Microsoft, KI-Workflows

Microsoft 365: KI-Workflows und Sicherheit im Fokus

18.02.2026 - 03:09:11

Microsoft integriert KI-gesteuerte Automatisierung in Teams und verschärft gleichzeitig Sicherheitsvorkehrungen mit MFA-Pflicht und neuen eDiscovery-Regeln. Die Updates zielen auf Produktivitätssteigerung und Compliance.

Microsoft stattet seine 365-Produktpalette mit KI-gesteuerter Automatisierung und strengeren Sicherheitsvorkehrungen aus. Die Updates zielen darauf ab, die Produktivität von Geschäftsanwendern zu steigern und gleichzeitig die Compliance zu stärken.

KI-Workflows erobern Microsoft Teams

Die größte Neuerung ist die vollständige Verfügbarkeit von KI-Workflows in der Microsoft Teams Workflows-App. Seit Mitte Februar können alle lizenzierten Nutzer mit Microsoft 365 Copilot wiederkehrende Aufgaben automatisieren. Über vorgefertigte Vorlagen lassen sich Aktionen wie das Versenden von E-Mails oder das Erstellen von Teams-Beiträgen zeitgesteuert ausführen – ganz ohne manuelles Zutun.

Die Funktion ist aktuell für Teams im Web und auf Mac verfügbar. In Unternehmen ist die Workflows-App standardmäßig deaktiviert und muss von Administratoren erst in den Teams-Einstellungen freigeschaltet werden. Über Cloud-Richtlinien können Organisationen zudem steuern, wie diese KI-gesteuerten Erlebnisse genutzt werden.

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Sicherheit und Compliance werden verschärft

Parallel zur KI-Offensive treibt Microsoft Sicherheitsupdates voran. Seit dem 16. Februar gelten neue Regeln für eDiscovery-Prozesse in Microsoft Purview. Direkte Exporte aus Fällen werden nun in temporäre Container gepackt, die nach 14 Tagen automatisch gelöscht werden. Zudem wurden Workflows vereinfacht, indem bestimmte Funktionen in Content Search-Fällen entfallen.

Ein weiterer Schritt betrifft den Zugang zum Microsoft 365 Admin Center: Seit Februar ist die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Anmeldungen verpflichtend. Dies soll den Schutz der Mandanten-Einstellungen deutlich erhöhen. Außerdem wird die Funktion, verdächtige Nachrichten in Teams zu melden, nun auch für Kunden mit dem günstigeren Microsoft Defender for Office 365 Plan 1 geöffnet – bisher war sie Plan 2 vorbehalten.

Produktivitäts-Boosts für Outlook, Loop und Planner

Auch bei den Kernanwendungen gibt es Neuerungen. Das neue Outlook für Windows ermöglicht es seit dem 13. Februar, Kalendertermine auch offline zu löschen oder zu stornieren. Zudem wurde das Layout der Ereignisformulare überarbeitet.

Einen strategischen Shift gab es bei Microsoft Loop: Die Kollaborations-App ist seit Februar ein fester Kernbestandteil von Microsoft 365. Damit können nun alle Nutzer mit einem SharePoint- oder OneDrive for Business-Plan – inklusive vielen Frontline- und Office 365 Enterprise-Lizenzen – Loop-Arbeitsbereiche erstellen.

Gleichzeitig bereinigt Microsoft sein Task-Management: Mehrere veraltete Funktionen in Microsoft Planner, wie die Integration von Planner-Komponenten in Loop-Seiten, wurden eingestellt. Dies ist Teil der Einführung einer neuen, einheitlicheren Planner-Erfahrung.

Innovation trifft auf Stabilitätsprobleme

Die Updates zeigen Microsofts Doppelstrategie: KI tief in Arbeitsabläufe zu integrieren und gleichzeitig Sicherheit und Compliance zu verschärfen. Die Workflows in Teams sind ein Beispiel dafür, wie Copilot von reiner Informationsbeschaffung zu proaktiver Automatisierung übergeht. Ein Trend, der in der gesamten Branche zu beobachten ist.

Doch die Komplexität des Ökosystems birgt Risiken. Ein kürzlich veröffentlichtes Sicherheitsupdate für Windows 11 (KB5077181) hat bei einigen Nutzern zu erheblichen Stabilitätsproblemen geführt, darunter Endlosschleifen beim Neustart. Dies unterstreicht die fragile Balance zwischen Innovation und Stabilität in einer Plattform mit Millionen Nutzern weltweit.

Was kommt als Nächstes?

Der Fahrplan von Microsoft verspricht weitere Verbesserungen. Ab März 2026 sollen in Teams-Meetings alle Teilnehmer – nicht nur Organisatoren – kollaborative Anmerkungen starten können. Ebenfalls für März geplant ist eine Funktion, mit der Organisatoren Zusammenfassungen und Aufgaben direkt aus Teams als News-Beitrag in SharePoint teilen können.

Für Mai ist eine verbesserte Chat-Zusammenfassung durch Copilot in Teams angekündigt. Die KI soll automatisch Summaries neuer Nachrichten in aktiven Unterhaltungen erstellen, um Nutzern den Einstieg zu erleichtern. Diese geplanten Features zeigen: Microsoft will seine 365-Suite weiter intelligenter, automatisierter und sicherer machen.

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