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Microsoft Agent Framework: Einheitliche KI-Plattform für Entwickler

24.02.2026 - 07:19:59 | boerse-global.de

Microsoft stellt mit seinem neuen Agent Framework einen Release Candidate vor, der die bisherigen Tools Semantic Kernel und AutoGen in einer stabilen Open-Source-Plattform zusammenführt. Die Lösung bietet graph-basierte Workflows und tiefe Azure-Integration für Unternehmen.

Microsoft vereint seine KI-Tools in einem stabilen Open-Source-Framework, das jetzt als Release Candidate vorliegt. Die neue Plattform soll die Entwicklung intelligenter Agenten revolutionieren und bietet erstmals eine einheitliche Basis für .NET und Python.

Ein Nachfolger für zwei erfolgreiche Tools

Das Microsoft Agent Framework löst die bisher getrennten Entwickler-Tools Semantic Kernel und AutoGen ab. Damit beendet der Tech-Riese eine Fragmentierung, die viele Programmierer behinderte. Semantic Kernel brachte unternehmensreife Stabilität, AutoGen innovative Multi-Agenten-Orchestrierung. Beide Stärken vereint nun das neue Framework in einem einzigen SDK.

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"Für Entwickler in unserem Ökosystem war die Wahl zwischen Stabilität und Innovation oft schwierig", erklärt ein Microsoft-Sprecher. "Jetzt müssen sie sich nicht mehr entscheiden." Beide Vorgänger-Tools werden in den Wartungsmodus überführt. Alle Entwicklungsressourcen fließen künftig in das neue, vereinheitlichte Framework.

Graph-basierte Workflows vereinfachen komplexe Prozesse

Die Kerninnovation: Graph-basierte Workflows. Sie ermöglichen es, mehrere Agenten und Funktionen in ausgeklügelten Mustern zu kombinieren. Entwickler definieren deklarativ, wie Agenten zusammenarbeiten – ob nacheinander, parallel oder im Gruppen-Chat.

"Mit wenigen Codezeilen entsteht ein funktionierender Agent", verspricht Microsoft. Die Komplexität sinkt damit deutlich. Das Framework unterstützt zudem Funktionstools für typensichere externe Aufrufe, Streaming, Checkpointing und menschliche Eingriffe. Diese strukturierte Orchestrierung markiert einen großen Fortschritt gegenüber früheren, eher improvisierten Methoden.

Tiefe Azure-Integration für Unternehmenskunden

Microsoft setzt klar auf die Cloud: Das Framework ist nahtlos in Azure AI Foundry integriert. Projekte lassen sich so von lokalen Experimenten zu skalierbaren Cloud-Deployments entwickeln. Die Integration bringt Observability, Governance und Compliance-Funktionen mit – essenziell für den Unternehmenseinsatz.

Zur geplanten Version 1.0 plant Microsoft Enterprise-Compliance-Garantien wie SOC 2 und HIPAA. Das macht das Framework auch für regulierte Branchen attraktiv. Die enge Kopplung mit Azure-Infrastruktur und Diensten wie Microsoft Entra für Identitätsmanagement positioniert es als Kernkomponente für sichere, unternehmensreife Agenten-Systeme.

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Wettbewerb im reifenden KI-Agenten-Market

Der Release Candidate erscheint in einem sich rapide entwickelnden Markt. Konkurrenz kommt von Tools wie LangGraph mit seinen stateful Workflows und CrewAI, das für einfache Multi-Agenten-Koordination bekannt ist. Microsofts Trumpf: Die tiefe Azure-Integration.

Für stark in Azure investierte Unternehmen könnte das Framework zur ersten Wahl werden. Die stabile API ebnet den Weg zur finalen Version 1.0. Entwickler können nun darauf aufbauen, ohne mit größeren Kernänderungen rechnen zu müssen. Die Zukunft dürfte noch tiefere Cloud-Integration bringen – etwa gehostete Agent-Runtimes und erweiterte Workflow-Verwaltung direkt in Azure. Der Weg vom Prototyp zur Produktion wird damit immer kürzer.

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