Meta beendet VR-Experiment für Unternehmen
19.01.2026 - 19:27:12Meta schließt seine virtuelle Büro-Plattform Horizon Workrooms und zieht sich aus dem Geschäftskundenmarkt zurück. Der Tech-Riese verlagert seine massiven Investitionen nun vollständig in Künstliche Intelligenz und Wearable-Technologie.
Strategische Kehrtwende nach Milliardenverlusten
Die Entscheidung markiert das Ende einer zentralen Säule von Metas ursprünglicher Metaverse-Vision. Horizon Workrooms, einst als Zukunft der Remote-Zusammenarbeit angepriesen, wird am 16. Februar 2026 abgeschaltet. Zeitgleich stellt Meta den Verkauf seiner kommerziellen Quest-Headsets und zugehöriger Unternehmensabonnements ein. Damit baut der Konzern sein gesamtes VR-Geschäftskunden-Ökosystem ab.
Für betroffene Unternehmen empfiehlt Meta die Migration zu Drittanbieter-Plattformen wie Microsoft Teams Immersive oder Zoom Workplace. Bestandskunden erhalten kostenlose Lizenzen und Support bis Anfang 2030. Die abrupte Schließung folgt auf umfangreiche Entlassungen in der Reality-Labs-Sparte, bei der über 1.000 Mitarbeiter – etwa 10 Prozent der Belegschaft – ihren Job verloren.
Vom Metaverse-Hype zur AI-Realität
Der Rückzug spiegelt die ernüchternde Bilanz von Metas Milliardeninvestitionen wider. Die Reality-Labs-Division verbuchte seit 2021 Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe. Die Geschäftswelt adoptierte virtuelle Besprechungsräume nie im erhofften Umfang. Hohe Hardware-Kosten und die Dominanz etablierter Videokonferenz-Tools verhinderten den Durchbruch.
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„Der Traum vom virtuellen Büroalltag ist geplatzt“, analysieren Branchenbeobachter. Statt in vollimmersive VR-Welten investiert Meta nun aggressiv in generative KI und alltagstaugliche Wearables wie Smart Glasses. Diese strategische Neuausrichtung entspricht einem breiteren Branchentrend: Während der Metaverse-Hype abgekühlt ist, boomt das Investment in KI-Technologien.
Folgen für die VR-Branche
Metas Rückzug aus dem Enterprise-Markt ist ein Wendepunkt für die gesamte Immersive-Technology-Branche. Er zeigt, dass der Weg zur Mainstream-Adoption im Geschäftsumfeld deutlich steiniger ist als erwartet. Zwar findet VR in Nischen wie Fachschulungen oder Design-Anwendungen weiterhin Abnehmer, doch für allgemeine Büro-Kollaboration fehlt der Durchbruch.
Die Schließung hinterlässt eine Lücke, in die nun Konkurrenten stoßen könnten. Gleichzeitig dient sie als Warnung vor den Herausforderungen, etablierte Arbeitsabläufe zu verändern. Die Zukunft der Arbeit wird wohl immersive Elemente enthalten – aber als Evolution bestehender Tools, nicht als revolutionärer Sprung in vollständig virtuelle Welten.
Neuer Fokus auf KI und Alltags-Technologie
Metas künftige Strategie konzentriert sich auf zwei Bereiche: Die Führungsposition im konsumorientierten VR-Markt für Gaming und soziale Anwendungen zu halten und gleichzeitig KI-Innovationen voranzutreiben. Die Partnerschaft mit Ray-Ban für AI-gesteuerte Smart Glasses verkörpert diesen neuen Kurs – weg von klobigen Headsets, hin zu unauffälliger Alltagstechnologie.
Für die VR-Industrie könnte Metas Rückzug zwar Erwartungen dämpfen, aber auch Raum für alternative Ansätze schaffen. Die langfristige Eignung von VR für Produktivitätszwecke bleibt eine offene Frage. Meta hat seine Entscheidung getroffen: Statt auf den virtuellen Konferenzraum setzt der Konzern nun auf die greifbare Welt der Künstlichen Intelligenz.
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