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Microsoft 365 Copilot: Unternehmen können jetzt KI-Hinweise selbst gestalten

17.01.2026 - 01:31:12

Microsoft ermöglicht Firmen, KI-Hinweise in Office anzupassen und mit internen Richtlinien zu verknüpfen. Das Update stärkt die Kontrolle für regulierte Branchen wie Finanzen und Gesundheitswesen.

Microsoft gibt Firmen mehr Kontrolle über die Nutzung von KI im Arbeitsalltag. Ein neues Update für Microsoft 365 Copilot erlaubt es Administratoren, die standardmäßigen KI-Hinweise anzupassen und mit internen Richtlinien zu verknüpfen. Das ist ein entscheidender Schritt für den verantwortungsvollen Einsatz generativer KI in regulierten Branchen.

Die am 13. Januar 2026 vorgestellte Funktion reagiert auf Kundenfeedback. Viele Unternehmen fanden die voreingestellten Warnhinweise entweder zu aufdringlich oder zu unauffällig. Jetzt können sie im Microsoft 365 Admin Center selbst festlegen, wie Mitarbeiter auf KI-generierte Inhalte hingewiesen werden.

Granulare Steuerung für Compliance-Anforderungen

Herzstück des Updates ist die Möglichkeit, den Disclaimer im Copilot-Chat individuell zu gestalten. Administratoren können den Hinweis nicht nur in Fettschrift anzeigen lassen, um ihn hervorzuheben. Entscheidend ist die Option, einen maßgeschneiderten Link einzubetten.

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Über diesen Link gelangen Mitarbeiter direkt zu firmeninternen Dokumenten. Das können Nutzungsrichtlinien für KI, Schulungsmaterialien oder Compliance-Vorgaben sein. So haben die Nutzer während der Arbeit mit der KI sofort Zugriff auf die spezifischen Regeln ihres Unternehmens. Die Funktion ist in der gesamten Office-Suite verfügbar, also in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote.

Antwort auf die Bedürfnisse von Finanz- und Gesundheitswesen

Die Anpassbarkeit der Hinweise ist Teil einer größeren Strategie. Microsoft will Unternehmen robuste Governance-Werkzeuge an die Hand geben, um generative KI sicher einzuführen. Für Sektoren wie Finanzen, Gesundheitswesen oder Rechtsberatung ist diese Kontrolle keine Spielerei, sondern eine Notwendigkeit.

Nur so lassen sich Risiken managen und regulatorische Anforderungen erfüllen. Das Update ist eines von mehreren, die die administrative Übersicht stärken sollen. Dazu gehören auch detaillierte Nutzungsberichte, mit denen Führungskräfte die Akzeptanz der KI analysieren und den Return on Investment bewerten können.

Trend zu mehr Transparenz und Kontrolle

Die neuen Steuerungsmöglichkeiten passen in einen branchenweiten Trend. Unternehmen verlangen zunehmend umfassende Kontrollsysteme für KI, die über reine Funktionalität hinausgehen. Microsoft setzt auf eine zentrale Steuerungsebene, mit der Organisationen klare Grenzen für KI-Agenten setzen und deren Aktivitäten überwachen können.

Die vollständige Ausrollung, auch für spezielle Government-Cloud-Umgebungen, soll Mitte Januar 2026 abgeschlossen sein. Damit unterstreicht der Konzern, welchen Stellenwert Vertrauen und Sicherheit in KI-Systemen haben.

Was kommt als Nächstes?

Die anpassbaren Disclaimers sind nur ein erster Schritt. Mit zunehmender Erfahrung der Unternehmen wird die Nachfrage nach noch feineren Steuerungsmöglichkeiten wachsen. Microsoft treibt die Innovation mit Integrationen, etwa zu Dropbox und Guru, und der Nutzung des leistungsstarken GPT-5-Modells voran.

Die Branche beobachtet nun, wie Microsoft sein Governance-Toolkit weiter ausbaut. Der Fokus liegt klar auf der Geschäftswelt. Doch die Entwicklungen im Unternehmensumfeld könnten langfristig auch Features für Privatanwender beeinflussen. Für Unternehmen ist die neue Kontrolle über die KI-Hinweise jedenfalls ein wesentliches Werkzeug, um die Produktivität von KI sicher, compliant und wertekonform zu gestalten.

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