TikTok, Milliarden

Meta und TikTok zahlen Milliarden für Datensammeln

05.02.2026 - 20:31:12

Europäische Aufsichtsbehörden verhängen Milliardenbußgelder gegen Meta und TikTok wegen Verstößen gegen die DSGVO und mangelnder Transparenz. Weitere Verfahren sind bereits eingeleitet.

Meta und TikTok müssen Milliardenstrafen zahlen. Europäische Behörden bestrafen die aggressiven Datensammel-Praktiken der Social-Media-Giganten. Grund sind Verstöße gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und mangelnde Transparenz.

Meta: Das allgegenwärtige Tracking-Netzwerk

Der Konzern hinter Facebook und Instagram verfolgt Nutzeraktivitäten weit über seine eigenen Apps hinaus. Tools wie der Meta-Pixel erfassen Daten auch auf fremden Webseiten – selbst wenn Nutzer nicht eingeloggt sind. Ein deutsches Gericht bestätigte kürzlich, dass Nutzer für Meta dadurch praktisch stets identifizierbar bleiben.

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Die gesammelten Daten speisen detaillierte Profile für personalisierte Werbung. Diese Praxis hat bereits hohe Kosten:
* Die irische Datenschutzbehörde verhängte Bußgelder von über einer Milliarde Euro gegen Meta.
* Eine Rekordstrafe belief sich auf 1,2 Milliarden Euro.
* Zudem ermittelt die EU-Kommission wegen möglicher DSA-Verstöße, etwa beim Schutz Minderjähriger.

TikTok: 530 Millionen Strafe für Daten-Transfer nach China

Auch die Video-App des chinesischen Konzerns ByteDance steht massiv unter Druck. Die irische Datenschutzbehörde verhängte im April 2025 eine Strafe von 530 Millionen Euro. Der Grund: TikTok konnte nicht nachweisen, dass die Daten europäischer Nutzer in China ein gleichwertiges Schutzniveau genießen.

Die Behörde kritisierte, das Unternehmen habe die Risiken eines Zugriffs durch chinesische Behörden nicht ausreichend geprüft. Trotz der Strafe läuft seit Juli 2025 eine weitere Untersuchung zur fortgesetzten Speicherung europäischer Nutzerdaten in China.

EU rügt mangelnde Transparenz

Die EU-Kommission geht noch einen Schritt weiter. Im Oktober 2025 kam sie zum vorläufigen Ergebnis, dass sowohl Meta als auch TikTok gegen Transparenzpflichten verstoßen. Beide Plattformen gewährten Forschern keinen angemessenen Zugang zu öffentlichen Daten.

Dieser Zugang ist laut Kommission jedoch entscheidend, um gesellschaftliche Risiken – wie die Verbreitung schädlicher Inhalte – zu untersuchen. Die Behörde warf den Konzernen „unnötig belastende“ Anforderungen vor. Bei Bestätigung drohen weitere Strafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Warum sammeln die Konzerne so gierig Daten?

Das Geschäftsmodell von Social-Media-Plattformen basiert auf personalisierter Werbung. Je detaillierter das Nutzerprofil, desto wertvoller ist der Werbeplatz. Nutzer zahlen für den „kostenlosen“ Dienst also mit ihrer Privatsphäre.

Die EU setzt mit der DSGVO und dem Digital Services Act (DSA) nun klare Grenzen. Die milliardenschweren Strafen sind keine Kavaliersdelikte mehr, sondern sollen globale Standards setzen. Die digitale Souveränität Europas wird damit gestärkt.

Was kommt auf die Plattformen zu?

Der regulatorische Druck wird weiter zunehmen. Die laufenden DSA-Verfahren könnten zu weiteren Milliardenstrafen und Zwängen zur Änderung von Algorithmen führen. Auf EU-Ebene wird bereits über ein Gesetz gegen manipulative und süchtig machende App-Designs diskutiert.

Für Nutzer bedeutet dies mehr Rechte – aber auch mehr Eigenverantwortung. Die bewusste Nutzung von Datenschutzeinstellungen wird immer wichtiger. Die Tech-Giganten müssen sich auf ein neues Gleichgewicht einstellen: zwischen Innovation, Wirtschaftsinteressen und dem Grundrecht auf Privatsphäre.

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