoft weiter starke Argumente. Im jüngsten Fiskalquartal stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 82,89 Milliarden Dollar. Azure und andere Cloud-Dienste wuchsen um 40 Prozent.
Das KI-Geschäft erreicht inzwischen eine jährliche Umsatzrate von 37 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand im kommerziellen Geschäft liegt bei 627 Milliarden Dollar.
Diese Zahlen erklären, warum Ackmans Einstieg am Markt verfängt. Microsoft verkauft nicht nur KI-Fantasie, sondern zeigt konkrete Nachfrage in Cloud-Verträgen und Produktpaketen.
Der Ausbau bleibt teuer. Microsoft plant für 2026 Investitionen von 190 Milliarden Dollar, vor allem für KI-Infrastruktur. Ein großer Teil fließt in Rechenkapazität, die rasch altert und ersetzt werden muss.
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Die Quartalsausgaben liegen bei 31,9 Milliarden Dollar. Davon entfällt etwa zwei Drittel auf Anlagen wie GPUs und CPUs. Das zeigt, wie eng die Kapazitäten weiter sind.
Auf der WinHEC 2026 in Taipeh rückte Microsoft auch die Hardware-Seite in den Blick. Es war die erste Hardware-Konferenz dieser Art seit 2018. Mit der Driver Quality Initiative will der Konzern Treiber stabiler, sicherer und enger mit Chip- sowie PC-Partnern entwickeln.
Kurzfristig bleibt das Bild gemischt. Die Aktie liegt über der 50-Tage-Linie, aber unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Der Impuls durch Ackman hilft nur nachhaltig, wenn Azure-Wachstum und KI-Umsätze die hohen Infrastrukturkosten weiter rechtfertigen. Parallel läuft in Großbritannien ein Verfahren, das den Wert des gebündelten Software-Ökosystems direkt berührt.
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