Microsoft, Doppelkrise

Microsoft 365: Doppelkrise durch Ausfall und fehlerhaftes Update

24.01.2026 - 22:42:12

Outlook und Microsoft 365 waren in dieser Woche von zwei schwerwiegenden Problemen betroffen. Ein umfangreicher Dienstausfall legte Teile der Cloud-Plattform lahm, während ein Windows-Update klassische Outlook-Installationen zum Absturz bringt.

Am 22. und 23. Januar 2026 kämpften Unternehmen in Deutschland und weltweit mit einem massiven Ausfall von Microsoft 365. Betroffen waren der Zugang zum zentralen Microsoft 365 Admin Center, Outlook, Microsoft Teams und Exchange Online. Microsoft nannte als Ursache eine überlastete Infrastruktur während einer Wartungsphase. Interessant: Das Unternehmen räumte ein, dass auch DNS-Probleme eine Rolle spielten.

Nach der offiziellen Behebung riet Microsoft Nutzern mit anhaltenden Verbindungsproblemen, ihren lokalen DNS-Cache zu leeren. In Foren spekulierten Administratoren zudem über eine mögliche Migration der DNS-Einträge von admin.microsoft.com zu admin.cloud.microsoft.com. Der Vorfall unterstreicht, wie anfällig der Zugang zu Cloud-Diensten bei DNS-Störungen ist – eine kritische Infrastruktur für Tausende deutsche Firmen, die auf Microsofts Plattform setzen.

Windows-Update bringt Outlook zum Absturz

Parallel zum Cloud-Ausfall sorgt ein Windows 11-Update für erhebliche Probleme. Das als KB5074109 bezeichnete Update, das um den 13. Januar ausgeliefert wurde, lässt die klassische Outlook-Desktopversion einfrieren. Betroffen sind vor allem Nutzer, die ihre E-Mails noch über das veraltete POP-Protokoll abrufen.

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Die Situation verschärft sich, wenn die Outlook-Datenbankdateien (PST-Dateien) in cloud-synchronisierten Ordnern wie OneDrive liegen. Die Folgen: Outlook reagiert nicht mehr, gesendete Mails erscheinen nicht im Postausgang, und nur ein erzwungener Neustart über den Task-Manager hilft. Ein klarer Fall von Inkompatibilität zwischen modernem Betriebssystem-Update und alter Technologie.

So reagieren Betroffene richtig

Für die beiden unterschiedlichen Probleme gelten unterschiedliche Lösungswege:
* Nach dem Dienstausfall: Bei anhaltenden Zugriffsproblemen kann das Leeren des DNS-Caches helfen. Dazu einfach die Eingabeaufforderung als Administrator öffnen und den Befehl ipconfig /flushdns eingeben.
* Bei eingefrorenem Outlook: Hier fällt der Rat von Microsoft drastischer aus. Das Unternehmen empfiehlt betroffenen Nutzern, das Update KB5074109 zu deinstallieren. Dies ist derzeit der einzige Weg, um Outlook wieder zum Laufen zu bringen. Vorher sollte man jedoch unbedingt seine PST-Dateien sichern, um Datenverlust zu vermeiden. Das Update findet sich in der Windows-Update-Historie unter „Updates deinstallieren“.

Warum die Probleme so viele treffen

Die Gleichzeitigkeit von Cloud-Ausfall und Client-Problem stellt IT-Abteilungen vor enorme Herausforderungen. Besonders heikel: Der Ausfall des Admin-Centers erschwerte es Administratoren, den Überblick zu behalten und Probleme systematisch zu beheben.

Das Debakel um das Windows-Update zeigt ein grundsätzliches Dilemma. Noch immer nutzen viele kleinere Unternehmen und Privatpersonen veraltete Protokolle wie POP. In einer Welt ständiger Updates und moderner Cloud-Architekturen führt das zu Reibungsverlusten. Für IT-Verantwortliche ist es eine Erinnerung, Updates vor der breiten Ausrollung intensiv zu testen – besonders in Umgebungen mit alter Software.

Wann kommt die endgültige Lösung?

Während Microsoft den Dienstausfall als behoben meldet, fehlt für das Outlook-Problem noch eine dauerhafte Lösung. Das Unternehmen bestätigt, dass es den Fehler untersucht, kann aber keinen Zeitpunkt für einen Patch nennen.

Bis dahin bleibt Nutzern von Outlook mit POP-Konten nur eins: Sie sollten die Installation des Updates KB5074109 vermeiden und die automatischen Windows-Updates pausieren. Alle Betroffenen sind gut beraten, die offiziellen Support-Kanäle von Microsoft im Auge zu behalten. Solange der Fix aussteht, ist die Deinstallation des Updates der einzige gangbare Weg – unbequem, aber wirksam.

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