Meta schließt VR-Büro-App Horizon Workrooms
16.01.2026 - 21:53:12Meta beendet sein Experiment mit virtuellen Büros: Die VR-Produktivitäts-App Horizon Workrooms wird Mitte Februar 2026 abgeschaltet. Der Schritt markiert einen strategischen Rückzug aus dem professionellen Metaverse.
Ab dem 16. Februar 2026 ist die Anwendung nicht mehr verfügbar; alle Nutzerdaten werden gelöscht. Meta rät Nutzern, wichtige Informationen vorher zu sichern. Parallel stellt der Konzern den Verkauf seiner Meta Quest Commercial-Headsets für Unternehmen ein – ein klares Signal für den Rückzug aus dem Geschäftskundenmarkt.
Reality Labs im Umbruch
Die Schließung ist Teil einer umfassenden Restrukturierung bei Reality Labs, Metas VR-/AR-Sparte. Diese hat bereits über 1.000 Mitarbeiter entlassen – etwa 10 Prozent der Belegschaft. Drei erworbene VR-Spiele-Studios wurden geschlossen. Die Division verzeichnet seit Jahren Milliardenverluste.
Meta begründet das Ende der eigenständigen App mit einer neuen Strategie: Produktivitätstools sollen künftig in ein größeres „soziales Ökosystem“ integriert werden. Eine direkte hauseigene Nachfolgelösung für virtuelle Meetings gibt es jedoch nicht. Nutzer werden stattdessen auf Drittanbieter-Apps im Horizon Store verwiesen, darunter Arthur, Microsoft Teams Immersive und Zoom Workplace.
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Vom Vorzeigeprojekt zum Auslaufmodell
2021 gestartet, sollte Horizon Workrooms die Zukunft hybriden Arbeitens in der Pandemie demonstrieren. Nutzer konnten sich als Avatare in virtuellen Konferenzräumen treffen, Bildschirme teilen und zusammenarbeiten. Doch die Plattform hatte mit Akzeptanzproblemen zu kämpfen.
Ein großes Update im Sommer 2024 verschlimmerte die Lage: Es entfernte zentrale Funktionen wie das virtuelle Whiteboard, Raumanpassungen und Dateifreigabe. Der Nutzerprotest war heftig. Die verbliebene Einzelbüro-Funktion wird mittlerweile von der offiziellen Windows-11-Fernzugriffsintegration überflügelt.
Metaversum-Vision im Wandel
Das Aus für Workrooms ist das deutlichste Zeichen für Metas gedämpfte Ambitionen einer rein VR-basierten Arbeitswelt. Nach der Umfirmierung 2021 war das „Metaverse for Work“ ein Kernversprechen. Doch die Nutzerakzeptanz blieb hinter den Erwartungen zurück.
Die milliardenschweren Investitionen in Reality Labs stehen in keinem Verhältnis zum Markterfolg. Meta lenkt nun Ressourcen um – weg vom Nischenmarkt teurer VR-Headsets für Büros, hin zu zugänglicheren Technologien. Der Fokus liegt jetzt auf Künstlicher Intelligenz (KI) und Wearables wie den Ray-Ban Smart Glasses in Kooperation mit EssilorLuxottica.
Neue Prioritäten: KI und Alltagstechnologie
Metas Zukunft liegt klar in KI und tragbarer Alltagstechnologie. Das Unternehmen baut seine KI-Kapazitäten massiv aus, ähnlich wie andere Tech-Giganten. Die Metaverse-Vision wandelt sich: Statt vollständig immersiver VR-Räume setzt Meta nun auf augmentierte Realität – also KI-gestützte Informationsüberlagerungen im echten Leben via Smart Glasses.
Bestehende Geschäftskunden werden bis Anfang 2030 auf Quest-3- und 3S-Headsets unterstützt. Doch mit dem Ende von Workrooms und dem Verkaufstopp für Commercial-Headsets schließt Meta ein teures Kapitel. Die Branche beobachtet nun, wie der Konzern seine sozialen und produktiven Ambitionen in die neue KI- und mobile-first-Strategie integrieren wird.
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