Aktie, Milliarden-Deal

Meta Aktie: Milliarden-Deal mit AMD

24.02.2026 - 17:15:28 | boerse-global.de

Meta sichert sich bis zu 6 Gigawatt KI-Rechenleistung von AMD und erhält Optionen auf bis zu 10% der AMD-Aktien. Die Partnerschaft stärkt AMDs Position gegen Nvidia.

Meta geht eine strategische Partnerschaft mit AMD ein, die bis zu 6 Gigawatt KI-Rechenleistung umfasst. Der Deal im Wert von über 100 Milliarden Dollar könnte dem Social-Media-Konzern ermöglichen, bis zu zehn Prozent der AMD-Aktien zu erwerben. An der Wall Street sorgt die Nachricht für Euphorie – die AMD-Aktie springt vorbörslich zweistellig nach oben.

AMD fordert Nvidia heraus

Die Vereinbarung markiert einen entscheidenden Schritt für AMD im Wettbewerb mit dem dominierenden Marktführer Nvidia. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 sollen die ersten Lieferungen der kundenspezifischen AMD Instinct GPUs auf Basis der MI450-Architektur beginnen. Die Systeme werden mit Prozessoren der 6. Generation AMD EPYC kombiniert.

Im Rahmen der mehrjährigen Zusammenarbeit gleichen beide Unternehmen ihre Produkt-Roadmaps ab. AMD passt Hardware und Software an Metas spezifische KI-Anforderungen an. CEO Lisa Su bezeichnet die Partnerschaft als Durchbruch: "Dies beschleunigt eine der größten KI-Implementierungen der Branche und positioniert AMD im Zentrum des globalen KI-Ausbaus."

Performance-basierte Aktien-Warrants

Als Teil der Vereinbarung erhält Meta leistungsbasierte Warrants für bis zu 160 Millionen AMD-Aktien. Die Ausgabe ist an Liefermeilensteine und weitere Performance-Ziele gekoppelt. AMD erwartet durch die Kooperation signifikantes Umsatzwachstum über mehrere Jahre und einen positiven Beitrag zum bereinigten Gewinn je Aktie.

"Wir sind begeistert, eine langfristige Partnerschaft mit AMD einzugehen", kommentiert Meta-Gründer Mark Zuckerberg. "Dies ist ein wichtiger Schritt für Meta, um unsere Rechenkapazitäten zu diversifizieren." Der Konzern verfolgt damit seine Vision der "persönlichen Superintelligenz" – und reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit von Nvidia.

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Berliner Gerichtsurteil belastet kaum

Parallel zum AMD-Deal muss Meta allerdings auch eine juristische Niederlage verkraften. Das Landgericht Berlin II erklärte die Facebook-Freunde-Finder-Funktion für rechtswidrig. Die Richter untersagten das Hochladen von Kontaktdaten von Nicht-Nutzern auf Meta-Server. Bei Zuwiderhandlung droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

Zusätzlich darf der Konzern Nutzungsprofile aus verschiedenen Datenquellen nur noch mit ausdrücklicher Einwilligung für Werbezwecke zusammenführen. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hatte 2018 geklagt – das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. An der Börse zeigt sich die Meta-Aktie davon unbeeindruckt und notiert vorbörslich leicht im Plus bei 640,74 Dollar.

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