MetaMask-Nutzer, Neujahrs-Phishing-Schlag

MetaMask-Nutzer erleiden Neujahrs-Phishing-Schlag

04.01.2026 - 22:43:12

Betrüger nutzen gefälschte MetaMask-E-Mails mit Party-Hut-Logo, um über 100.000 US-Dollar zu erbeuten. Die Angriffe setzen auf kleine Beträge und erschlichene Transaktionsgenehmigungen.

Eine neue Phishing-Welle hat zu Jahresbeginn hunderte Krypto-Wallets geleert. Die Angreifer nutzten gefälschte “Neujahrs-Updates”, um über 100.000 US-Dollar zu erbeuten. Sicherheitsexperten warnen vor einer besonders heimtückischen Taktik.

Party-Hut als Köder: So funktioniert der Betrug

Im Zentrum steht eine täuschend echte E-Mail-Kampagne. Die Nachrichten, die seit dem Neujahrstag auftauchen, fordern ein “zwingend erforderliches Update” für 2026. Als Köder dient das offizielle MetaMask-Logo – digital mit einem Party-Hut versehen, um festlich und authentisch zu wirken.

Der Absender tarnt sich mit Namen wie “MetaLiveChain”. Klickt ein Nutzer auf den Link, wird er nicht zu einem Update, sondern zur Signatur einer bösartigen Transaktion geleitet. Diese Genehmigung gewährt den Angreifern oft weitreichenden Zugriff auf die Wallet-Inhalte, ohne dass der private Schlüssel preisgegeben wird.

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Kleinvieh macht Mist: Die neue Diebes-Strategie

Auffällig ist die bewusste Beschränkung der Beute. Die Angreifer stehlen typischerweise Beträge von unter 2.000 US-Dollar pro Wallet. Diese “High-Frequency, Low-Value”-Strategie hat einen klaren Vorteil: Kleinere Transaktionen lösen seltener Alarme bei großen Sicherheitsüberwachungen aus.

Bis zum Sonntag summierte sich der Schaden laut Blockchain-Daten auf über 107.000 US-Dollar. Die gestohlenen Gelder werden über verschiedene Blockchains verschleiert und in einen zentralen Pool transferiert, was die Rückverfolgung extrem erschwert.

Warum die Feiertage perfekt für Betrüger sind

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Zwischen den Jahren sind Support-Teams oft nur minimal besetzt. Gleichzeitig sind viele Nutzer unaufmerksamer – überflutet von Neujahrsgrüßen und Werbeaktionen in ihren Postfächern.

MetaMask betont immer wieder: Das Unternehmen versendet niemals unaufgeforderte E-Mails mit Update-Aufforderungen. Offizielle Updates kommen ausschließlich über die Browser-Erweiterungsstores oder App-Stores.

Raffinierter statt größer: Der neue Phishing-Trend

Der aktuelle Vorfall steht im Kontrast zu den allgemeinen Sicherheitsdaten. Zwar sank das Gesamtvolumen durch Phishing gestohlener Krypto-Gelder im Jahr 2025 um über 80 Prozent. Doch die Raffinesse der Angriffe nahm deutlich zu.

Die Branche beobachtet eine klare Verschiebung:
* Weg von simplen “Wallet Drainern”, die wahllos alles leeren.
* Hin zu gezieltem Social Engineering und komplexen Genehmigungs-Signaturen.
Ein einziger Klick auf “Genehmigen” kann heute ausreichen, um Assets über verschiedene Netzwerke hinweg zu gefährden.

Was Nutzer jetzt erwarten müssen

Die “Saison” für Phishing-Angriffe ist mit dem Ende der Feiertage nicht vorbei. Im Gegenteil: Der Erfolg dieser Kampagne wird Nachahmer anlocken. Experten rechnen für 2026 mit zwei Entwicklungen:

  • Betrüger setzen verstärkt KI-Tools ein, um Phishing-E-Mails personalisierter und sprachlich fehlerfreier zu gestalten.
  • Angriffe erfolgen zunehmend über das Erschleichen von Token-Genehmigungen, nicht mehr primär über die Abfrage des “Seed Phrase”.

Sicherheitsfirmen arbeiten an besseren Warnsystemen in den Wallets selbst. Bis diese flächendeckend Standard sind, bleibt gesunde Skepsis der beste Schutz.

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