Microsoft: 1.200 Outlook-Fehler in 48 Stunden vor Earnings
29.04.2026 - 04:01:32 | boerse-global.deZwei Ereignisse innerhalb von 48 Stunden, und beide treffen Microsoft an empfindlichen Stellen — ausgerechnet am Vorabend der Quartalszahlen. Ein mehrtägiger Outlook-Ausfall und eine grundlegend neu verhandelte OpenAI-Partnerschaft werfen Fragen auf, die das Management am Dienstagabend beantworten muss.
Outlook-Störung zieht sich länger als erwartet
Am Montag, dem 27. April, häuften sich ab etwa 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit Berichte über Anmeldeprobleme bei Outlook.com. Nutzer in den USA, Großbritannien und weiteren Regionen meldeten Fehlermeldungen, unerwartete Abmeldungen und blockierte Postfächer. Auf Downdetector liefen zeitweise über 1.200 Störungsmeldungen ein, der Großteil davon zu Login-Problemen.
Microsoft rollte eine fehlerhafte Konfigurationsänderung zurück und erklärte den Dienst am 28. April für wiederhergestellt. Allerdings: iOS-Nutzer, die Outlook oder Hotmail über Apples Standard-Mail-App nutzen, blieben mehr als 24 Stunden nach Beginn der Störung ausgesperrt. Sie müssen ihr Passwort manuell neu eingeben, um wieder Zugang zu erhalten.
OpenAI-Deal: Exklusivität endet, Lizenz bleibt
Parallel dazu gaben Microsoft und OpenAI eine weitreichende Neustrukturierung ihrer Partnerschaft bekannt. Der Kern: OpenAI darf seine Produkte künftig über beliebige Cloud-Anbieter vertreiben — Microsofts bisheriges Exklusivrecht fällt weg. Die Umsatzbeteiligung, die OpenAI bisher an Microsoft abführte, wird gedeckelt und läuft bis 2030 aus. Microsoft zahlt seinerseits keine Umsatzbeteiligung mehr.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?
Was Microsoft behält: die Lizenz auf OpenAIs KI-Modelle und geistiges Eigentum bis 2032 — allerdings nicht mehr exklusiv. Ferner bleibt die Beteiligung an der OpenAI Group PBC bestehen, die zuletzt mit rund 135 Milliarden Dollar bewertet wurde und Microsoft einen Anteil von etwa 27 Prozent auf verwässerter Basis sichert.
Die Einigung löst ein strukturelles Problem, das seit OpenAIs milliardenschwerem AWS-Deal mit Amazon schwelte: Statt einer offenen Exklusivbindung bis zum Erreichen von AGI gibt es nun einen klar definierten Zeitrahmen.
Was die Zahlen am Abend zeigen müssen
Für das Quartal erwarten Analysten einen Umsatz von 81,43 Milliarden Dollar — ein Plus von 16,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr — sowie einen Gewinn je Aktie von 4,06 Dollar. Das Auftragspolster des Konzerns belief sich zum Jahresende auf 625 Milliarden Dollar. Davon entfielen 281 Milliarden Dollar allein auf OpenAI. Wie die Partnerschaftsänderung diese Kennzahl beeinflusst, wird eine der zentralen Fragen im Analystengespräch sein.
Microsoft vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Der Kurs notiert aktuell bei rund 365 Euro und liegt damit noch knapp 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Sommer 2025. Der Optionsmarkt preist für diese Woche eine Kursschwankung von rund 6 Prozent ein — in beide Richtungen.
Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 29. April liefert die Antwort:
Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Microsoft Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
