AMD, KI-Deal

Meta und AMD schmieren gigantischen KI-Deal

25.02.2026 - 18:01:13 | boerse-global.de

Meta und AMD vereinbaren eine langfristige Partnerschaft für bis zu sechs Gigawatt Rechenleistung, um Metas KI-Infrastruktur auszubauen und Nvidias Dominanz herauszufordern.

Meta und AMD starten eine strategische Allianz, die den Markt für KI-Hardware umkrempeln könnte. Der Deal über bis zu sechs Gigawatt Rechenleistung ist ein direkter Schlag gegen Nvidias Dominanz.

Menlo Park/Santa Clara. In einem strategischen Schachzug, der die Landschaft der Künstlichen Intelligenz neu ordnen könnte, haben sich Meta Platforms und Advanced Micro Devices (AMD) auf eine langfristige Partnerschaft geeinigt. Kern des am 24. Februar 2026 bekanntgegebenen Deals: AMD wird den Social-Media-Riesen mit Hochleistungs-GPUs und CPUs für dessen nächste Generation von KI-Infrastruktur beliefern. Das Volumen könnte bis zu sechs Gigawatt erreichen – eine gewaltige Menge an Rechenkraft.

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Diese Allianz ist ein zentraler Baustein von Metas „Meta Compute“-Initiative. Ziel ist es, eine leistungsfähige und diversifizierte Infrastruktur für die Ära der allgegenwärtigen KI aufzubauen. Die Partnerschaft vertieft eine bereits bestehende Zusammenarbeit und synchronisiert die Produkt-Roadmaps beider Konzerne über Hardware und Software hinweg.

Eine Architektur für den Gigawatt-Maßstab

Der Vertrag sieht eine umfassende Hardware-Lösung für Metas KI-Rechenzentren vor. Die ersten Lieferungen sollen in der zweiten Hälfte 2026 beginnen und zunächst ein Gigawatt Leistung abdecken. Zum Einsatz kommen dabei maßgeschneiderte AMD Instinct GPUs der kommenden MI450-Architektur, optimiert für Metas spezifische KI-Workloads.

Diese Grafikprozessoren werden mit AMDs EPYC-CPUs der sechsten Generation (Codename „Venice“) kombiniert. Das gesamte System basiert auf der gemeinsam entwickelten Helios-Rack-Architektur, die hohe Leistung bei Energieeffizienz verspricht. Meta wird zudem Lead-Kunde für künftige AMD-Prozessoren wie den „Verano“-Chip.

Strategische Verzahnung mit Aktien-Option

Die Partnerschaft geht über einen reinen Liefervertrag weit hinaus. Um die Interessen langfristig zu bündeln, hat AMD Meta eine erfolgsabhängige Aktienoption gewährt. Diese berechtigt zum Erwerb von bis zu 160 Millionen AMD-Aktien – das entspräche etwa einem Zehntel des Chip-Herstellers.

Die Option wird etappenweise freigeschaltet, sobald Meta bestimmte Meilensteine bei der Nutzung der AMD-Hardware erreicht. Die erste Tranche wird mit der Auslieferung des ersten Gigawatts fällig. Die finale Tranche ist zusätzlich an die Entwicklung des AMD-Aktienkurses geknüpft. Diese innovative Deal-Struktur ähnelt einem Abkommen, das AMD Ende 2025 mit OpenAI schloss, und könnte zum neuen strategischen Spielbuch für die Bindung von Schlüsselkunden im KI-Chipmarkt werden.

Metas dreigleisige KI-Strategie

Die Allianz mit AMD ist nur ein Teil von Metas breiter angelegter, diversifizierter Infrastruktur-Strategie. Das Unternehmen will sich nicht von einem einzigen Anbieter abhängig machen. Erst eine Woche vor dem AMD-Deal hatte Meta eine mehrjährige Partnerschaft mit dem aktuellen Marktführer Nvidia bekannt gegeben.

Diese Dual-Supplier-Strategie für High-End-GPUs bildet zwei Säulen. Die dritte Säule sind Metas eigene, schnell voranschreitende Chips, die Meta Training and Inference Accelerator (MTIA). Durch die Kombination von externer Hardware (AMD, Nvidia) und eigener Entwicklung schafft Meta ein wettbewerbsfähiges und resilientes Ökosystem für seine KI-Rechenleistung. Das soll Lieferketten stabilisieren, Innovation fördern und die immensen Kosten für den globalen Ausbau von KI-Rechenzentren kontrollierbar halten.

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Schlag gegen Nvidia und Ausblick

Die Meta-AMD-Partnerschaft sendet deutliche Signale an den gesamten Technologiesektor. Sie stellt die bislang größte Herausforderung für Nvidias lange Dominanz im Markt für KI-Beschleuniger dar. Für AMD ist der Gewinn eines Hyperscale-Kunden wie Meta eine machtvolles Gütesiegel für seine Instinct-GPU-Plattform und die dazugehörige ROCm-Software. Der Markt honorierte die Nachricht umgehend mit einem Kursanstieg der AMD-Aktie.

Die Zusammenarbeit wird über reine Hardware-Beschaffung hinausgehen. Die abgestimmten Roadmaps deuten auf gemeinsame Entwicklungen in Silizium, Software und Systemdesign für die kommenden Jahre hin. Für Meta ist der Zugang zu Gigawatt an Spitzen-Rechenleistung die Grundvoraussetzung, um seine ehrgeizigen KI-Ziele zu erreichen – von intelligenten Empfehlungsalgorithmen bis hin zur Vision einer „persönlichen Superintelligenz“ für Milliarden Nutzer. Diese Allianz befeuert nicht nur Metas Ambitionen, sondern heizt auch den Wettbewerb und Innovationszyklus der gesamten KI-Branche weiter an.

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