Microsoft 365: Preise steigen ab Juli 2026 deutlich
04.01.2026 - 09:00:12Ab Juli 2026 wird Microsoft 365 für Unternehmen weltweit teurer. Die umfassendste Preisanpassung seit Jahren trifft vor allem Einsteiger- und Frontline-Tarife. Hinter den Erhöhungen von bis zu 33 Prozent stehen massive Investitionen in KI und Sicherheit.
Während weltweit die IT-Budgets für das neue Jahr finalisiert werden, steht die Tech-Branche vor der größten Umstellung bei Microsofts kommerziellen Preisen seit Jahren. Nach der umfassenden Ankündigung „Advancing Microsoft 365“ vom 4. Dezember 2025 analysieren Unternehmen nun die Auswirkungen globaler Preiserhöhungen, die am 1. Juli 2026 in Kraft treten. Die Anpassungen versprechen erweiterte KI-Fähigkeiten und bessere Sicherheitsfeatures, bedeuten aber erhebliche finanzielle Folgen für Abonnenten – vom Mittelstand bis zum Großkonzern.
Die bestätigten Preisanpassungen betreffen fast alle kommerziellen Pakete. Sie gelten für neue und verlängerte Abonnements ab dem Stichtag im Juli. Die prozentualen Steigerungen variieren stark je nach Tarif und spiegeln Microsofts Strategie wider, seine Milliardeninvestitionen in generative KI zu monetarisieren.
Wichtige Änderungen (pro Benutzer/Monat):
* Microsoft 365 Business Basic: Steigt von 6,00 auf 7,00 US-Dollar (+16,7 %).
* Microsoft 365 Business Standard: Von 12,50 auf 14,00 US-Dollar (+12 %).
* Microsoft 365 E3: Von 36,00 auf 39,00 US-Dollar (+8,3 %).
* Microsoft 365 E5: Von 57,00 auf 60,00 US-Dollar (+5,3 %).
Besonders stark betroffen sind die Frontline Worker-Tarife, die für Branchen wie Einzelhandel, Produktion und Gesundheitswesen entscheidend sind. Der Microsoft 365 F1-Plan wird um 33 Prozent teurer, der F3-Plan um 25 Prozent. Für Großunternehmen mit Tausenden Lizenzen ist selbst der geringere prozentuale Anstieg beim Premium-Tarif E5 eine signifikante Belastung.
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KI und Sicherheit: Das neue Wertversprechen
Microsoft begründet die Erhöhungen nicht als Inflation, sondern als Spiegel eines erweiterten Wertversprechens. Aus der Produktivitätssuite soll ein KI-gestütztes, sicheres Arbeitsfundament werden.
Erweiterte KI-Fähigkeiten
Ein zentraler Punkt ist die Integration von Copilot Chat in die Kern-Erfahrung von Microsoft 365. Die aktualisierten Pakete beinhalten verbesserte „Agent Mode“-Fähigkeiten, mit denen Nutzer iterativ mit KI-Agenten an Dokumenten in Word, Excel und PowerPoint arbeiten können.
Security Copilot inklusive für E5-Kunden
Für Abonnenten des Top-Tarifs Microsoft 365 E5 ist die Aufwertung substanziell. Seit Ende 2025 erhalten diese Microsoft Security Copilot ohne Aufpreis. Dieses Tool bietet Sicherheitszentren KI-gestützte Bedrohungsanalyse direkt in den Defender- und Purview-Oberflächen. Dazu gibt es ein Kontingent an Security Compute Units (SCUs). Dieses Bundling eines bisher separaten Premium-Produkts könnte den Preisanstieg von 5,3 Prozent für sicherheitsbewusste Unternehmen relativieren.
Strategisches Fenster: Kurzfristige Entlastung im Februar
Noch bevor die Juli-Erhöhungen wirken, gibt es für Kunden in bestimmten Regionen eine kurzfristige Entlastung. Microsoft senkt die Preise für seine Commercial Cloud-Dienste in ausgewählten Lokalwährungen, darunter den Euro, ab 1. Februar 2026 um etwa 7,4 Prozent.
Dies schafft ein einzigartiges strategisches Zeitfenster. Internationale Unternehmen, deren Verträge zwischen Februar und Ende Juni 2026 verlängert werden müssen, könnten von einem „Doppeleffekt“ profitieren: Sie erneuern zum währungsbereinigten, niedrigeren Preis, bevor die globale Preiserhöhung im Juli greift.
Marktanalyse: Jetzt handeln, um Kosten zu kontrollieren
Die Reaktionen von Analysten und Lizenzierungsexperten sind eindeutig. Große Unternehmen sollten die neuen Inklusivleistungen – insbesondere Security Copilot – bei Vertragsverhandlungen als Hebel nutzen, um den wahrgenommenen Wert zu maximieren.
Lizenzierungspartner wie SoftwareOne raten Kunden dringend, ihren aktuellen Lizenzbestand sofort zu überprüfen und vorzubereiten. Die einhellige Empfehlung lautet: Unternehmen mit Verlängerungen in der zweiten Jahreshälfte 2026 sollten Optionen für eine vorzeitige Verlängerung oder mehrjährige Verträge prüfen, um die aktuellen Preise noch zu sichern.
Für Firmen im Cloud Solution Provider (CSP)-Modell ist die Strategie klar: Ein neues Jahres- oder Dreijahres-Abonnement vor Juli 2026 abzuschließen, könnte die Preiserhöhung für die Vertragslaufzeit aufschieben.
Ausblick: Die teure KI-Arbeitswelt von morgen
Die Preisanpassungen 2026 markieren das definitive Ende der Ära reiner „Produktivitäts“-Lizenzen. Microsoft positioniert seine Suite als integrierte Plattform für KI und Cybersicherheit.
Für IT-Abteilungen wird die Herausforderung 2026 die Akzeptanz sein. Höhere Preise für Features wie Copilot Chat sind nur gerechtfertigt, wenn Mitarbeiter sie auch nutzen. CIOs werden sich daher von Budgetverhandlungen hin zur Einführungsstrategie bewegen müssen. Die Frage lautet: Führen die „Advancing Microsoft 365“-Features zu messbaren Produktivitätsgewinnen oder nur zu höheren Betriebskosten?
Mit sechs Monaten bis zum Inkrafttreten der neuen Preise bleibt das Fenster für strategische Verhandlungen und Architekturüberprüfungen noch offen. Die Optimierung dieser Investitionen wird entscheidend sein, um die zunehmend teure, aber leistungsfähige digitale Landschaft zu navigieren.
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