AMD, Mega-Deal

Meta und AMD schmieren Mega-Deal für KI-Chips

24.02.2026 - 23:24:06 | boerse-global.de

Meta sichert sich bis zu sechs Gigawatt AMD-Rechenleistung für seine KI-Pläne. Die Partnerschaft beinhaltet ein Aktienpaket und soll AMD zu einer ernsthaften Konkurrenz für Nvidia machen.

Meta und AMD starten eine milliardenschwere Allianz, die den Markt für KI-Hardware neu ordnen soll. Der Deal sichert dem Facebook-Konzern bis zu sechs Gigawatt Rechenleistung und könnte AMD zur ernsten Alternative zu Marktführer Nvidia machen.

Der Vertrag ist einer der größten in der Geschichte der KI-Infrastruktur. AMD wird Meta über Jahre mit seinen Hochleistungs-Grafikchips (Instinct GPUs) und Serverprozessoren (EPYC CPUs) versorgen. Ziel ist es, Metas ambitionierte KI-Pläne – darunter eine Art „persönliche Superintelligenz“ – mit massiver Rechenkraft zu beschleunigen.

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Für Meta-Chef Mark Zuckerberg ist die Partnerschaft ein strategischer Schachzug. Sie diversifiziert die kritische Chip-Beschaffung und reduziert Abhängigkeiten. Gleichzeitig festigt sie AMDs Position im lukrativen KI-Markt, der bislang von Nvidia dominiert wird.

Ein Bündnis mit gigantischem Maßstab

Das Volumen des Deals ist atemberaubend: Geplant ist der Einsatz von bis zu sechs Gigawatt AMD-Rechenleistung. Zum Vergleich: Ein Gigawatt kann etwa 750.000 durchschnittliche Haushalte versorgen. Die erste Ausbaustufe mit einem Gigawatt soll in der zweiten Hälfte 2026 starten.

Die Hardware basiert auf der gemeinsam entwickelten Helios-Rack-Architektur. Sie kombiniert kundenspezifische Instinct-GPUs der nächsten MI450-Generation mit AMDs neuen „Venice“-EPYC-CPUs. Diese tiefe Zusammenarbeit zeigt Metas Strategie, sich nicht auf einen Lieferanten zu verlassen, sondern ein flexibles, widerstandsfähiges Technologie-Portfolio aufzubauen.

Finanzielle Verzahnung mit Aktien-Option

Das Besondere: Der Deal hat eine innovative finanzielle Komponente. AMD hat Meta ein leistungsgebundenes Aktienpaket gewährt – ein Warrant für bis zu 160 Millionen AMD-Aktien. Damit könnte Meta bis zu zehn Prozent des Chip-Herstellers übernehmen.

Die Aktien tranchieren sich nach Meilensteinen. Die erste Tranche wird fällig, sobald das erste Gigawatt Hardware ausgeliefert ist. Diese Konstruktion soll beide Partner langfristig an den Erfolg des Mega-Deals binden und eine reibungslose Umsetzung sicherstellen.

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Technologie für die KI-Hyperskalierung

Im Kern geht es um eine tiefgreifende technische Integration. Meta wird Lead-Kunde für AMDs kommende CPU-Generationen „Venice“ und „Verano“. Das unterstreicht, dass moderne KI-Infrastruktur nicht nur auf GPUs, sondern auch auf leistungsstarken Prozessoren zur Orchestrierung der Rechenlasten basiert.

Das gesamte System wird durch AMDs ROCm-Softwarestack verwaltet. Durch diese Abstimmung von Hardware- und Software-Roadmaps wollen beide Unternehmen die Innovationsgeschwindigkeit maximieren. Nur eine derart vertikal integrierte Lösung, so die Überzeugung, kann die wachsenden Anforderungen beim Training riesiger KI-Modelle bewältigen.

Marktwirkungen und europäische Perspektive

Die Ankündigung ließ die AMD-Aktie sofort steigen. Analysten werten die Partnerschaft als Wendepunkt. Sie katapultiert AMD ins Zentrum eines der weltweit größten KI-Ausbauten und gibt Meta die Skalierbarkeit, die es für seine Ziele braucht.

Für Europa und Deutschland hat der Deal indirekte Bedeutung. Er zeigt, wie sehr der Wettlauf um KI von der Verfügbarkeit hochspezialisierter Chips abhängt – ein Bereich, in dem die EU und Unternehmen wie SAP oder die Telekom bisher kaum eigene Kapazitäten haben. Die Abhängigkeit von wenigen außereuropäischen Herstellern wird durch solche Mega-Deale weiter zementiert.

Die Tech-Welt wird die ersten Lieferungen Ende 2026 genau beobachten. Gelingt die Partnerschaft, könnte sie zum Blaupause werden, wie Tech-Giganten der nächsten Generation ihre KI-Grundlagen schaffen.

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