AMD, KI-Deal

Meta und AMD schmieren milliardenschweren KI-Deal

24.02.2026 - 18:49:36 | boerse-global.de

Die strategische Partnerschaft sichert Meta langfristig Rechenleistung und macht AMD zum ernsthaften Nvidia-Konkurrenten. Ein Aktienoptionsplan schafft eine tiefe Bindung.

Meta und AMD haben eine strategische Partnerschaft im Wert von über 100 Milliarden Euro vereinbart. Der Deal soll die KI-Infrastruktur des Facebook-Konzerns mit bis zu sechs Gigawatt Rechenleistung versorgen und den Chip-Hersteller zum ernsthaften Konkurrenten für Nvidia machen.

Die Vereinbarung ist einer der größten KI-Rechen-Deals aller Zeiten. Sie geht weit über einen einfachen Liefervertrag hinaus und verknüpft die Technologie-Roadmaps beider Unternehmen in Hardware und Software. Die erste Auslieferung von AMD-Systemen ist für die zweite Hälfte 2026 geplant.

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Ein einzigartiges Element ist ein leistungsabhängiger Aktienoptionsschein. AMD hat Meta das Recht eingeräumt, bis zu 160 Millionen eigene Aktien – etwa 10 Prozent des Unternehmens – zu erwerben. Diese Option wird schrittweise fällig, wenn Meta bestimmte Auslieferungsziele erreicht und der AMD-Aktienkurs vereinbarte Marken trifft. Dies schafft eine tief verwobene, langfristige Bindung.

Metas strategische Neuausrichtung

Für Meta ist die Partnerschaft ein zentraler Baustein, um die von CEO Mark Zuckerberg angekündigte „persönliche Superintelligenz“ zu erreichen. Der Konzern diversifiziert damit seine Lieferkette weg von der Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter – Nvidia – und gewinnt gleichzeitig Verhandlungsmacht auf dem umkämpften KI-Hardware-Market.

Die Rechenleistung ist essenziell für Metas ehrgeizige KI-Projekte. Dazu zählen das Training riesiger Sprachmodelle ebenso wie KI-Funktionen in Apps wie Facebook, Instagram und WhatsApp. Die Kapitalausgaben für KI-Rechenzentren sind immens; allein für 2026 plant Meta Investitionen von bis zu 135 Milliarden Euro. Der AMD-Deal bildet das Fundament dieser Ausgaben und sichert die Hardware-Beschaffung für die nächsten fünf Jahre.

Die technologische Basis

Die Zusammenarbeit basiert auf einer tiefen technischen Kooperation. Die ersten Systeme werden eine speziell für Meta optimierte Version der kommenden AMD-Instinct-GPU mit der MI450-Architektur nutzen. Diese werden von AMDs EPYC-CPUs der sechsten Generation (Codename „Venice“) und der offenen Software-Plattform ROCm unterstützt.

Das gesamte System ist in die gemeinsam mit Meta entwickelte AMD-Helios-Rack-Architektur integriert. Diese wurde im Open Compute Project entworfen, um maximale Effizienz und Skalierbarkeit für Hyperscaler zu bieten. Meta wird zudem Lead-Kunde für künftige AMD-Technologien wie den nächsten EPYC-Prozessor „Verano“ sein.

Ein Markterfolg für AMD

Für AMD ist der Deal ein transformativer Sieg. Das Unternehmen etabliert sich damit als Top-Zulieferer für die größten Hyperscaler und als ernstzunehmender Rivale von Nvidia. Der Umfang von sechs Gigawatt verschafft AMD einen planbaren Langfrist-Umsatz und die nötigen Stückzahlen, um seine KI-Forschung zu beschleunigen. Jedes Gigawatt soll laut AMD Umsätze in der Größenordnung von zehn Milliarden Euro generieren.

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Die Märkte reagierten umgehend positiv. Der AMD-Aktienkurs stieg im außerbörslichen Handel deutlich an. Analysten werten die Partnerschaft als starkes Signal für die Wettbewerbsfähigkeit der Instinct-GPUs und der gesamten KI-Strategie des Unternehmens.

Branchenweite Signalwirkung

Die Allianz sendet Schockwellen durch den von Nvidia dominierten Markt. Große Tech-Konzerne suchen seit Jahren nach Alternativen, um ihre Lieferketten abzusichern und den Wettbewerb zu fördern. Dieser Deal ist der bisher bedeutendste Schritt. Meta bestätigte zwar, weiterhin GPUs von Nvidia zu kaufen, verfolgt nun aber eine klare Dual-Sourcing-Strategie.

Die ungewöhnliche Aktienoptions-Klausel könnte zum Vorbild für weitere Großpartnerschaften werden. Indem ein möglicher Eigenkapitalanteil an Leistungsziele geknüpft wird, werden die strategischen Interessen beider Unternehmen langfristig in Einklang gebracht. Dieses Modell, das AMD Berichten zufolge bereits mit OpenAI nutzt, schafft eine engere Bindung als ein klassischer Kunden-Lieferanten-Vertrag.

Ausblick auf die nächsten Jahre

Die erste Ausbaustufe der Hardware soll Ende 2026 starten. In den folgenden fünf Jahren wird die Partnerschaft schrittweise auf die vollen sechs Gigawatt hochskaliert und dabei mehrere Generationen von AMD-GPUs und -CPUs in Metas globale Rechenzentren integrieren.

Der Deal dürfte das KI-Wettrüsten weiter beschleunigen und andere Cloud-Anbieter unter Druck setzen, ihre eigenen Chip-Strategien zu festigen. Für AMD liegt die Herausforderung nun in der fehlerfreien Abwicklung dieser Mega-Bestellung. Für Meta bietet die gesicherte Lieferkette die Grundlage, seine KI-Vision zu verfolgen. Der Erfolg dieser Allianz wird die Wettbewerbslandschaft der KI-Branche auf Jahre prägen.

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