Methionin, Entzündungshemmer

Methionin: Entzündungshemmer oder -treiber?

22.01.2026 - 21:00:11

Die essentielle Aminosäure Methionin spielt eine Doppelrolle bei Entzündungen. Neue Analysen zeigen: Ihre Wirkung hängt stark von der Dosis und der Krankheit ab.

Chronische, stille Entzündungen gelten als Treiber für Krankheiten wie Arthritis oder Diabetes. Im Fokus der Forschung steht dabei oft Methionin. Die schwefelhaltige Aminosäure ist lebenswichtig, doch die Frage spaltet die Wissenschaft: Sollte man bei Entzündungen mehr oder weniger davon zu sich nehmen?

Methionin ist essentiell – der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Sie steckt in Fleisch, Fisch, Eiern und Nüssen. Ihre Rolle geht weit über den Proteinaufbau hinaus.

Im Stoffwechsel wird Methionin zu S-Adenosylmethionin (SAMe) umgewandelt. Diese Substanz ist ein universeller Baustein für über hundert Prozesse. Dazu zählen die Reparatur der DNA und die Produktion von Botenstoffen wie Serotonin. Zudem ist Methionin entscheidend für die Herstellung von Glutathion, dem körpereigenen Master-Antioxidans gegen Zellstress.

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Überraschender Ansatz: Weniger ist mehr

Ein wachsender Forschungszweig zeigt: Bei bestimmten Krankheiten kann eine Reduktion von Methionin helfen. Studien deuten darauf hin, dass eine methioninarme Ernährung bei Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose die Aktivität entzündlicher Immunzellen dämpfen kann.

Auch in der Krebsforschung wird der „Methionin-Entzug“ untersucht. Der Grund: Manche Tumorzellen sind für ihr Wachstum besonders auf diese Aminosäure angewiesen. Dieser Ansatz unterstreicht, dass es keine Pauschalantwort gibt.

SAMe: Die aktive Form als Hoffnungsträger

Während reines Methionin kontrovers ist, punktet seine aktive Form SAMe als Nahrungsergänzungsmittel. Vor allem bei Arthrose zeigen Studien vielversprechende Ergebnisse.

SAMe kann bei Gelenkentzündungen schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Es soll die Knorpelbildung fördern und die Zellmembranen schützen. Auch bei Lebererkrankungen wird SAMe eingesetzt, um die Entgiftungsfunktion des Organs zu unterstützen.

Keine einfache Antwort in Sicht

Die Datenlage ist klar: Eine allgemeingültige Empfehlung für oder gegen Methionin gibt es nicht. Die Wirkung hängt vom Kontext ab:
* Die Form: Reines L-Methionin wirkt anders als die aktive Form SAMe.
* Die Krankheit: Bei Arthrose kann SAMe helfen, bei manchen Autoimmunerkrankungen könnte eine Reduktion sinnvoll sein.
* Der Darm: Neue Erkenntnisse legen nahe, dass Methionin die Darmschleimhaut stärken und so lokale Entzündungen reduzieren kann.

Experten betonen die Komplexität. Statt sich auf einen einzelnen Nährstoff zu versteifen, ist ein ganzheitlicher Blick auf die gesamte Ernährung der Schlüssel.

Wohin führt die Forschung?

Das Ziel ist die personalisierte Ernährung. Zukünftige Studien müssen die Rolle von Methionin für verschiedene Stoffwechseltypen und Krankheitsbilder genau entschlüsseln.

Bis dahin gilt: Patienten mit chronischen Entzündungen sollten eine drastische Änderung ihrer Methionin-Zufuhr nicht auf eigene Faust vornehmen. Rücksprache mit einem Arzt oder Ernährungsberater ist essentiell. Der Fall Methionin zeigt, wie die Ernährungsmedizin von einfachen Ratschlägen zu maßgeschneiderten Lösungen findet.

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